Winter Familienurlaub im Bayerischen Wald

Einen Urlaub mit Kindern im bayerischen Wald kann man vielfältig gestalten. Natürlich sind da die Skigebiete für Kinder, es gibt aber auch sonst so einiges mit Kindern zu unternehmen. Der Bayerische Wald ist ein Familien-Ferienparadies. Die sanften Hanglagen, die kindgerechten Unterkünfte und das spannende Programm für die Freizeitgestaltung zeichnen die Region deutschlandweit für einen Familienurlaub aus. Über 100 Betriebe und Orte sind vom Kinderland Bayern für ihre Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Gerade für Spiel und Spaß im Schnee gibt`s viele Tipps – hier eine Auswahl:

Skigebiet für Kinder am Arber im Bayerwald
Am Arber im bayerischen Wald gibt es die "6-er Familiensesselbahn" mit der auch Kinder ohne Probleme auf den Berg kommen. Daneben gibt es das "ArBär-Kinderland" speziell für kleine Skihasen. Hier gibt es drei Förderbänder mit einer Förderleistung von 1 000 Personen pro Stunde sowie ein Skikarussell. Im Kinderland gibt es einen Aufenthaltsraum für die Kleinen sowie kindergerechte WCs. Brotzeit und Getränke gibt‘s im integrierten Treffpunkt für die "kleinen Skihaserl". Die günstigen Skiliftpreise und Familienangebote zeichnen das Kinderland Bayerischer Wald aus.

Winterurlaub ohne Skipiste
Winterspass im Bärenland bedeutet jeden Tag ein anderes Erlebnis in der Nationalparkregion Grafenau-Neuschönau: Auf dem Programm stehen Pferdeschlittenfahrten, Schneeschuhwandern durch die Wildnis, mit dem Nationalparkranger unterwegs sein, Spiel und Spaß im Nationalparkhaus, Nordic-Walking, Schneehöhle bauen und Spurensuche im Schnee. Ganz nach dem Motto "Da ist der Bär los".
Wer im Schnee wirklich etwas erleben will, geht im bayerischen Wald Schlittenfahren. Es gibt am Geißkopf eine zwei Kilometer lange Rodelbahn. Oder man wandert im Winter in bis zu 44 Meter Höhe über die Baumwipfel des Nationalparks: Es gibt den Waldwipfelweg in St. Englmar und Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald in Neuschönau.

Brauchtum & Kultur
Der Bayerische Wald ist für seine vielfältige Tradition und sein Brauchtum bekannt. Musik und Mundart werden von Generation zu Generation weiter gegeben. Dabei geht’s nicht immer "bierernst" zu. Die "Waldler" pflegen ihren Sinn für Humor und so finden Urlauber...

Geheimnisvoll: Rauhnächte im Bayerischen Wald
"Rauhnacht is..." - Wenn einem das im Bayerischen Wald zugeflüstert wird, sollte man sich im geheimnisvollen Dunkel der "Rauh- und Lousnächte" zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar darauf gefasst machen, auf gruselige Gesellen zu treffen. Als Rauhwuggerl, Hobangoaß, Drud oder bluadiger Dammerl trieben die Dämonen nicht nur in Geschichten ihr Unwesen, sondern tanzen auch als echte Schreckgestalten mit handgeschnitzten Masken wild um Feuer und durch Straßen.
Tipp: Englmarer Rauhnachtsparty: "Wuide Jagd" und gruselige Gesellen Kuhglocken scheppern, Peitschen knallen und Trommeln lärmen….

Traditionelles Pferdeschlittenrennen
Um die Jahreswende, terminlich je nach Schneelage, findet das große traditionelle Pferdeschlittenrennen in Rinchnach statt. Wunderschöne Pferde und alte Holzschlitten sind zu bewundern.

Nostalgie-Schirennen
Holzski ohne Stahlkanten, Schnürstiefel und für die Damen ein langer Rock mit Jacke und Schaltuch – so geht es am Faschingsdienstag zum Nostalgieskirennen nach St. Englmar.

Schneeverbrennen am Arber
Mit dem Schneeverbrennen Ende April findet der Winter auch am höchsten Berg des Bayerischen Waldes, auf dem Großen Arber, sein offizielles Ende. Das traditionelle "Schneeverbrennen" ist ein alter Brauch der Bergwacht, um den zurückliegenden langen und kalten Winter symbolisch zu verabschieden. Es gibt Sonderfahrten mit der Arberbergbahn zu diesem Spektakel. Wer übernachten will, bucht sich rechtzeitig im Arberschutzhaus ein Plätzchen.

Not machte erfinderisch: Die einmalige Schneekirchein Mitterfirmiansreut
Vor 100 Jahren wurden die kleinen Bayerwaldorte Mitter- und Hinterfirmiansreut, Alpe und Neuhäusl seelsorglich von der Pfarrei Mauth betreut. Die weite Entfernung zur Pfarrkirche war vor allem in den strengen, langen Wintermonaten mit größten Strapazen verbunden, oftmals waren wochenlang keine Gottesdienstbesuche möglich. Als die Mitterfirmiansreuter 1910 wegen eines starken Schneesturms nicht einmal die Christmette in Mauth besuchen konnten, keimte in der Abgeschiedenheit die Idee, eine Kirche aus dem Material zu bauen, das in reichen Mengen vorhanden war: aus Schnee. Anlässlich des 100. Jahrestages der bisher einzigen Errichtung einer Schneekirche im Bayerischen Wald im Jahre 1911, wird in Mitterfirmiansreut im kommenden Winter wieder eine Schneekirche gebaut. Sie soll bis zu 18 Meter hoch werden.

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