Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen

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Die Chocolaterie Amelie in Garmisch Partenkirchen

Der Blick durch das Fenster in die Pralinenproduktion - danach gibt es Pralinen zum Probieren
Der Blick durch das Fenster in die Pralinenproduktion – danach gibt es Pralinen zum Probieren
Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen: Daneben die Theke mit dem Verkauf der Schokolade
Daneben die Theke mit dem Verkauf der Schokolade
Ein kleiner Teil der Schokoladen-Kreationen in der Auslage
Ein kleiner Teil der Schokoladen-Kreationen in der Auslage

Zu Besuch in der Schokoladenmanufaktur in Garmisch Partenkirchen

Zu Besuch in der Chocolaterie mit Führung durch die Welt der Schokolade
Kennst du den Film „Chocolat – ein kleiner Biss genügt“? Liebst du auch diese besondere feinfühlige Stimmung? Wir haben diese beim Betreten der Chocolaterie in Garmisch Partenkirchen gespürt. In der Chocolaterie Amelie werden wir aus dem Familienurlaub Bayern entführt. Es geht hinein in eine andere Welt, die Welt der Schokolade. Franz Kässer hat sich hier mit viel Herzblut sein Schokoladenreich geschaffen. Sogar eine eigene Gapalade hat er erfunden und sich patentieren lasse. Es ist eine besondere Schokolade mit Alpenkräutern. Hier unsere Eindrücke vom Ausflugsziel mit Kindern. Du kannst natürlich auch ohne Kinder kommen.

Die Geschichte der Chocolaterie

So kam es zur Chocolaterie in Garmisch Partenkirchen
Der gelernte Konditormeister betrieb ein Bistro und eine Konditorei. Er bekam eine Fläche dazu, in der er Platz für etwas Neues hatte. Dort fing er an, nebenbei Schokolade handwerklich herzustellen. „In Frankreich gab es das zu dieser Zeit schon“, erzhält er. In Deutschland war er damit nach seinen Angaben der Pionier. Die Kunden goutierten das und die Schokolade entwickelte sich zum Hauptgeschäft. Bistro und Konditorei wurden geschlossen, die Chocolaterie eröffnet. Seit 2015 gibt es das schöne Geschäft mit Schauproduktion in Partenkirchen. Es ist auch ein Ausflugsziel mit Kindern in Bayern.

Führung durch die Schokoladenproduktion Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen

Voller Überzeugung nimmt uns Chocolatier Franz Kässer mit auf seine Reise zur Schokolade
Voller Überzeugung nimmt uns Chocolatier Franz Kässer mit auf seine Reise zur Schokolade
Wir trinken den Extrakt der Kakaobohne - so gab es die Schokolade ursprünglich, natürlich ohne Schokoladenbecher
Wir trinken den Extrakt der Kakaobohne – so gab es die Schokolade ursprünglich, natürlich ohne Schokoladenbecher

Jeden Freitag eine Führung durch die Schokoladenwelt
Immer am Freitag um 10 Uhr führt der Chef persönlich durch die Chocolaterie. Die meterlange Theke mit den verschiedenen Schokoladen-Kreationen mündet in eine Ecke mit den Zutaten der Schokoladenproduktion. Hier treffen sich am Freitag Interessierte für eine einstündige Führung. Wir sind diesen Freitag dabei und lauschen seinen Ausführungen. Zu allererst merken wir, dass Schokolade nicht gleich Schokolade ist. Je nach Anbauort der Kakaobohne unterscheidet sich der Grundgeschmack – ähnlich wie beim Wein.

Alles über Schokolade

So wurde Kakao früher genossen
Ursprünglich wurde der Kakao als Getränk gereicht. Dazu wurde eine Kakaobohne gestampft, mit Chili, Vanille und Wasser versetzt. Wie das wohl schmeckt? Wir dürfen das probieren, Franz Kässer reicht jedem Teilnehmer der Führung eine Kostprobe. Es schmeckt gar nicht nach Schokolade, wie wir es heute kennen. Für Kinder auch gar nicht genußvoll. „Papa, magst du meins?“ – lautet daher die Frage neben mir.

Welche Schokoladensorte gibt es?
Danach dürfen wir auch verschiedene Schokoladensorten probieren. Sie schmecken süß, aber zugleich anders als die gängige Schokolade aus dem Supermarkt. Wir erfahren, dass in einer 55%-igen Schokolade 55% Anteil einer Kakaobohne enthalten ist. Der Rest ist Zucker, Fett oder Sojalecithin. In weißer Schokolade ist übrigens gar kein Anteil der Kakaobohne enthalten, sondern nur Kakaobutter, Zucker und Milchpulver. Den Geschmack des Milchpulvers verbinden wir mit dem Geschmack von weißer Schokolade. „Genau genommen ist weiße Schokolade aber gar keine Schokolade“, weiß Franz Kässer.

Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen: Film über Schokolade

In einem Film und Dank der Erzählungen vom Chocolatier in Garmisch Partenkirchen erfahren wir praktisch alles rund um die Schokolade. Die Kakaobohne ist in einer Frucht am Baum. Die Reife der Kakaobohne dauert Monate. Sie wächst im feuchtwarmen Klima rund um den Äquator. Es gibt anspruchsvolle Sorten mit speziellen Geschmack, sie haben dafür weniger Ertrag. Demgegenüber stehen die „Wald- und Wiesensorten“. Wir dürfen für uns exotische Schokolade aus Kuba probieren und Mangaro Schokolade aus Madagaskar. Am Anfang schmeckt sie wie Schokolade, dann hat sie einen fruchtigen Nachgeschmack – ohne dass Chocolatier eine Frucht dazugeben muss. Der Geschmack liegt an der Sorte und über den unterschiedlichen Boden und die Höhenlage der Pflanze. Es grenzt an eine Wissenschaft, welche Sorte in welcher Kombination der Verarbeitung die beste Schokolade ergibt.

Selbst eine Schokolade verzieren
Nach soviel Erklärung und Probieren dürfen alle selbst als Hobby Chocolatier die eigene Schokolade machen. Mit dem Zugspitzkreuz aus Zartbitterschokolade im Rücken sucht sich jeder seine Verzierung für den Schokoladen-Lolli aus.

Wie werden Pralinen hergestellt?

Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen: Die Gapalade - eine Schokolade mit Alpenkräutern, erfunden vom Chocolatier in Garmisch Partenkirchen
Die Gapalade – eine Schokolade mit Alpenkräutern, erfunden vom Chocolatier in Garmisch Partenkirchen
Das macht den Kindern Spaß: Selbst eine Schokolade machen und die Verzierung aussuchen.
Das macht den Kindern Spaß: Selbst eine Schokolade machen und die Verzierung aussuchen.
Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen - Nach der Führung durch die Chocolaterie darf jeder seine selbst gemachte Schokolade mitnehmen
Nach der Führung durch die Chocolaterie darf jeder seine selbst gemachte Schokolade mitnehmen

Die Pralinenherstellung in Bayern zum Anschauen
Danach beobachten wir im Familienurlaub Deutschland, wie Pralinen hergestellt werden. Hinter Glas finden wir drei Schokoladenbrunnen, wo Zartbitter, Vollmilch und weiße Schokolade endlos fließen. Aus ihnen werden Hohlformen gegossen und in diese nach Abkühlung die Füllungen eingebracht. Wir schauen den Nougatpralinen bei der Entstehung zu und probieren sie danach gleich.

Erfindungen der Chocolaterie in Garmisch Partenkirchen
Zum Schluß zeigt der Chocolatier seine „Gapalade“. Dazu werden die Kräuter der Alpen als Geschmaksstoff zur Vollmilch- oder Zartbitterschokolade dazugegeben. Für die Optik sind die Kräuter auch zu sehen. Selbt eine Praline gibt es auf dieser Basis, die „Gapaline“.
Und dann gibt es noch die „Alpenglühen“ Schokolade, hier kommt zur Schokolade die Kombination mit Kirsche und Krokant zum Tragen.

Bewertung Chocolaterie Amelie Garmisch Partenkirchen

Unser Fazit
Es war ein toller Ausflug! Die Kinder fanden es kurzweilig und wir Erwahsenen haben wieder was gelernt. Ideal für einen Tag, an dem die Sonne mal nicht scheint. Vom Familienhotel Leiner ist es nicht weit, kann man als ausgedehnten Spaziergang (ca. 30 Minuten einfach) samt Kinderwagen gut machen.

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