Höllbachtal

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Hölle Regensburg - die Felsblöcke im Naturschutzgebiet Höllbachtal
Hölle Regensburg – die Felsblöcke im Naturschutzgebiet Höllbachtal
So kommst du hinein ins Naturschutzgebiet Hölle
So kommst du hinein ins Naturschutzgebiet Hölle
Höllbachtal Wanderung - wildromantische leichte Wanderung durch die Bachlandschaft
Höllbachtal Wanderung – wildromantische leichte Wanderung durch die Bachlandschaft
Denk an gute Wanderschuhe für den Waldweg - diese VIKING Wanderschuhe waren perfekt für uns
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Das Höllbachtal

Das Höllbachtal ist ein wildromantischer Fleck in Bayern. Das versteckte Tal liegt in der südlichen Oberpfalz, wenige Kilometer von Regensburg entfernt. Die Einheimischen lieben das waldreiche Tal, das von zahlreichen Felsen gesäumt ist. Mittendrin ist das sogenannte Naturschutzgebiet Hölle. Die Hölle ist eine Ansammlung großer Felsblöcke. Sie säumen den Bach im Höllbachtal. Hier sind die Granitblöcke besonders attraktiv und spannend für Kinder. Sie lassen sich erklettern und man kann sich sehr gut verstecken. Es ist ein wunderschöner Ort. Die Hölle erstreckt sich entlang eines etwa 600 Meter langen Abschnitts des Höllbachtales. Zu der felsigen Landschaft gehört auch Wasser: Der Höllbach ist einer der Abschnitte des Flusses Wiesent. Wir haben das Höllbachtal mit Kindern besucht – und zeigen dir dieses besondere Stück Natur anhand unserer Erlebnisse. Zuerst verraten wir dir noch alles Wissenswerte über das Höllbachtal, danach folgt die Wanderbeschreibung. Natürlich verraten wir dir auch, wo du gut parken kannst.

Wissenswert über die Hölle im Bayerischen Wald

Das Naturschutzgebiet Hölle wurde erstmals 1950 durch eine Verordnung ausgewiesen. Es liegt innerhalb des größeren FFH-Gebiets DE-6939-302 Bachtäler im Falkensteiner Vorwald und ist somit Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Die Hölle befindet sich etwa vier Kilometer südwestlich von Falkenstein zwischen den Ortschaften Brennberg und Rettenbach im Falkensteiner Vorwald. Großteils gehört das Gebiet zur Gemeinde Rettenbach im Landkreis Cham, während ein kleiner Teil von etwas über zwei Hektar zur Gemeinde Brennberg im Landkreis Regensburg gehört. Der Teil des Naturschutzgebiets im Landkreis Cham gehört auch zum Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Das Höllbachtal ist ein felsiges Tal im Falkensteiner Vorwald, das sich über eine Fläche von etwa 18 Hektar erstreckt. Es ist geprägt von zahlreichen übereinander gestapelten großen Gneis- und Granitblöcken, die während der letzten Eiszeit aus dem Grundgebirge herausgelöst und zu einem Blockmeer verwittert sind. An dieser Stelle tritt das Gestein in einer beeindruckenden Form der Wollsackverwitterung auf und ist größtenteils von Moosen bedeckt.

Der Teil des Blockmeers entlang des Höllbachs, der etwa 7000 Quadratmeter umfasst, ist als Geotop gelistet. Der Bach, der später Wiesent genannt wird, fließt durch das Tal und wird von mehreren kleineren Quellbächen bei Wiesenfelden gespeist. Er schlängelt sich zunächst sanft und trägt die Namen „Rossbach“ und „Arracher Bach“. Dann erreicht er das obere Ende des Tales bei Rettenbach/Postfelden und wird fortan Höllbach genannt. Als wilder Gebirgsbach fließt er nun in zahlreichen Armen durch die Felsenlandschaft und stürzt in kleinen Wasserfällen und Kaskaden unter den massiven Granitblöcken hindurch. Im westlichen Teil des Naturschutzgebiets mündet von rechts der Ruderszeller Bach, der gleichzeitig die Grenze zwischen den Gemeinden und Landkreisen bildet, in den Höllbach. Der Bach fließt weiter vorbei an Dosmühle und südlich von Brennberg bis er schließlich in die Donau bei Wörth mündet.

Der Baumbestand im Naturschutzgebiet besteht hauptsächlich aus widerstandsfähigen Lindenwäldern, die den Eisgang und Hochwasser besser standhalten können als Fichten und Buchen. Das kühle und feuchte Klima des schattigen Tals ermöglicht das Überleben vieler schützenswerter Tier- und Pflanzenarten. Obwohl oberhalb des Naturschgebietes ein Teil des Wassers zur Stromgewinnung gestaut oder abgezweigt wird und an manchen Tagen, insbesondere im Sommer, nur ein schmales Rinnsal zu sehen ist, sind dennoch viele bedeutende Lebensräume erhalten geblieben, die typisch für die Bachtäler des Falkensteiner Vorwaldes sind. Das Tal wurde weitgehend in seinem natürlichen Zustand belassen, und absterbende Bäume sowie Totholz werden nicht entfernt.

Das Naturschutzgebiet Hölle ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler. Ein Rundwanderweg führt entlang der natürlichen Geländeverläufe und ermöglicht es den Besuchern, die Schönheit der Umgebung zu erkunden. Die malerische Landschaft, die felsigen Formationen und die tosenden Wasserfälle bieten ein beeindruckendes Panorama und laden dazu ein, die Natur in ihrer unberührten Pracht zu genießen.

Das Höllbachtal ist nicht nur ein Ort von besonderem ökologischem Wert, sondern auch ein Ort der Ruhe und Erholung, an dem Besucher die Hektik des Alltags hinter sich lassen können. Die Kombination aus beeindruckender Geologie, vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt und der Möglichkeit, die Natur aktiv zu erkunden, macht das Naturschutzgebiet Hölle zu einem einzigartigen und wertvollen Juwel in der südlichen Oberpfalz Bayerns.

Insgesamt ist das Höllbachtal ein Ort, der es verdient, geschützt und bewahrt zu werden. Es ist ein Ort, an dem Menschen die Schönheit der Natur hautnah erleben können und gleichzeitig ein Bewusstsein für den Schutz und die Erhaltung unserer natürlichen Umwelt entwickeln können. Das Naturschutzgebiet Hölle bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Wunder der Natur zu entdecken und zu schätzen.

Höllbachtal: Karte und Tourdaten

Für einen bessern Überblick habe ich dir hier die Rundwanderung Höllbachtal in die Karte eingezeichnet. Außerdem sind hier die Tourdaten zur Wanderung Höllbachtal:

Höhenmeterca. 90 hm bergab und dann wieder 90 hm bergauf
Streckenlänge4,3 km
Schwierigkeitleicht bis mittelschwer
KinderwagentauglichNein. Der Weg verläuft teilweise im Wald auf einem Wandersteig durch die Felsen. Stellenweise geht es über Steine und Wurzeln.

Höllbachtal Wanderung

Höllbachtal Wanderung - der Zugang Richtung Hölle
Höllbachtal Wanderung – der Zugang Richtung Hölle
Höllbachtal Regensburg
Wanderung Höllbachtal - durch die Felsen der Hölle
Wanderung Höllbachtal – durch die Felsen der Hölle
Wanderung Höllbachtal - die schönste Ecke
Wanderung Höllbachtal – die schönste Ecke

Nachdem das Höllbachtal keine tiefe Felsenschlucht ist, sondern eine leicht zugängliche Waldlandschaft, gibt es zahlreiche Wanderwege und Möglichkeiten für Rundwanderungen. Längere Wanderungen mit mehr als 10 Kilometer starten in Brennberg oder Falkenstein. Wir entscheiden uns für die wohl kürzeste Rundwanderung: Sie ist rund 4 Kilometer lang und damit perfekt als Wanderung mit Kindern. Gleichzeitig kommen wir zum landschaftlichen Höhepunkt im Höllbachtal, der Hölle mit den Felsen. Die kurze Rundwanderung im Höllbachtal bietet eine wunderbare Gelegenheit, die Schönheit der Umgebung und die faszinierende Natur der Hölle zu entdecken. Der Wanderweg beginnt am Wanderparkplatz Höllbachtal in Postfelden. Die genaue Beschreibung zur Parkplatz findest du unten im Text bei den häufigsten Fragen.

Vom Parkplatz (kostenlos) ist der Rundwanderweg Hölle beschildert. Wir folgen der Beschilderung über ein kurzes Stück entlang einer wenig befahrenen schmalen Teerstraße. Bald zweigt rechts der breite Forstweg ab. Er führt uns durch Wiesen und Felder, die typische Oberpfälzer Landschaft. Nun erreichen wir das markante Holzschild, das uns den Weg zur Hölle weist. Auf einem schmalen Wandersteig wandern wir extrem schön am Bach entlang. Wir kommen in den Wald hinein – was an heißen Sommertagen besonders angenehm ist.

Der Bach schlängelt sich durch den Wald, der Wandersteig begleitet ihn. Es gibt ganz viele Möglichkeiten am Bach zu sitzen. Du kannst deine Füße ins Wasser strecken. Die Kinder können im seichten Wasser plantschen oder an den Felsen spielen. Halte dich aber nicht zu lange auf – es kommt noch besser! Rund 1 Kilometer ab dem Wanderparkplatz stehen wir in einer wildromantischen Felsenlandschaft – der Hölle. Am Wandersteig sind richtig große Felsen. Sie erinnern uns an das Felsenlabyrinth Luisenburg.

Auf der anderen Seite vom Wandersteig plätscher der Bach über kleine und großen Felsen. Was für eine tolle Landschaft. Hier machen wir eine Pause. Es läßt sich wunderbar auf den großen Steinen sitzen. Für die Kinder sind die Steine ein atemberaubender Naturspielplatz. Sie springen von Stein zu Stein, klettern hinauf und hinunter. Auch hier läßt es am Wasser sitzen und die Füße hinein halten.

Nach einer ausgiebigen Pauser machen wir uns auf und wandern den restlichen Rundweg. Wir verlassen die Felsenlandschaft. Der Weg führt durch abwechslungsreiche Landschaften und bietet sowohl leichte Anstiege als auch Abstiege. Während der Wanderung kannst du die natürliche Schönheit des Höllbachtals genießen. Zahlreiche Brücken liegen auf dem Weg, was für Kinder spannend ist. Besonders die letzte Brücke auf der Rundwanderung ist toll. Sie ist die größte Brücke auf der Höllbachtalbrücke – an einem wildromantischen Fleck. Danach geht es noch ein Stück am Flußlauf entlang, bevor der Wanderweg nach aus dem Tal heraus und zum Parkplatz führt.

Nach rund 4 Kilometern kommen wir wieder am Parkplatz an. Es ist eine wunderbare kleine Wanderung. Technisch nicht besonders anspruchsvoll und gleichzeitig landschaftlich reizwoll. Die Hölle ist etwa auf halber Wegstrecke das Highlight der Tour. Während der Wanderung gibt es insgesamt einen Anstieg von rund 150 Metern. Diese Höhenunterschiede verleihen der Wanderung ein gewisses Maß an Abwechslung . Du hast verschiedene Ausblicke auf das Tal und die umliegende Landschaft. Die kurze Rundwanderung im Höllbachtal ist eine großartige Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben und gleichzeitig eine angenehme Wanderung in einer malerischen Umgebung zu unternehmen. Sie ist perfekt für Familien mit kleinen Kindern, die selbst wandern können. Es ist keine Wanderung mit Kinderwagen.

Höllbachtal ist nicht Höllentalklamm

Achtung verwechsle das Höllbachtal nicht mit der Höllentalklamm! Das Höllbachtal und die Höllentalklamm sind zwei unterschiedliche geografische Formationen, die sich in verschiedenen Regionen befinden. Hier sind die Hauptunterschiede zwischen ihnen:

  1. Lage: Das Höllbachtal befindet sich in der südlichen Oberpfalz in Bayern, genauer gesagt im Falkensteiner Vorwald. Es ist ein Naturschutzgebiet mit einem Bachlauf und beeindruckenden Granitblöcken. Die Höllentalklamm hingegen liegt in den bayerischen Alpen, genauer gesagt in der Zugspitzregion nahe Garmisch-Partenkirchen. Sie ist eine enge Schlucht entlang des Höllentalkessels und wird von einem wilden Gebirgsbach durchflossen.
  2. Landschaft: Das Höllbachtal zeichnet sich durch seine felsige Umgebung mit Granitblöcken und einem malerischen Bachlauf aus. Es bietet eine natürliche und weitgehend unberührte Landschaft. Die Höllentalklamm hingegen ist eine enge Schlucht mit steilen Felswänden, durch die der Gebirgsbach stürzt. Die Klamm ist bekannt für ihre dramatische und beeindruckende Felsformationen.
  3. Größe und Länge: Das Höllbachtal erstreckt sich über einen rund 600 Meter langen Abschnitt des Höllbachs. Es ist ein vergleichsweise kleineres Naturschutzgebiet. Die Höllentalklamm hingegen ist etwa 3,5 Kilometer lang und bietet einen längeren Wanderweg entlang der Schlucht.
  4. Bekanntheit und Tourismus: Das Höllbachtal ist eher lokal bekannt und wird von Wanderern und Naturliebhabern besucht. Es ist ein beliebtes Ziel für kurze Rundwanderungen und bietet eine ruhige und unberührte Umgebung. Die Höllentalklamm hingegen ist eine der bekanntesten und beliebtesten Schluchten der bayerischen Alpen. Sie zieht jährlich Tausende von Besuchern an, die die beeindruckende Landschaft und die spektakulären Wasserfälle erkunden möchten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Höllbachtal ein Naturschutzgebiet in der Oberpfalz ist, während die Höllentalklamm eine spektakuläre Schlucht in den bayerischen Alpen darstellt. Beide bieten einzigartige Naturerlebnisse, aber in unterschiedlichen geografischen Regionen und mit verschiedenen Landschaftsmerkmalen.
–> Höllentalklamm

Häufige Fragen

Wo genau liegt das Höllbachtal bei Regensburg?

Das Höllbachtal befindet sich in der südlichen Oberpfalz in Bayern, in der Nähe von Regensburg. Es liegt etwa vier Kilometer südwestlich von Falkenstein zwischen den Ortschaften Brennberg und Rettenbach im Falkensteiner Vorwald. Großteils gehört das Gebiet zur Gemeinde Rettenbach im Landkreis Cham, während ein kleiner Teil von etwas über zwei Hektar zur Gemeinde Brennberg im Landkreis Regensburg gehört.

Wo parken für Wanderung zur Hölle?

Für die Höllbachtal Wanderung zur Hölle im Höllbachtal empfiehlt es sich, den Wanderparkplatz Hölle bei Postfelden in der Nähe des Stausees Postfelden zu nutzen. Die genaue Adresse für die Anfahrt zum Parkplatz Höllbachtal lautet Postfelden 33, 93191 Rettenbach.
Von diesem Parkplatz aus kann man bequem starten und den gut ausgeschilderten Wanderweg ins Höllbachtal nehmen. Der Wanderparkplatz Hölle bei Postfelden bietet eine gute Ausgangslage für eine Erkundungstour durch das Naturschutzgebiet. Von dort aus kann man den Rundwanderweg oder andere Routen wählen, um die beeindruckende Landschaft, die Granitblöcke und Bach zu erleben. Hier der Link zur Google Karte.

Welche Besonderheiten bietet das Höllbachtal?

Das Höllbachtal ist ein Naturschutzgebiet mit einer faszinierenden Landschaft und einer Vielzahl von Besonderheiten. Die Gegend ist geprägt von einem etwa 18 Hektar großen Felsental des Falkensteiner Vorwaldes, das von übereinander gestapelten Gneis- und Granitblöcken durchzogen ist. Diese beeindruckenden Formationen entstanden während der letzten Eiszeit und zeigen eine besondere Form der Wollsackverwitterung. Das Tal wird vom Höllbach durchzogen, einem wilden Gebirgsbach, der in kleinen Wasserfällen und Kaskaden unter den Granitblöcken hervorbricht.

Ist das Höllbachtal für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, das Höllbachtal eignet sich auch gut für Familien mit Kindern. Die beeindruckende Landschaft und die Möglichkeit, über die großen Granitblöcke zu klettern, machen das Tal zu einem spannenden Abenteuerspielplatz für Kinder. Es ist jedoch wichtig, dass Kinder dabei stets beaufsichtigt werden, da einige Bereiche rutschig oder uneben sein können.

Welche Ausflugsziele lohnen sich in der Umgebung?

Wenige Kilometer vom Höllbachtal ist der Schlosspark Falkenstein – samt Felsenlabyrinth. Sehr schön finden wir auch das Altmühltal. Wir waren schon öfter dort mit den Kindern unterwegs. Lies hier unsere besten Erlebnisse und was sich im Altmühltal mit Kindern besonders lohnt – von Höhlen, Burgen und mehr. Beeindruckend ist in dieser Ecke von Bayern der Donaudurchbruch.

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