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Granattor Millstätter Alm

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Unsere Granattor Wanderung im Spätherbst - mit dem ersten Schnee am Gipfel
Unsere Granattor Wanderung im Spätherbst – mit dem ersten Schnee am Gipfel

Das Granattor am Millstätter See

Die Granattot Wanderung oberhalb des Millstätter Sees ist schon sehr besonders. Sie ist eine der schönsten Gipfelwanderungen, die wir mit unseren Kindern bisher gemacht haben. Mehrere Dinge sprechen für die Granattor Wanderung. Hier die 3 Gründe, warum du die Granattor Wanderung mit Kindern machen solltest:
1) Der Weg an sich ist aufgrund der Höhenmeter sehr gut zum Wandern mit Kindern.
2) Auf der Wanderung lassen sich ganz nebenbei Granat-Steine sammeln (der Hit für Kinder!).
3) Das Wanderziel ist ein besonderes Gipfelkreuz mit einem einzigartigen Panorama.

Hoch oben auf der Millstätter Alm steht ein riesiges Tor aus Metall, gefüllt mit Granatsteinen. Diese Halbedelsteine kannst du auf dieser Wanderung überall entdecken. Meistens sind sie noch eingeschlossen in größere Steine und sehen auch aus, wie kleine rostige „Pickel“. Aus brüchigen Steinen kannst du sie daheim gut herausklopfen, manche Granatsteine liegen aber auch so einfach auf dem Weg. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, macht die Suche nach den Steinen die Wanderung sehr kurzweilig und spannend. So merken sie die 450 Höhenmeter gar nicht.

Hier zeige ich dir, wie wir die Wanderung zum Granattor gemacht haben. Wir waren mittlerweile schon zwei Mal im Spätherbst hier oben – einmal komplett schneefrei, das andere Mal mit ein paar Zentimeter Schnee am Gipfel. Die Bilder hier stammen aus beiden Touren – so siehst du die unterschiedlichen Stimmungen. Beide Male war die Färbung der Lärchen hier oben berauschend schön. Ende Oktober und Anfang November ist die Lärchenfärbung am beeindruckendsten. Dann sind die Lärchen richtig goldgelb gefärbt, schau hier:

Die einmalig schöne Färbung der Lärchen auf der Granattor Wanderung
Die einmalig schöne Färbung der Lärchen auf der Granattor Wanderung

Auf der Millstätter Alpe zum Granattor wandern

Das Granattor liegt auf 2055 Meter, Millstatt auf 611 Meter. Du könntest die kompletten Höhenmeter wandern. Ein Wandersteig führt von Millstatt über den Schluchtweg hinauf auf die Millstätter Alm. Aufgrund der vielen Höhenmeter ist das aber definitiv keine Wanderung mit Kindern. Deswegen nutzen wir die Zufahrt auf die Millstätter Alpe. Das ist ist nicht überall in Österreich möglich, mit dem Auto auf die Alm fahren zu können. Hier geht das und wir machen das sehr gerne, um die Wanderung familientauglich zu gehen. So geht die Anfahrt: Mit dem Auto fahren wir von unserem Familienhotel in Millstatt nach Obermillstatt und dann auf der Mautstraße zum Parkplatz bei der Lammersdorfer Hütte. Rund 1000 Meter oberhalb vom Millstättter See haben wir auf 1644 Metern nicht nur den Parkplatz erreicht, sondern auch einen wunderschönen Aussichtspunkt. Jetzt Ende Oktober sind die Lärchen schön gelb gefärbt. Und unten sehen wir sogar den See. Für deine einfache Anreise, das ist der Link zur Google Karte – und so ist die Aussicht hier oben:

Das ist die Aussicht beim Parkplatz auf der Lammersdorfer Hütte, Millstätter Alpe
Das ist die Aussicht beim Parkplatz auf der Lammersdorfer Hütte, Millstätter Alpe
Die urige Lammersdorfer Hütte auf der Millstätter Alpe
Die urige Lammersdorfer Hütte auf der Millstätter Alpe
Oberhalb der Lammersdorfer Hütte folgen wir den Schildern zum Wanderweg in Richtung Granattor
Oberhalb der Lammersdorfer Hütte folgen wir den Schildern zum Wanderweg in Richtung Granattor

Lammersdorfer Hütte wandern

Die Mautstraße endet direkt am großen Parkplatz bei der Lammersdorfer Hütte. Die Lammersdorfer Hütte hat bis Ende Oktober geöffnet. Und so sitzen auch heute schon die ersten Gäste auf der noch warmen Sonnenterrasse. Wir wollen lieber hinauf auf den Gipfel und hatten ohnehin erst ein super Frühstück im Familienhotel. So starten wir gleich unsere Wanderung und folgen immer der Beschilderung zum Granattor.

Ab der Lammersdorfer Hütte stehen die Wanderschilder. Du kannst dich nicht verirren. Zwischenziele auf dem Weg zum Granattor sind das Lammersdorfer Kreuz (das auch als Lammersdorfer Berg auf den Wanderschildern angeschrieben wird) und oberhalb davon das Stoana Mandl, ein großes Steinmännchen auf einem Gipfel. Über die herbstlichen Almwiesen und durch die leuchtend gelben Lärchen hindurch wandern wir hinauf. Der Weg folgt entweder einem breiten Almweg oder über die beschilderten „Abkürzungen“ quer über die Wiesen.

Nachdem wir von der Lammersdorfer Hütte etwa eine dreiviertel Stunde gewandert sind, erreichen wir das Lammersdorfer Almkreuz. Für Familien mit kleinen Kindern kann auch hier schon das Ziel sein. Die Aussicht ist auch schon ziemlich schön. Du siehst weit über den Millstätter See bis hinüber zu den mächtigen Karawanken. Wir machen nur eine kleine Trinkpause, dann geht es für uns weiter.

Auf der Millstätter Alpe wandern wir mit Kindern oberhalb der Lammersdorfer Hütte
Auf der Millstätter Alpe wandern wir mit Kindern oberhalb der Lammersdorfer Hütte
Mit toller Herbstfärbung Richtung Granattor wandern mit Kindern
Mit toller Herbstfärbung Richtung Granattor wandern
Oberhalb der Lammersdorfer Hütte: So schön ist im Herbst die Aussicht am Lammersdorfer Kreuz
Oberhalb der Lammersdorfer Hütte: So schön ist im Herbst die Aussicht am Lammersdorfer Kreuz

Vom Lammersdorfer Almkreuz zum Stoana Mandl wandern

Kurz nach dem Almkreuz am Lammersdorfer Berg geht es auf einem breiten Fahrweg weiter. Jetzt kommen wir auch langsam zum Schnee. Gestern hat es unten im Tal geregnet. Hier oben auf ca. 1800 Meter ist der Niederschlag in Form von Schneeflocken gefallen und somit liegt nun ein bißchen Schnee. Das ist aber nicht so schlimm, es sind schon ein paar Leute vor uns gewandert und haben den Schnee flach getreten. Wir waren vor 3 Jahren im November schon mal hier, da war der Gipfel schneefrei und wir haben dann von hier aus bis zum Gipfel die meisten Granatsteine gefunden. Jetzt sind sie von der Schneedecke versteckt. Doch ab und zu finden wir trotzdem welche. So schauen die Granatsteine aus:

Diese Granatsteine sind schon an der Oberfläche zu sehen, meist sind sind als "Hügel" im Stein verborgen
Diese Granatsteine sind schon an der Oberfläche zu sehen, meist sind sind als „Hügel“ im Stein verborgen

Du kannst die kleinen rotfarbigen Granatsteine oft auch einzeln am Wanderweg liegen sehen. Unscheinbar liegen sie mitten in den vielen Steinen. Achte mal darauf. Unser Junior formt heute aber lieber Schneebälle, als sich auf Schatzsuche zu begeben. Gut dass wir Handschuhe mitgenommen haben! Denk vielleicht auch daran, wenn du im Herbst hier oben wandern willst. Der breite Weg führt uns nun in einem weiten Bogen um den Berg herum und wir nähern uns dem ersten Gipfel daher von hinten. Schon von weitem sehen wir das Stoana Mandl, den großen Steinhaufen, der diesen Gipfel ziert. Von hier haben wir wirklich ein fantastisches Panorama in unserem Familienurlaub am Millstätter See.

Am Stoana Mandl - das große Steinmandl auf dem Berg, von hier ist es nicht mehr weit zum Granattor
Am Stoana Mandl – das große Steinmandl auf dem Berg, von hier ist es nicht mehr weit zum Granattor
Auf dem Weg zum Granattor am Millstätter See in Kärnten
Auf dem Weg zum Granattor am Millstätter See in Kärnten
Und so sieht drei Jahre später der Weg zum Granattor im Schnee aus
Und so sieht drei Jahre später der Weg zum Granattor im Schnee aus

Zum Granattor Millstatt wandern

So, die meisten Höhenmeter haben wir geschafft. Vom Stoana Mandl ist es nun nicht mehr weit bis zum Granattor. Es geht noch etwa 10 Minuten leicht bergab und bergauf über den Höhenrücken der Millstätter Alm. Und dann stehen wir da und genießen den Blick. Wir sind oben beim Gipfelziel angekommen. Das Tor wurde 2009 errichtet und soll den Granatreichtum zeigen. Im Tor ist auch etwas über die Geschichte und die Bedeutung der Granatsteine zu lesen. Durch das Tor hindurch hast du das Gefühl durch ein Fenster in die Landschaft zu schauen. Für mich persönlich ein wunderbarer Ort! Egal ob Kinder oder Erwachsene, alle sind beeindruckt und würden gerne länger hier bleiben. Leider ist es heute dafür ein wenig zu kalt.

Hier mein Film von vor 3 Jahren am Granattor:

Wunderbare Almwanderung in Kärnten

Das bekannteste "Gipfelkreuz" am Millstätter See: Das Granattor auf der Millstätter Alpe
Das bekannteste „Gipfelkreuz“ am Millstätter See: Das Granattor auf der Millstätter Alpe
Der Blick vom Granator auf den Millstätter See und die Berge der Region
Der Blick vom Granator auf den Millstätter See und die Berge der Region
So ist der Ausblick am Granattor mit dem Schnee - zu den Karawanken und Richtung Hohe Tauern
So ist der Ausblick mit dem Schnee – zu den Karawanken und Richtung Hohe Tauern

Nach unserem leider kurzen Aufenthalt am Granattor wandern wir auf dem gleichen Weg wieder hinunter. Das ist ebenfalls schön, weil wir nun das Panorama auf den See vor uns haben. Runter geht’s natürlich immer schneller und so sind wir schon bald wieder am Parkplatz bei der Lammersdorfer Hütte. Insgesamt waren wir etwa 2 1/2 Stunden unterwegs. Ja nach Alter und Kondition der Kinder dauert es etwas länger.

Daten & Fakten Granattor Wanderung

  • ca. 450 Höhenmeter bergauf und bergab
  • rund 8 Kilometer Wegstrecke insgesamt
  • ab 2,5 Stunden Gehzeit, plane besser mit 3 Stunden
  • Start und Ziel beim Parkplatz Lammersdorfer Hütte
  • technisch leichte Wanderung
  • Besonderheiten: Granatsteine entlang des Wegs, Granattor Gipfelkreuz

Das möchten wir noch loswerden

Die Granattor Wanderung ist ein Traum! Es ist eine technisch leichte Wanderung mit Kindern. Dank der Granatsteine kannst du auch wanderfaule Kinder sehr leicht motivieren. Auch beim zweiten Mal, hat uns die Wanderung zum Granattor super gefallen. Sie zählt zu den schönsten Wanderungen mit Kindern am Millstätter See, die du hier unternehmen kannst. Außerdem ist es die Möglichkeit, einen Zweitausender mit Kindern zu wandern. Er ist einer der schönsten Gipfel in Österreich, auf den du leicht wandern mit Kindern kannst. Durch die Auffahrt mit dem Auto, kannst du die Wanderung gut abkürzen. Vom Millstätter See aus wäre der Weg definitiv zu weit. Aber schau dir vielleicht auch mal so den Schluchtweg an. Das ist eine tolle Wanderung für den nächsten Tag. Dort kommst du zu einem tollen Wasserfall. Zurück zum Granattor: Das Sammeln und Suchen nach den Granatsteinen ist auf jeden Fall spannend und das Granattor einfach ein ganz besondere Platz! Wenn du mehr über die Halbedelsteine erfahren willst, kannst du auch das Granatium in Radentheim besuchen.

Wir waren ja schon öfter am Millstätter See mit Kindern und haben viele tolle Erlebnisse gehabt. Du kannst sie lesen und bei deiner Urlaubsplanung von unserem Wissen profizieren. Wenn du gerne wanderst, klick unbedingt auf die Wandertipps für den Millstätter See – plus unsere Ideen für Familienwanderungen in Kärnten:

Familienhotel Millstätter See

Beim Übernachten haben wir auch unsere Erfahrungen gemacht. Wir haben sehr viele Familienhotels in Kärnten besucht. Besonders herzlich und angenehm ist uns die Post am Millstätter See in Erinnerung. Peter macht das einfach so herzlich und angenehm, dass man alleine schon wegen ihm hierher fahren kann. Aber auch das Angebot im Familienhotel selbst ist ein Hit. Es gibt ein wirklich tolles Kinderprogramm, angenehme Familienzimmer und die perfekte österreichische Küche. Hausherr Peter lebt die Tradition seiner Familie fort, auch als Fischer! Einmal pro Woche rudert er mit allen interessierten Familien über den Millstätter See zum Fischen. Wir waren dabei, ein Wahnsinnserlebnis… Genug gelobt, verschaff dir selbst einen Eindruck: Hier findest du alles über unsere Eindrücke im Familienurlaub im Familienhotel am Millstätter See – unser Hoteltipp zum Übernachten mit Kindern:

und das ist der direkte Link für die aktuellen Angebote auf der

Familienhotel Millstätter See - Das Kinderhotel Post mit der herrschaftlichen Fassade
Familienhotel Millstätter See – Das Kinderhotel Post mit der herrschaftlichen Fassade

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