
Bled
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Bled mit Kindern
Bled gilt als einer der schönsten Orte Sloweniens und ist ein tolles Reiseziel für Familien. Der kleine Ort liegt am Rand der Bergen der Julischen Alpen. Bekannt ist Bled vor allem durch seinen smaragdgrünen Gletschersee – den Bleder See. In seiner Mitte liegt die berühmte Insel mit der Wallfahrtskirche. Neben der malerischen Kulisse hat die Region aber auch sonst einiges zu bieten und ist ein hervorragender Ausgangspunkt für spannende Ausflüge in die nähere Umgebung.
📌 Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten am Bleder See
- Bleder See – Baden, Pletna-Boot fahren, Rundweg um den See
- Bleder Insel – Kirche, Glockenturm, Museum und die traditionelle Potica probieren
- Aussichtspunkte – Wandern zu den Aussichtspunkten Mala Osojnica und Velika Osojnica oder Ojstrica
- Bleder-Creme-Schnitte im Kavarna Park Café genießen
- Vintgar-Klamm – spektakuläre Schluchtwanderung mit Holzstegen, Rätsel- und Spielstationen für Kinder
- Pokljuka-Schlucht – weniger bekannte, wilde und spannende Felsenschlucht mit Höhle und spektakulärem Weg
- Übernachten im Rikli Balance Hotel – familienfreundliches Hotel mit Thermalpools, Wasserrutsche, tollem Frühstück und Blick auf den See
Bled mit Kindern erleben
Wir waren ein paar Tage mit unseren Kindern im Familienurlaub am Bleder See unterwegs und haben die Zeit dort sehr genossen. Zwar sind der Bleder See und die Region sehr touristisch. Gerade in den Sommermonaten sind hier wirklich sehr viele Menschen unterwegs. Aber das hat seinen Grund: Der See mit seiner tollen Lage und der schönen Farbe ist ein lohnenswertes Ziel. Wir haben hier einige schöne Ausflüge gemacht. Natürlich haben wir ausführlich den See erkundet. Wir sind einmal um den See und haben die schönsten Ecken des Sees entdeckt. Mit einem traditionellen Pletna-Boot sind wir zur Insel im See gefahren und haben dort nicht nur die Wunschglocke geläutet, sondern auch ein slowenisches Festtagsgebäck – die Potica – probiert.
Bei einer kleinen Wanderung sind wir zu den herrlichen Aussichtspunkten westlich des Sees gelangt. Und dann haben wir noch die berühmte Bleder-Creme-Schnitte gekostet. Richtig spannend und abenteuerlich waren unsere Wanderungen durch die bekannte Vintgar-Klamm und die fast noch geheime Pokljuka-Schlucht. Übernachtet haben wir in Bled im Rikli Balance Hotel, einem sehr schönen 4-Sterne-Hotel direkt am See und mit einer schönen Poollandschaft. Perfekt für einen Familienurlaub in Slowenien. Wir haben in der kurzen Zeit richtig viel erlebt und gesehen. Viel Spaß beim Lesen!
Der Bleder See




Er ist der bekannteste See in Slowenien und auch eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes – der Bleder See. Der See liegt wirklich wunderschön am Rande des Triglav-Nationalparks und mit den hohen Karawanken im Norden als Kulisse. Das intensive Blau des Sees, das je nach Lichteinfall ins Türkise übergeht, bildet dazu einen tollen Kontrast. Außerdem liegt im See die einzige Insel Sloweniens. Auf ihr steht die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt und der freistehende Glockenturm daneben. Hier wird ein traditionelles Festtagsgebäck der Slowenen gebacken – die Potica. Der Bleder See wird teilweise von Thermalquellen gespeist. So wird er im Sommer angenehm warm und man kann im See baden. Eine weitere Attraktion am See sind die Pletna. Mit diesen Holzbooten kann man sich zur Insel rudern lassen – allein der Anblick der vielen Boote auf dem See ist schon sehenswert. Schau, was wir alles am See gemacht haben.
Bled mit Kindern: Seerundweg
Um den See zu erkunden, bietet sich der Seerundweg an. Der verläuft fast immer am Ufer entlang und so hat man immer wunderbare Ausblicke. Der Rundweg ist ziemlich genau 6 Kilometer lang. Wir haben uns entschlossen, die Räder zu nehmen. Dann muss man ab und zu absteigen bzw. ein wenig außen herum fahren, denn einige Abschnitte sind Fußgängerzonen. Einen Abschnitt des Seerundweges sind wir ganz zu Fuß gegangen und haben die Räder stehen lassen. Denn hier ganz am Westufer – vor der Bucht Velika Zaka – verläuft ein 200 Meter langer Holzsteg direkt über dem Wasser. Dieser Abschnitt hat uns richtig gut gefallen. Abkürzen mit dem Boot oder mit dem Bus kann man nicht wirklich. Aber da man den Weg gut in mehrere Abschnitte unterteilen kann, schaffen auch jüngere Kinder den Seerundweg sicher gut. Nicht so gut zum Radfahren ist der Seerundweg am Ostufer, wo du teilweise auf einer stark befahrenen Autostraße unterwegs bist. Und du solltest wissen, dass der Rundweg um den See wohl der meistfrequentierte Spaziergang Sloweniens ist – praktisch jeder, der in der Gegend seinen Urlaub verbringt, wandert einmal um den See. Dementsprechend viele Leute sind unterwegs. Aber es lohnt sich trotzdem!
Badestellen am Bleder See

Am Bleder See gibt es drei offizielle Badestellen. An einem Großteil des Uferbereichs ist das Betreten verboten. Zu schnell erodiert hier der Untergrund bei den vielen Menschen. Baden kannst du deshalb entweder im kostenpflichtigen Strandbad am Nordostufer in Bled. Hier gibt es ein großes Angebot mit Wasserpark und Rutschen. Kostenfrei sind hingegen die beiden anderen Badestellen. Sie liegen am Nordwestufer bzw. am westlichen Punkt des Sees. Zum einen ist es die Bucht Velika Zaka, vor dem Campingplatz, und zum anderen beim Olympischen Ruderclub. Du siehst von weitem schon die große Zuschauertribüne. Beide Badestellen haben große Liegewiesen und man kommt relativ flach ins Wasser. Wenn du deinen Seerundgang in Bled startest, dann hast du bei der Bucht Velika Zaka ungefähr die Hälfte des Weges geschafft.
- Badestelle: Velika Zaka (1)
- Basestelle: Olympischer Ruderclub (2)
- Burgbad Bled (3)
Pletna-Bootsfahrt auf die Insel


Von mehreren Stellen am See kann man mit den sogenannten Pletna-Booten auf die Insel fahren. Alternativ kannst du dir auch ein Ruderboot ausleihen und selbst paddeln, und es gibt auch ein elektrisches Shuttleboot. Die Boote legen in Bled unterhalb des Kavarna Park Cafés ab, am Mlino-Anleger und in der Bucht von Velika Zaka. Die Boote kosten überall gleich viel (nicht ganz günstig) und fahren je nach Ablegestelle 10–15 Minuten bis zur Insel. Dort hat man dann ca. 45 Minuten Aufenthalt. Du musst mit demselben Pletna-Boot zurückfahren, da immer nur eine bestimmte Anzahl von Menschen ins Boot passt. Die Boote werden von einheimischen Ruderern gefahren, denen die Boote auch gehören. Benannt sind sie nach weiblichen Familienangehörigen. Wir sind vom Anleger Mlino auf die Insel gefahren. Eine Bootsfahrt ist ja immer schön, und über den Bleder See mit seiner schönen Farbe zu fahren, fanden wir sehr angenehm.
Bled mit Kindern: Die Insel im Bleder See


Auf der Insel angekommen, haben wir das große Programm gemacht. Dort haben wir uns Eintrittskarten für die Kirche, den Glockenturm und das kleine Museum geholt (gibt es nur als Gesamtkarte, aber auch mit Familientarif). Als Erstes ging es in die Kirche. Dort kann man an einer sogenannten Wunschglocke läuten: dreimal am Seil ziehen und sich dabei etwas wünschen. So läutet diese Glocke auch fast den ganzen Tag lang. Als Nächstes sind wir den 52 Meter hohen Glockenturm hinaufgestiegen. Hier gibt es nicht nur eine Aussicht, sondern auch eine Pendeluhr, die jede Viertelstunde schlägt. Danach sind wir noch in das kleine Museum gegangen.
Hier kann man sich Fundstücke von den Kelten anschauen, erfährt etwas über die slowenische Sprache, die ersten Schriften in Slowenisch und den Bleder See. Zum Abschluss gab es für uns dann noch die Spezialität der Insel: Potica. Das kann man in dem kleinen Café probieren. Das Gebäck ist eigentlich ein traditionelles Festtagsgebäck in Slowenien und es gibt den Hefekuchen mit vielen verschiedenen Füllungen. Am bekanntesten sind wohl Nussfüllungen, es gibt sie aber auch mit Mohn, mit Feigen oder Estragon. Wir haben vier verschiedene Füllungen bekommen – eine konnten wir nicht ganz zuordnen (vielleicht Kakao?). Uns hat’s geschmeckt, am besten fand ich persönlich die mit Nussfüllung.
Für die Insel selbst musst du übrigens keinen Eintritt zahlen (das haben wir in vielen anderen Blogs gelesen), sondern nur für die Kirche, den Turm und das Museum. Du kannst auch einfach nur über die Insel spazieren und die Stimmung genießen.
Bled mit Kindern: Aussichtspunkte am Bleder See



Auf einem Hügel am Westende des Sees gibt es mehrere wunderschöne Aussichtspunkte. Von oben hat man wirklich die schönsten Blicke über den ganzen See inklusive der Insel und der Burg. Aber man muss hinauf wandern. Wir haben uns die Aussichtspunkte nicht entgehen lassen. Insgesamt findet man drei spezielle Aussichtspunkte, wir haben uns zwei davon angeschaut. Los ging unsere Wanderung am Westufer, der Einstiegspunkt liegt direkt an der Straße. Für Räder gibt es einen großen Radständer. Mit dem Auto kannst du hier nirgends parken. Von unten sind die beiden Aussichtspunkte Mala Osojnica und Ojstrica angeschrieben. Da Ojstrica etwas tiefer liegt und der Weg ca. fünf Minuten kürzer dauert, nehmen ganz viele Menschen diesen Weg. Aber auch zum anderen Aussichtspunkt ist einiges los, alleine ist man hier in der Hochsaison nicht. Der dritte Aussichtspunkt Velika Osojnica liegt dann noch höher und ich persönlich fand den Blick auch am schönsten.
Mala Osojnica
Wir sind von unten den steilen Pfad nach Mala Osojnica gefolgt. Nicht immer war die Beschilderung perfekt und im Wald zweigen immer wieder Trampelpfade ab (manche führen nirgendwo hin). So waren wir froh über die Karte auf dem Handy. Schon zwischendurch gab es immer wieder kleine Blicke auf Teile des Sees. Nach einer knappen halben Stunde kam eines der Highlights für uns auf dem Weg nach oben. Eine sehr steile Treppe – etwa 30 Meter lang – führte uns über einen Anstieg. Die Treppe wird nach oben hin auch immer steiler und sieht spektakulär aus. Zum Gehen ist es wie auf einer Dachbodenleiter. Unser Tipp: Nimm diesen Weg nicht bergab, denn das ist über die Treppe nicht gerade leicht, vor allem mit Kindern!
Nach der Treppe hat uns schon ein erster sehr schöner Ausblick erwartet, allerdings ist es noch nicht der eigentliche Aussichtspunkt. Der ist noch mal fünf Minuten entfernt. Hier am Mala Osojnica hat man einen wunderschönen Blick über den ganzen See mit der Kirche und der Burg. Die blaue Farbe kommt von oben fast noch besser zum Vorschein.
Velika Osojnica
Nach einer kurzen Pause haben wir uns entschlossen, noch bis ganz nach oben auf den Hügel zu steigen. Noch mal 100 Höhenmeter kommen dazu, allerdings ist es nicht mehr ganz so steil. Der Weg führte uns durch den Wald bis zum Aussichtspunkt Velika Osojnica. Der liegt etwas unterhalb des Gipfels. Von einer Bank aus hatten wir einen grandiosen Blick, den wir ausführlich genossen haben. Zurück ging es dann auf dem etwas breiteren Weg am Aussichtspunkt Osojnica vorbei. Hier war der Weg zwar auch an einigen Stellen steil und vor allem ausgetreten, aber leichter bergab zu gehen als über die Treppe. Auf den Aussichtspunkt Ojstrica sind wir dann nicht mehr gegangen. Hier waren uns zu viele Menschen unterwegs.
- Streckenlänge: 3,5 km als Rundweg
- Höhenmeter: 300 hm
- Schwierigkeit: mittel, einige steile Stellen, eine sehr steile Leiter, teilweise sehr ausgetreten, unbedingt feste Wanderschuhe mit gutem Profil anziehen!
- Kinderwagentauglich: nein
Bleder-Creme-Schnitte essen

Das Kavarna Park Café stellt seit 1953 die original Bleder-Creme-Schnitte her. Das Kuchengebäck besteht aus einer dünnen Lage Teig, worauf eine dicke Schicht Vanillecreme geschichtet ist. Darüber folgt eine Schicht Sahnecreme und das Ganze wird noch mal mit einer dünnen Lage Teig zugedeckt. Obendrauf noch mit etwas Puderzucker bestäubt – und fertig ist diese süße Versuchung. Die Bleder-Schnitte hat original genaue Abmessungen: 7×7×7 Zentimeter soll sie sein. Klingt nicht viel? Ist es aber doch. Wir haben die Bleder-Creme-Schnitte im Kavarna Park Café an der Uferpromenade von Bled probiert. Gegessen haben wir bei schönem Sommerwetter auf der Terrasse direkt über dem See. So schön kann Kuchen essen sein.
Die Bleder-Creme-Schnitte ist allerdings ganz schön mächtig. Selbst unsere Teenager hatten ein wenig mit der Portionsgröße zu tun – und das will etwas heißen. Denn im Prinzip ist der Kuchen eine große Portion Pudding mit Sahnecreme und einem Hauch von Teig. Uns hat die Schnitte allen sehr gut geschmeckt, aber wir waren anschließend ganz schön voll. Mit jüngeren Kindern kannst du dir diese Köstlichkeit auch einfach teilen. Denn es gehört einfach zu einem Besuch in Bled dazu, eine Creme-Schnitte zu essen.
Bled mit Kindern: Die Vintgar Klamm





Die Vintgar-Schlucht ist neben dem See eine der großen Sehenswürdigkeiten in der Region. Bis zu 2.500 Besucher wandern am Tag durch die Schlucht. Das ist ziemlich viel. Deshalb gleich vorab mein Tipp: Komm am besten früh am Morgen (vor 9:00 Uhr) oder am Nachmittag (ab ca. 14:00 Uhr), dann ist weniger los und du kannst die Klamm mehr genießen. Der nächste Tipp betrifft das Ticket. Das kaufst du dir am besten vorab online. Du buchst damit einen bestimmten Zeitslot, da nur eine bestimmte Menge an Leuten gleichzeitig in die Klamm gehen kann. Mit im Ticket inklusive ist der kostenlose Shuttlebus vom großen Parkplatz P1 (hier auf der Google Karte) oder vom Bleder Busbahnhof.
Die Parkplätze direkt an der Schlucht werden privat betrieben und sind sehr teuer. Was du noch mit einplanen musst, ist der Rückweg. Denn der Vintgar-Schlucht-Weg verläuft nur in eine Richtung. Zurück geht es außen herum. Plane deshalb ausreichend Zeit für deinen Besuch ein: ca. 45–60 Minuten durch die Klamm und zwischen ein bis zwei Stunden für den Rückweg. Je nachdem, ob du südlich oder nördlich der Klamm zurückgehst, hast du einen längeren oder einen kürzeren Weg. Doch dazu später noch mehr. Mit dem Kinderwagen kommst du übrigens nicht durch die Klamm. Da du auch den Rückweg wandern musst, sollten die Kinder etwas Ausdauer mitbringen.
Kinderpass und Spiel- und Hörstationen
Nach der Anreise bis zum Schluchteingang ging es dann auch für uns richtig los. Im Besucherzentrum konnten wir uns noch einen kostenlosen Kinderpass und eine kleine Holzkugel abholen. Schon vor dem Eingang gibt es ein großes Puzzle-Spiel, wo die Figuren des Kinderpasses zu sehen sind. Die Kinder müssen mit dem Kinderpass Oskar der Wasseramsel helfen. Dazu gibt es auf dem Rückweg mehrere Stationen mit Rätseln und Kugelbahnen. Zudem gibt es 13 Hörstationen (nur auf Slowenisch und Englisch), wo Oskar den Kindern mehr über die Klamm und die Natur erklärt. Für deutschsprachige Kinder sind deshalb vor allem die Rätsel- und Spielstationen nach der Klamm spannend. Die Rätsel kann man leicht übersetzen und so wird der Rückweg sehr kurzweilig. Für den Rückweg musst du nach der Klamm den längeren – und aussichtsreicheren – Weg südlich der Klamm nehmen. Dazu gehst du am Klammende rechts und folgst den Wegweisern für den Kinderweg.
Der Weg durch die Vintgar Klamm
Nachdem wir durch das Drehkreuz gegangen waren, bekam jeder von uns zur Sicherheit noch einen Helm. Von Anfang an ist vor allem die Farbe des Flusses Radovna faszinierend. Mit einem dunklen Türkis-Blau und ganz klarem Wasser schlängelt er sich durch die Schlucht. Dabei gibt es jede Menge Wasserbecken, kleine Wasserfälle – zum Schluss auch einen ganz großen – sowie ausgewaschene Felsformationen zu sehen. Der erste Teil der Klamm ist dabei der schönste. Auf Holzstegen sind wir nah am Felsen und oberhalb des Wassers gewandert. Klammen sind ja immer toll mit Kindern. Und auch wenn die Vintgar-Klamm nicht mit vielen tosenden Wasserfällen punkten kann, war der Weg durch die Klamm wunderschön.
Nachdem wir eine Brücke überquert hatten, führte uns der Weg auf einem Wanderpfad weiter. Der Fluss war nun auch ruhiger und flacher, die schöne Farbe gab’s natürlich immer noch. Kurz vor dem Ende der Klamm sind wir am Stauwehr vorbeigekommen. Hier fällt das Wasser über die alte Wehrmauer in schönen Kaskaden hinunter. Darüber erhebt sich die steinerne Eisenbahnbrücke. Und am Ende der Klamm wartet dann noch mal ein richtig großer Wasserfall. Wenn du ihn in seiner gesamten Größe und Schönheit bewundern willst, gehst du über die Brücke nach der Klamm links und wanderst ca. 5 Minuten zum Aussichtspunkt hinunter. Leider muss man dann auch wieder rauf.
Rückweg Vintgar Klamm
Jetzt hast du zwei Möglichkeiten. Für den Kinderwanderweg mit den Kugelbahn- und Rätselstationen musst du wieder auf die Brücke und nach dem Kiosk rechts weiter wandern. Der kürzere Rückweg geht nach der Brücke weiter. Da wir noch in die nächste Schlucht wollten, haben wir uns für die kürzere Variante entschieden. Der Weg führt überwiegend durch den Wald oberhalb der Klamm. Man hört das Wasser rauschen, doch von der Klamm sieht man nichts.
- Kinderwanderweg: 4,5 km nach der Klamm, 320 hm bergauf, 10 Rästel- und Spielstationen
- Waldwanderweg: 2,4 km nach der Klamm, 150 hm bergauf
Hier auf der Karte habe ich dir zur besseren Orientierung den Weg durch die Klamm und den Kinderwanderweg eingezeichnet:
Geheimtipp Bled mit Kindern: Die Pokljuka-Schlucht





Nach der Vintgar-Klamm haben wir gleich noch eine weitere Schlucht besucht. Die Pokljuka-Schlucht (slowenisch: Pokljuška soteska) ist bei weitem nicht so viel besucht und fast noch ein Geheimtipp. Mit dem Auto fährst du bis Krnica und von dort weiter bis zum Parkplatz bei der Schlucht. Auch wenn es ein Straßenschild gibt, das das Fahren hier nur für Anwohner erlaubt, gibt es einen Zusatz, dass man mit dem Auto bis zum Parkplatz (hier auf der Google Karte) fahren darf. Die Pokljuka-Schlucht ist eine trockene Schlucht, im Bachbett fließt nur sehr wenig bis gar kein Wasser. Trotzdem ist sie sehr spannend.
Denn die Schlucht hat sehr hohe Felswände zu bieten, eine großartige Höhle, einen Holzsteg, der spektakulär an die Felswand gebaut ist, und eine Holztreppe, die einen in den engsten Teil der Schlucht führt. Zuerst führte uns der Weg vom Parkplatz leicht ansteigend und entlang des trockenen Bachbetts. Nach gut 800 Metern erreichten wir eine Weggabelung. Hier lohnt es sich, die paar Minuten zur Höhle nach rechts aufzusteigen. Den riesigen Höhlenraum kann man einmal durchqueren, und danach würde ein Wanderweg weiterführen. Auf diesem Weg wäre auch eine Rundwanderung möglich.
Höhlen, hohe Felswände und atemberaubende Wege
Doch wir sind wieder zurückgegangen und sind weiter durch die Schlucht gewandert. Nach etwa 10 Minuten – und einem Weg zwischen hohen Felswänden hindurch – hatten wir eine Art Naturarena erreicht. Hier zwischen den Felsen hatten wir dann schon den Blick auf den spektakulärsten Teil des Weges. An einer Felswand „hängt“ der Steg, der die Wanderer in die enge Schlucht bringt. Nach ein paar Höhenmetern waren wir dann auf dem Steg. Oben angelangt, ist es dann weniger aufregend, als es von unten aussieht – bis man in die enge Schlucht gelangt. Die Felswände stehen hier sehr dicht beieinander, sodass es fast wie eine Höhle ist. In diese höhlenartige Verengung führt eine schmale Holztreppe. Wenn man unter den Stufen hindurchschaut, sieht man weit unter sich die Schlucht. Und oben am Ende der Treppe angelangt, ist man in der Höhle.
Wir sind dann noch aus der Höhle herausgegangen, doch auf der anderen Seite ist der Wanderweg nicht mehr sehr eindrucksvoll. So war hier unser Umkehrpunkt und wir sind zum Parkplatz zurückgewandert. Die Schlucht ist wirklich beeindruckend und da der Weg nicht so lang ist, kann man ihn auch gut mit Kindern wandern. Ein wenig trittsicher und schwindelfrei sollten alle Familienmitglieder sein. Voraussetzung sind auch Wanderschuhe mit einem guten Profil. In der Schlucht ist es leicht feucht und der Untergrund an einigen Stellen etwas rutschig.
Pokljuka-Schlucht: Karte
Hier der Weg in die Pokljuka-Schlucht auf der Karte und die Tourdaten:
- Streckenlänge: ca. 1,3 km bis zur Höhle
- Höhenmeter: 280 hm
- Schwierigkeit: mittel
- Kinderwagentauglich: nein
Übernachten in Bled mit Kindern: Rikli Balance Hotel






In Bled findest du unzählige Hotels und Pensionen zum Übernachten. Wir können dir mit Kindern das Rikli Balance Hotel empfehlen. Es gehört zur Sava-Hotel-Gruppe, wovon es gleich mehrere Hotels in Bled gibt, unter anderem das 5-Sterne-Haus Grand Hotel Toplice. Das Rikli Balance Hotel ist benannt nach dem Schweizer Arnold Rikli, einem Naturheilkundler (1823–1906). Er propagierte das Barfußgehen und Heilbäder als gesundheitliche Anwendung. Und da es in Bled Thermalwasser gibt, hat das Hotel einen Teil des Konzeptes mit aufgegriffen.
Im Hotel gibt es einen großen Thermalwasserbereich mit mehreren Pools. Kinder kommen vor allem auf der Wasserrutsche auf ihre Kosten. Toll ist aber auch der Außenpool mit Blick auf den Bleder See. Und richtige Entspannung findest du entweder im ganz warmen Thermalwasser oder aber du genießt ein wenig Zeit in der Sauna oder bei einer Wellness-Anwendung. Am Ufer des Sees kannst du dir im Hotelverleih SUPs oder Ruderboote ausleihen.
Im Hotel gibt es Doppelzimmer mit Zustellbetten oder aber Doppelzimmer mit Verbindung. Genau so ein Zimmer hatten wir. Die zwei Zimmer waren über einen gemeinsamen Eingang verbunden, sodass es fast wie ein Apartment war. Mit zwei Schlafzimmern und auch zwei Badezimmern. Sehr komfortabel! Die Zimmer sind sehr gemütlich ausgestattet mit Holz und stylischen Möbeln. Wir haben uns sehr wohlgefühlt.
Kulinarisches Angebot im Rikli Balance Hotel
Der Tag startet im Rikli Balance Hotel mit einem wirklich reichhaltigen Frühstück. Am großen Buffetbereich gibt es alles, was das Herz begehrt. Von herzhaft bis süß – du hast die Wahl. Sehr gut geschmeckt hat mir etwa der regionale Käse. Der ist anders als der Käse bei uns daheim, war aber wirklich lecker. Auch andere regionale Speisen gibt es, wie Joghurt aus der Region oder eine Art Milchreis, aber aus einem anderen Getreide und mit Trockenfrüchten. Selbstverständlich findest du aber auch gewohnte Angebote wie Marmeladen, Wurst, Rührei, gebratenen Speck, Muffins oder Obst.
Du kannst im Hotel auch Halbpension buchen. Dann gibt es im Restaurant abends ein Buffet. Verschiedene Vorspeisen und Suppen stehen zur Auswahl und bei den Hauptgerichten haben wir eine große Auswahl an Fleisch-, Fisch- und vegetarischen Gerichten gefunden. Zum Abschluss gab es außerdem ein tolles Nachtischbuffet mit verschiedenen kleinen Kuchen, Cremes, Eis und Obst. Da werden alle Familienmitglieder fündig. Das Restaurant bietet übrigens ebenfalls einen schönen Blick auf den See. Wenn du Glück hast, bekommst du direkt einen Tisch am Fenster.
–> der Link zur Hotelwebseite
Unser Fazit zum Urlaub in Bled mit Kindern
Der Bleder See und die Region um den See sind landschaftlich wirklich toll. In den Sommermonaten ist zwar viel los, doch mit etwas guter Planung kann man die großen Massen etwas meiden. Der Bleder See selbst hat uns aufgrund seiner schönen Farbe und seiner Lage gut gefallen. Besonders schön fanden wir die Aussichtspunkte, die wir bei der kleinen Wanderung erreicht haben. Der Blick von oben auf den See ist einfach etwas Besonderes. Sehr lecker fanden wir die Bleder-Creme-Schnitte, auch wenn sie ziemlich mächtig ist. Die Vintgar-Klamm ist ebenfalls vor allem wegen ihrer Farbe so besonders. Da würden wir dir wirklich empfehlen, zu den Randzeiten zu gehen. Denn dann ist das Erlebnis in der Klamm einfach entspannter.
Eine tolle Entdeckung war für uns die Pokljuka-Schlucht. Es waren hier nicht viele Menschen unterwegs, und die enge Schlucht mit dem spektakulären Steg und der Treppe in die Höhle hinein war ziemlich cool. Sehr komfortabel und angenehm fanden wir das Rikli Balance Hotel. Hier kann man sich gerne mal ein paar Tage verwöhnen lassen. Kurzum: Uns haben die Tage in Bled unheimlich gut gefallen, und wir können dir die Region für einen Familienurlaub ans Herz legen.
–> der Link zur offiziellen Bled Webseite
Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Turizm Bled und dem Rikli Balanca Hotel entstanden. Nur so konnten wir euch diesen Beitrag hier zeigen. Unsere Meinung und Erlebnisse bleiben davon unberührt.
Weiterführende Links
- unsere aktuellen Tipps für Familienurlaub
- die besten Ziele für Familienurlaub Sommer
- hier kannst du perfekt Wandern mit Kindern
Bled mit Kindern Tipps merken
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