
Familienurlaub Quedlinburg
Darum geht es auf dieser Seite:
So schön ist Quedlinburg mit Kindern
Quedlinburg wirkt echt wie eine Stadt aus einem Märchenbuch! Hinter jeder Ecke siehst du Fachwerkhäuser und verwinkelte Gassen. Aber die Altstadt ist kein Freilichtmuseum, sondern richtig lebendig und einladend. Sie ist so außergewönlich, dass sie seit 1994 sogar zum UNESCO-Welterbe gehört. Was Du in Quedlinburg mit Kindern erleben kannst und welche Sehenswürdigkeiten sich besonders lohnen, zeigen wir Dir hier anhand unserer eigenen Erlebnisse.
📍Quedlinburg mit Kindern
- UNESCO-Welterbe: Altstadt Quedlinburg mit über 2.000 historischen Fachwerkhäusern aus verschiedenen Jahrhunderten.
- Stadtführungen: Du erfährst hier die Stadtgeschichte, entdeckst alte historische Klappenläden, besichtigst das älteste Fachwerkhaus Mitteldeutschlands und hörst spannende Geschichten zur Stadt.
- Stadtrallye: Für Familien mit jüngeren Kindern gibt es bei der Tourismus-Information einen kostenlosen Flyer für eine Rallye.
- Schlossberg & Stiftskirche: Romanische Kirche St. Servatius mit Kypta und dem berühmten Domschatz.
- Münzenberg: Idyllisches, eng bebautes Hügelviertel mit dem Museum Klosterkirche St. Marien.
- Kirche St. Wiperti: Romanische Basilika mit einer Krypta aus dem Jahr 1000.
- Unterkunft: “Gutshof zu Quedlinburg” – großzügige, familienfreundliche Appartements im renovierten Fachwerkbau des 18. Jahrhunderts.
- Essenstipps: Restaurant Heinrich: Uriges Ambiente, spezialisiert auf frisch gekochte, regionale Wildgerichte aus dem Harz und feine Törtchen zum Nachtisch. FachwerQ: Ruhig am Kornmarkt gelegen. Bietet eine tolle Mischung aus Café und Restaurant mit Fokus auf kreative Bruschetta-Variationen und Pastagerichte. Brauhaus Lüdde: Gemütliche, traditionsreiche Gasthausbrauerei mit deftiger Brauhausküche und außergewöhnlichen Biere wie das malzige „Pubarschknall“ .
- Ausflüge Teufelsmauer:Variante Timmenrode – Blankenburg: Spannende, mittelschwere Felswanderung am “Hamburger Wappen” und “Großvaterfelsen”.Variante Weddersleben: Leichtere, flachere Wanderung vorbei an den gewaltigen Felsformationen “Königstein” und “Papenstein”.
Altstadt Quedlinburg




Die Altstadt von Quedlinburg gehört seit 1994 zum UNESCO-Welterbe. Ausgezeichnet wurde sie, weil sie zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Städten Europas zählt. Besonders beeindruckend ist die große Zahl historischer Fachwerkhäuser, die hier in jedem Straßenzug präsent sind. Über der Stadt liegt der Schlossberg mit der großen Stiftskirche, die ebenfalls das Stadtbild prägt. Wenn du durch die Altstadt von Quedlinburg spazierst, fühlst du dich fast wie auf einer Reise ins Mittelalter. Verwinkelte Gassen, gemütliche Plätze und mehr als 2.000 gut erhaltene Fachwerkhäuser verleihen der Stadt ihren ganz besonderen Charme. Uns hat die Stadt sehr begeistert und selbst unsere Teenager waren beeindruckt.
Stadtführung Quedlinburg
Wenn man mehr über eine Stadt erfahren will, dann lohnt es sich meistens, eine Stadtführung mitzumachen. In Quedlinburg gibt es verschiedene Anbieter, doch die offizielle Stelle ist die Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH (Markt 4). Hier starten täglich um 11:00 Uhr und um 14:00 Uhr Stadtführungen durch die Welterbestadt. Außerdem gibt es mehrmals wöchentlich Rathausführungen (dazu mehr weiter unten im Beitrag) und kostümierte Abendrundgänge. Wenn du mit Kindern lieber selbst das Tempo bestimmst, dann kannst du dir dort auch einen kostenlosen Flyer zu einer Stadtrallye abholen (oder alternativ gleich hier runterladen).
Klassische Stadtführung durch die Gassen von Quedlinburg



Wir haben mit unseren Teenagern an einer klassischen Stadtführung teilgenommen. Von unserem Stadtführer wurden wir mitgenommen auf eine Reise durch die Stadt und ihre Geschichte und Geschichten. Los ging es mit einer Einführung über die Stadtgeschichte. Wir haben erfahren, woher Quedlinburg seinen Namen hat, warum jahrhundertelang die Damen vom Stiftsberg das Sagen über die Stadt hatten und wie Quedlinburg zu einer reichen Stadt wurde. Anschließend ging es durch einige der sehenswerten Gassen und Straßen der Stadt.
Am Hoken (eine kleine Straße hinter dem Rathaus) haben wir gesehen, wie typische Ladenlokale früher aus dem Fenster heraus verkauft haben: aus einem sogenannten Fensterladen. Wir haben Fachwerkhäuser aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten näher betrachtet und die kleinen Unterschiede in der Bauweise angeschaut. Zudem gab es eine Geschichte über ein verliebtes Paar und warum es einem Raben jeden Abend ein Glas Rotwein ans Fenster gestellt hat. Und wir haben das älteste Fachwerkhaus Mitteldeutschlands gesehen. Heute ist in diesem Haus ein Museum über den Fachwerkbau.
Über den Finkenherd zum Schlossplatz


Für uns ging es weiter an der Blasiikirche vorbei, wo wir mehr über die Bestattungskultur im Mittelalter erfahren haben, und schließlich weiter Richtung Schlossberg. Hier liegt die Gasse Finkenherd. Der Legende nach soll an dieser Stelle im Jahre 919 dem Sachsenherzog Heinrich während des Vogelfangs die deutsche Königswürde angetragen worden sein. Ihm soll es gelungen sein, die deutschen Herzogtümer erstmals zu einem deutschen Reich zu vereinigen, und so gilt er (kurz gesagt) als erster deutscher König. Gleich hinter dem Finkenherd liegt der Platz Schlossberg. Hier steht unter anderem das Klopstockhaus. Klopstock war ein Dichter, der im 18. Jahrhundert wieder in der deutschen Sprache dichtete und somit Vorreiter war für Dichter und Schriftsteller wie Goethe, Lessing oder Schiller. Ihm zu Ehren ist in dem Gebäude heute ein Literaturmuseum untergebracht.
Hier am Schlossplatz endete unsere Führung. Wir fanden sie sehr interessant und wir haben viel über Quedlinburg erfahren. Mit jüngeren Kindern würde ich eine Stadtrallye (wie oben erwähnt) empfehlen, da die Stadtführungen doch mehr auf Erwachsene ausgelegt sind. Die Stadtrallye führt dich zu den sehenswertesten Häusern und Gassen der Stadt, und durch die Rätselfragen entdeckt man viele kleine Details an den Häusern, die einem sonst nicht aufgefallen wären.
Schlossberg Quedlinburg

Nach unserer Stadtführung sind wir auf den Schlossberg hinaufgegangen. Hier steht neben dem Schloss auch die Kirche St. Servatius. Das Schloss beherbergte früher das Frauenstift Quedlinburg. Es war ein Kloster für adlige Frauen und wurde im Jahr 936 von Königin Mathilde gegründet. Sie war die Ehefrau von König Heinrich I. Das Stift entstand auf dem Burgberg in Quedlinburg. Das Gebäude des ehemaligen Stifts wird seit 1802 als Schloss Quedlinburg bezeichnet. Momentan wird das Schlossgebäude umgebaut und es soll im Herbst 2026 neu eröffnen. Dann ist hier die Geschichte des Frauenstifts erlebbar. Wir konnten uns die Stiftskirche anschauen.
Stiftskirche St. Servatius und Schlossgarten

Die Stiftskirche St. Servatius in Quedlinburg ist ebenfalls seit 1994 Teil des UNESCO-Welterbes. Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war die Kirche des Quedlinburger Damenstifts. Sie ist vor allem für ihre romanische Bauweise bekannt. In der Kirche befinden sich die Gräber von König Heinrich I., seiner Frau Mathilde und vieler Äbtissinnen. Der romanische Bau mit seiner hallenähnlichen Struktur ist schon beeindruckend. Am östlichen Ende der Kirche befindet sich die Krypta.

Hier sind die Grabstätten von Heinrich I., seiner Frau Mathilde und den Äbtissinnen. Die Decke der Krypta ist eindrucksvoll bemalt. Über eine Treppe gelangt man nach oben zum bekannten Domschatz. Er ist auf zwei Räume aufgeteilt (rechts und links der Apsis). Hier befinden sich die Kirchenschätze des Stifts. Im Laufe der Zeit ist natürlich einiges verloren gegangen, anderes ist durch Kirchenzusammenführungen hinzugekommen. Heute sieht man dort etwa einen kostbaren Quedlinburger Knüpfteppich, Reliquienschreine, den sogenannten Heinrichskamm aus Elfenbein oder auch einen Kana-Krug aus dem 1. Jahrhundert aus Alabaster.


Hinter der Stiftskirche ist ein kleiner, sehr schön angelegter Schlossgarten. Hier lässt es sich nicht nur wunderbar zwischen den Rosen sitzen, sondern man hat auch einen herrlichen Blick über die Altstadt. Über eine Treppe gelangt man wieder hinunter Richtung Marktplatz und kommt durch sehr idyllische Gassen.
Münzenberg Quedlinburg


Ein Viertel für sich – das ist der Münzenberg in Quedlinburg. Früher stand auf diesem kleinen Hügel außerhalb der Stadtmauer eine große Klosteranlage. Im Jahr 995 wurde das Kloster dort gebaut. Im Zuge der Reformation (die hier in Quedlinburg im Jahr 1539 eingeführt) wurde das Kloster an dieser Stelle aufgegeben. Der Münzenberg wurde anschließend von Handwerkern, fahrenden Leuten und Musikern besiedelt. Diese eher armen Leute waren von den Quedlinburgern nicht gerne gesehen und noch lange galt der Münzenberg als verrufenes Viertel. Heute ist der sehr idyllische Stadtteil beliebt. Kleine Häuser schmiegen sich eng aneinander und die kleinen Gärten und Bepflanzungen in den Gassen sorgen für eine romantische Atmosphäre. Von der östlichen Seite des Münzenbergs hat man von einer Terrasse einen tollen Ausblick auf die Stadt und vor allem hinüber zum Schlossberg. Auf den Münzenberg führen mehrere Wege, die zwei schönsten sind zwei Treppenanlagen von der Wipertistraße oder der Langenbergstraße aus.




Museum Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg
Sehr spannend ist das Museum Klosterkirche St. Marien. Unter vielen alten Häusern wurden nämlich Überreste der alten Klosteranlage und der Kirche entdeckt. Das Museum hat einige Häuser gekauft bzw. ein Nutzungsrecht für die Kellerräume erworben. Und so sieht man hier, wie die alten Mauern in die Häuser integriert wurden. Zudem bekommt man eine Vorstellung, wie die Kirchenräume damals ausgesehen haben. Sehr interessant sind außerdem die sogenannten Kopfnischengräber. Hier wurde ein Steingrab in der Form des Menschen geschaffen, in welches die Leiche (nur mit einem Leichensack) gelegt wurde. Einen Sarg benutzte man damals nur zum Transport der Leiche. Das kleine Museum kostet keinen Eintritt (um Spenden wird gebeten) und bei uns war ein sehr freundlicher Mitarbeiter dort, der uns mit Begeisterung viel erklärt hat.
Kirche und Krypta St. Wiperti
Eine weitere sehr interessante Kirche ist die etwas außerhalb des Stadtzentrums gelegene Kirche St. Wiperti. Der erste Grundstock dieser Kirche wurde von Heinrich I. erbaut, vorher gab es schon eine Kirche an dieser Stelle. Um 1148 entstand die heute erhaltene romanische Basilika und nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1547 wurde die Kirche eine evangelische Pfarrkirche. Im Jahr 1812 diente sie sogar als Scheune, während die Krypta als Milchkeller genutzt wurde. Das Herzstück der Kirche ist die Krypta, die um das Jahr 1000 gebaut wurde.
Der Zugang erfolgt durch einen schmalen Vorraum von Westen. Die Krypta ist ein kleiner dreischiffiger Raum mit einem mittleren Schiff und zwei Seitenschiffen, die das Mittelschiff wie ein Umgang umgeben. In den Nischen des Umgangs wurden wahrscheinlich heilige Reliquien aufbewahrt. Beim Bau wurden auch alte Bauteile aus älteren Gebäuden wiederverwendet. Das sieht man unter anderem an den Fragmenten alter Grabsteine mit teilweise noch erkennbaren Schriftzeichen. Ein besonderes Erlebnis bietet die Krypta jedes Jahr Mitte August. Bei sonnigem Wetter scheint zwischen etwa 18:15 Uhr und 18:30 Uhr das Licht durch den runden Okulus in der Westwand der Kirche. Der Sonnenstrahl trifft dann genau auf den Altar der Krypta und die darunterliegende Reliquienkammer. Dieses eindrucksvolle Lichtphänomen zeigt, wie sorgfältig die Kirche und ihre Krypta geplant wurden.
Der Eintritt in die Kirche und die Krypta ist frei (Spenden sind willkommen). Bei unserem Besuch war auch ein Herr anwesend, der uns sehr freundlich etwas über die Krypta erzählt hat.
Rathausführung Quedlinburg






Das mächtige Rathaus am Marktplatz besticht mit seiner Renaissance-Fassade, die in den Sommermonaten von wildem Wein umrankt ist. Schon von außen ist das Gebäude ein echter Hingucker und ein tolles Fotomotiv. Aber auch das Innere verspricht einige echte Schätze, wie den Festsaal und den Bürgersaal. Und was hat es mit dem kleinen Turm an der Seite des Rathauses auf sich? Das haben wir bei einer geführten Rathausbesichtigung erfahren. Dabei haben wir erfahren, dass das große Gebäude aus dem Mittelalter nicht nur den Ratsherren als Sitz diente, sondern gerade der untere Hallenbereich auch den Kaufleuten. Hier konnten Händler, deren Ware vor Nässe geschützt werden musste, wie etwa Stoffe, ihre Tische aufbauen. Die alten Längenmaße hängen noch heute an einer der Säulen.
Stadtwappen, Festsaal und Bürgersaal
Im Treppenhaus ist in das große Fenster das Stadtwappen eingelassen. Aus Bleiglas und mit den bunten Farben sieht es besonders prächtig aus, wenn die Sonne durchscheint. Weiter ging es in den Festsaal. Der stammt aus der Jahrhundertwende um 1900, als die Seitenflügel des Rathauses angebaut wurden. Beeindruckend ist hier ebenfalls ein riesiges Bleiglasfenster und die großen Gemälde an den Wänden. Alle Bilder stellen Teile der Stadtgeschichte dar. Von der Antragung der Königswürde an Heinrich I. (auf dem Bleiglasfenster) über die Krönung der ersten Äbtissin Mathilde oder die Reformationszeit gab es hier spannende Geschichten für uns zu hören.
Anschließend ging es in den Bürgersaal, der früher tatsächlich mal der größte Raum des Rathauses war. Mit den Jahrhunderten wurden allerdings immer mehr Amtsräume gebaut, sodass der Raum immer kleiner wurde. Hier haben wir noch mehr über mittelalterliche Gewohnheiten gehört, etwa dass vor den Fenstern immer Kräuter gepflanzt wurden, damit die eher unfeinen Gerüche des Marktplatzes nicht so stark ins Rathaus zogen. Zum Abschluss der Führung haben wir uns dann noch das Türmchen an der Außenseite des Rathauses angeschaut. An dem Turm gibt es keine Tür und keine Fenster. Wozu war es also gut? Tatsächlich wurden hier die Geldeinnahmen der Stadt gelagert und es war somit ein großer Tresor.
Die Führung war wieder sehr interessant und so hatten wir die Gelegenheit, die tollen Räume im Inneren zu besichtigen und viel Geschichte und Geschichten zu hören.
Ausflug von Quedlinburg zur Teufelsmauer
Zwischen den Orten Blankenburg und Ballenstedt verläuft die sogenannte Teufelsmauer. Von Quedlinburg sind es nur wenige Kilometer bis zu diesem Naturschauspiel. Steil aufragende Sandsteinfelsen, spannende Wanderwege und Höhlen warten an den Wegen. Imposant ist etwa die große Sandsteinmauer „Hamburger Wappen“, die halboffene Höhle namens „Kuhstall“ oder der imposante Großvaterfelsen mit dem weiten Ausblick. Für entspanntere Etappen bietet sich der flachere Abschnitt bei Weddersleben an, wo der mächtige Königstein wie von Riesenhand aufgetürmt wirkt und der Weg vorbei an malerischen Kirschbäumen führt. Mehr Infos findest du hier:
–> www.teufelsmauer-harz.de
Übernachten in Quedlinburg mit Kindern – Appartement im Gutshof zu Quedlinburg





Wir durften während unseres Aufenthalts in Quedlinburg in einem der Appartements im Gutshof zu Quedlinburg übernachten. Das alte Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist liebevoll renoviert und hat heute neben einer Eventlocation, etwa für Hochzeiten, auch mehrere Appartements. Wir haben im Appartement August übernachtet. Das großzügige Appartement hat 3 Schlafzimmer, eine vollausgestattete Küche mit allem, was man so braucht, und ein Wohn-/Esszimmer. Im Innenhof kann man parken und man hat hier auch die Möglichkeit, draußen auf einer kleinen Terrasse zu sitzen.
Der Gutshof liegt am Rand der Altstadt und so sind die Sehenswürdigkeiten wie der zentrale Marktplatz und die vielen schönen Gassen und Straßen in wenigen Minuten erreichbar. Selbst zum Münzenberg oder zur Kirche St. Wiperti sind es nicht mehr als eineinhalb Kilometer. Das ist sehr angenehm und wenn man abends in der Stadt etwas essen gehen möchte, ist man schnell dort. Das Fachwerkgebäude des Gutshofs hat einen tollen Charme und wir haben uns hier sehr wohlgefühlt.
–> hier der Link zu diesen Ferienwohnungen
Essenstipps Quedlinburg
In der Innenstadt von Quedlinburg gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés. Wir haben in den folgenden Restaurants gegessen und können wir alle wirklich empfehlen. Vorab solltest du in allen Restaurants reservieren, sie sind immer gut besucht.
Restaurant Heinrich




Mitten in der Innenstadt von Quedlinburg liegt das kleine, charmante Restaurant Heinrich. In einem urigen Haus ist der Innenraum sehr besonders mit halbhoch getäfelten Wänden und gemütlichen Sitznischen. Wir sind an einem warmen Sommerabend draußen gesessen, was natürlich auch ein tolles Flair hat mitten in der Altstadt. Das Heinrich hat sich vor allem auf Wildgerichte spezialisiert. Vom Hirsch-Tartar über Wildschweinschnitzel bis hin zu Wildschweinbäckchen oder Entengerichten bietet dir die Küche leckere Speisen aus dem Harz. Frisch gekocht mit Zutaten aus der Region schmeckt das Essen hier richtig gut.
Wir haben sich für Edelgulasch vom Hirsch mit Spätzle und Rotkraut, Wildschweinschnitzel mit knusprigen Bratkartoffeln, Ente mit Spätzle und Rahmgemüse und Wildklößchen mit Pilzen auf Kartoffelstampf entschieden. Das Essen war ausgezeichnet gekocht und hat uns sehr gut geschmeckt. Unsere Teenager hatten anschließend noch Platz für einen kleinen Nachtisch. Da die Betreiber neben dem Restaurant auch eine Konditorei betreiben, gibt es kleine Törtchen oder Tartlets zur Auswahl. Das Himbeermousse-Tartlet war ein perfekter Abschluss.
FachwerQ
Das FachwerQ in der Marktstraße befindet sich am idyllischen Kornmarkt hinter der Marktkirche. Hier geht es etwas ruhiger zu als am quirligen Marktplatz. In dem alten Fachwerkhaus gibt es eine Mischung aus Café und kleinem Restaurant. Die Spezialität des Hauses sind leckere italienische Vorspeisen mit einem Hauptaugenmerk auf Bruschetta. Daneben findet man auf der Speisekarte aber auch leckere Salate oder Ziegenkäsevariationen. Als Hauptspeisen stehen Pastagerichte zur Auswahl. Drinnen sitzt man in dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus mit Kaffeehaus-Flair, draußen gemütlich mit Blick auf den weitläufigen Kornmarkt.




Beim Essen gab es für uns zuerst eine große Auswahl an verschiedenen Vorspeisen. Bruschetta in vielen Variationen, etwa mit Ziegenkäse und Orangen, mit Parmaschinken und Käse oder auch mit Tomaten und Spargel. Dazu gab es noch sehr köstlichen gebackenen Ziegenkäse mit Trüffel-Ciabatta und den leckeren FachwerQ-Salat mit grünem Salat, gebratenem, leicht karamellisiertem Spargel, Erdbeeren und Himbeeren, Avocado und Burrata. Zur Hauptspeise haben wir die verschiedenen Pasta-Gerichte ausprobiert: Caprese (Tomate/Mozzarella), Spaghetti Carbonara, Trüffel-Pasta und Lachs-Carbonara. Alle Nudelgerichte waren sehr fein und es hat uns richtig gut geschmeckt. Ein kleiner Nachtisch hatte zum Schluss noch Platz (vor allem, weil es so gut geklungen hat). Die Crème brûlée und ein Schoko-Kirsch-Kuchen mit Crispy-Boden waren noch mal sehr lecker.
Brauhaus Lüdde
Pubarschknall oder Knuttenforz? Diese Biere mit den ungewöhnlichen Namen bekommt man im Brauhaus Lüdde in Quedlinburg. Das Pubarschknall ist ein leichtes Braunbier, was aufgrund seiner Gärungsweise früher gerne mal zu Blähungen führte. Das Knuttenforz ist ein Schwarzbier mit der Bezeichnung für einen frechen Jungen. Daneben gibt es noch andere Biere, viele werden saisonal gebraut. Sitzen kann man im Brauhaus direkt neben den großen Sudkesseln oder bei schönem Wetter im Biergarten unter den Kastanienbäumen. Zum Essen gibt es typische Brauhausküche von der Schweinshaxe bis zum Weißwurstsalat.




Bei uns kamen auf den Tisch: Burger mit Hähnchenbrust in einer Laugensemmel und Süßkartoffelpommes, Hähnchenbrustfilet mit einem großen Salat und Bratkartoffeln und ein Bierfleisch in Schwarzbiersud mit Rotkohl und Klößen. Diese leckeren Sachen haben wir sehr genossen. Dazu haben wir natürlich das hauseigene Bier probiert. Das Pubarschknall schmeckt sehr malzig, aber süffig, und auch das helle Bier ist empfehlenswert. Bei unseren Buben hatte sogar noch ein Nachtisch Platz. Hier gab es einen guten, warmen Apfelstrudel mit Eis.
Fazit zum Städtetrip Quedlinburg mit Kindern
Quedlinburg hat uns richtig gut gefallen. Die unzähligen Straßen mit den wunderschönen Fachwerkhäusern sind einfach sehenswert. Wir haben schon richtig viele Städte gesehen, aber Quedlinburg ist richtig schön. Am ehesten kann es die Altstadt noch mit Rothenburg ob der Tauber aufnehmen. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Sehr idyllisch und unbedingt sehenswert ist der Münzenberg. Die kleinen Häuser in den Gassen auf dem Hügel haben eine ganz besondere Atmosphäre. Der Schlossberg mit der Stiftskirche ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier hat uns der Blick vom Schlossgarten über die Stadt besonders gut gefallen. Auch die Gassen unterhalb des Schlossberges fanden wir wunderschön.
Das historische Rathaus ist sehr imposant. Eine Führung durch die alten Mauern lohnt sich besonders, weil du sonst den Festsaal nicht sehen kannst. Spannend fanden wir außerdem die Krypta in der Kirche St. Wiperti, in der man die geheimnisvolle Stimmung des Mittelalters richtig spüren kann.
Für Quedlinburg solltest du dir unbedingt ein paar Tage Zeit nehmen, wenn du die Stadt wirklich entdecken willst. Und wenn du auch noch die Umgebung erkundest, lohnt es sich, sogar noch länger zu bleiben. Nur wenige Kilometer von der historischen Altstadt liegt die wirklich tolle Teufelsmauer. Dort kannst du wunderbar wandern mit Kindern – wir haben es ausprobiert! Ein Einblick dazu folgt noch.
Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH entstanden. Danke an Jan Ziesing und die Gastronomen für die Einladungen. Nur so konnten wir euch diesen Beitrag hier zeigen. Unsere Meinung und Erlebnisse bleiben davon unberührt.