Wie kriegen wir unsere Kinder zum Wandern?

So wandern Kinder gerne: Spielplatz am Berg als Wanderziel

Worauf man beim Wandern mit Kindern achten sollte
Die Frage wie man Kinder zum Wandern motivieren kann, wird immer wieder von verschiedenen Eltern gestellt. Warum gehen eure Kinder so gerne wandern? Und warum meckern die nicht herum? Hier unsere Tipps, Gedanken und Erfahrungen. Vielleicht hilft das auch bei Ihnen.

 

Tipp 1: Der Weg ist das Ziel

Was wir immer wieder sehen und selbst nie machen würden: mit Kindern auf Fortsstraßen wandern. Das ist meist sehr eintönig für die Kinder, da können die Berge ringsherum noch so schön sein. Auf Wandersteigen gibt es auf Augenhöhe der Kinder meist viel mehr zu entdecken: Walderdbeeren am Wegsrand, kleine Bäche oder einen rießigen Ameisenhügel. Was passiert wohl, wenn ich ein kleines Stück Wustsemmel an die Ameisen verfüttere? Auf Wegen gibt es viel zu erleben, was für Erwachsene selbstverständlich ist. Kinder aber wollen alles neu entdecken, das braucht manchmal länger Zeit, auch wenn wir Großen doch endlich mal ans Ziel kommen wollen. Aber wenn wir uns darauf einlassen, erinnern wir uns selbst auch später noch an die kleinen feinen Erlebnisse.

 

Tipp 2: Unterhaltung

Wenn es dann doch mal langweilig wird, ist die eigene Fanatsie gefragt. Wir denken uns immer wieder eigene Geschichten aus. Das sind meistens Geschichten von Lieblingsfiguren aus dem Fernsehen oder aus Kinderbüchern und die erleben dann oft das Gleiche, was wir gerade machen. Das finden unsere Kinder immer witzig und haben auch eigene Ideen, was die Figuren erleben sollen. Auch mit kleinen Spielen, wie "Ich sehe was was du nicht siehst" oder Wegmakierungen zählen geht die Zeit oft schnell vorüber. Und wenn gar nicht mehr geht! Ohne eine Packung Gummibärchen im Rucksack gehe ich ja nicht mehr aus dem Haus, die helfen immer gut gegen: "Ich kann keinen Schritt mehr weiter, weil ich hab gar keine Kraft mehr!"

 

Tipp 3: Nicht Überfordern, aber den Kindern auch mal was zutrauen

Den Weg gerade am Anfang nicht zu lang wählen, weil die ersten Erfahrungen wie man Berge erlebt hat, prägen. Ist der Weg zu lang und wird es den Kindern zu viel, mögen sie das nächste Mal vielleicht gar nicht mehr mit. Auch wenn das Kind sonst sehr sportlich ist, auf Wanderungen ist es oft notwendig, über einen längeren Zeitraum im gleichen Tempo zu gehen. Gerade Kinder neigen dazu, sich am Anfang schnell auszupowern und dann keine Kraft mehr zu haben. Aber interessant wird ein Weg vielleicht ja doch erst, wenn man auch mal mit den Händen an Felskanten hinlangen muss und ein bißchen klettern darf oder durch einen "Dschungel" wandert. Wer es schafft sein Kind auch mal über steile Strecken hin zu motivieren, der kann den Kleinen von oben zeigen, wieviel sie geschafft haben und das macht stolz.

 

Tipp 4: Gute Ausrüstung und Motivation schon daheim

Ganz wichtig sind gute Schuhe. Wenn man viel wandert, dann lohnen sich auch Kinderwanderschuhe, evtl. auch Kinderwandersocken. Schuhe die drücken, gehen gar nicht. Ansonsten gute Turnschuhe mit grobem Profil, dass niemand auf nassem Untergund ausrutscht. Unsere Kinder finden es auch toll, eigene Wanderhosen und T-shirts zu haben. Das ist außerdem praktisch, weil man am Berg eigentlich immer dreckig wird. Manche Kinder finden es auch cool einen eigenen Rucksack mit zu nehmen, wo sie ihre eigene Trinkflasche dabei haben oder was Süßes. Nur muss man damit rechnen, dass es zwischendurch doch zu schwer wird, auch wenn nicht viel drin ist. Lieber nicht schimpfen, sondern ausmachen, dass man den Rucksack für 10 Minuten abnimmt, und ihn dann das Kind selbst wieder trägt, wenn es das zu Hause schon wollte. Wenn man vorher schon weiß, dass es auf der Wanderung ein "Highlight" gibt, gerne die Kinder damit locken. Staudamm bauen am Bach, am Ende ist ein Spielplatz, im "Mama- Rucksack" ist eine Überraschung...

 

Tipp 5: Andere Familien mit Kindern zum Wandern einladen

Es gibt viel Interessantes bei der richtig gewählten Wanderung für Kinder im Familienurlaub im Sommer zu sehen und zu erspüren. Und wenn noch mehrere Kinder dabei sind, macht es gleich noch viel mehr Spaß.


Tipp 6: Ab welchem Alter kann man mit Kindern wandern?
Prinzipiell kann man auch schon mit einem Baby mit der entsprechenden Ausrüstung kleinere kurze Wanderungen machen. Es gibt zum einen Babytragen oder Tragetücher, wo man ein Baby schon wenige Wochen nach der Geburt tragen kann. Je nachdem wie fit man als Elternteil ist, kann man mit Babies wandern. Jedoch sollten die Wanderungen mit einem Baby nicht allzu lange sein (1,5 Stunden empfinden wir als ausreichend), weil es für das Baby bei längeren Wanderungen nicht angenehm ist. Kleinere Touren findet ein Baby mitunter sogar angenehm, da es sich in die Babytrage sehr gut hineinkuscheln und schlafen kann. Im "Kraxenalter" die Kinder immer wieder ein paar Meter selbst gehen lassen, so gewöhnen sie sich allmählich immer mehr ans wandern und es wird später eher zur Selbstverständlichkeit als Familie in den Bergen unterwegs zu sein.

 

 

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