Die besten Ausflüge in Hamburg mit Kindern

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Ausflugsziele Hamburg mit Kindern

Hamburg ist mehr als Hafen, Elbphilharmonie und Speicherstadt. Bei unserem Besuch haben wir bekannte Sehenswürdigkeiten, spannende Stadtviertel und überraschende Ecken entdeckt. Von St. Pauli über die HafenCity bis nach Blankenese war diesmal einiges dabei. Welche Ziele sich mit Kindern und Jugendlichen besonders lohnen, zeigen wir dir hier.

📍Ausflugsziele Hamburg mit Kindern

  • St. Pauli Landungsbrücken: Der maritime Mittelpunkt St. Paulis mit Elbe, Hafen, Fähren und zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten.
  • Museumsschiff Rickmer Rickmers: Das historische Segelschiff von 1896 kann auf mehreren Decks erkundet werden. Besonders für Familien interessant sind die interaktiven Stationen.
  • Alter Elbtunnel: Der Weg durch die restaurierten Tunnelröhren mit ihren alten Kacheln, Treppenhäusern und Lastenaufzügen ist ein besonderes Erlebnis.
  • Museumsschiff Cap San Diego: Auf dem ehemaligen Stückgutfrachter können die Passagierbereiche, Mannschaftsräume, die Brücke und der riesige Maschinenraum besichtigt werden.
  • Sonnendeck – Beachclub St. Pauli: Ein entspannter Pausenplatz direkt an den Landungsbrücken mit Elbblick, Liegestühlen, kleinem Spielplatz, Kickertischen sowie kleinen Gerichten und Getränken.
  • Michael Jackson Musical: Die Show erzählt die Geschichte von Michael Jackson und verbindet seine größten Hits mit aufwendigen Choreografien und Bühnenbildern.
  • Hamburger Dom: Auf dem Heiligengeistfeld findet dreimal jährlich Norddeutschlands größtes Volksfest statt. Besonders beliebt sind die zahlreichen Fahrgeschäfte und die typischen Jahrmarktsleckereien. Eine Besonderheit sind die gebrannten Mandeln und Nüsse von Vespermann & Sohn – Wiener Mandeln.
  • Grüner Bunker: Der ehemalige Flakbunker auf St. Pauli wurde mit zusätzlichen Etagen und viel Grün zu einem neuen Hamburger Wahrzeichen umgestaltet. Über einen 560 Meter langen Bergpfad geht es kostenlos nach oben.
  • Speicherstadt: Die historischen Backsteinlagerhäuser mit ihren Fleeten gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe. Früher wurden hier Waren wie Kaffee, Tee und Gewürze gelagert, heute befinden sich dort Museen, Restaurants und zahlreiche Freizeitangebote.
  • Miniatur Wunderland: Die weltgrößte Modelleisenbahnanlage zeigt detailreiche Miniaturwelten von Hamburg über die Alpen und Skandinavien bis in die USA. Bewegliche Figuren, Züge, Flugzeuge und zahlreiche Knöpfe zum Ausprobieren machen den Besuch besonders abwechslungsreich.
  • Führung durch das Kontorhausviertel und die Speicherstadt: Bei der Führung stehen das historische Kontorhausviertel mit seinen imposanten Klinkerbauten wie dem Chilehaus und dem Sprinkenhof sowie die aufwendig gestalteten Treppenhäuser im Mittelpunkt. In der Speicherstadt geht es um die Geschichte des Viertels, die Fleete und die frühere Nutzung der Lagerhäuser.
  • HafenCity: Das moderne Viertel direkt an der Elbe verbindet neue Wohn- und Bürogebäude mit Promenaden, Parks und Kulturangeboten. Besonders markant ist die Elbphilharmonie an der Westspitze.
  • Führung durch die Elbphilharmonie: Bei der Führung stehen die außergewöhnliche Architektur, der Große und Kleine Konzertsaal sowie weitere Bereiche des berühmten Konzerthauses im Mittelpunkt. Auch die frei zugängliche Plaza mit ihrem Rundumblick über Hamburg ist sehenswert.
  • Tour der Giganten – Hafenrundfahrt: Bei dieser ungewöhnlichen Tour geht es nicht mit dem Schiff, sondern mit dem Bus durch den Hamburger Hafen. Dabei werden Bereiche wie der O’Swaldkai und das Containerterminal Altenwerder besucht, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind.
  • Hamburger Altstadt: Rund um Rathausmarkt, Binnenalster und Deichstraße zeigt sich Hamburg von seiner historischen Seite. Sehenswert sind das prächtige Rathaus, der Jungfernstieg mit den Alsterarkaden und die historische Deichstraße mit ihren alten Kaufmannshäusern.
  • Mahnmal St. Nikolai: Der erhaltene Turm der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Nikolaikirche erinnert an die Zerstörung Hamburgs. Von der Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe bietet sich ein weiter Blick über die Stadt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Kirche und insbesondere mit den Bombenangriffen auf Hamburg im Juli 1943.
  • Treppenviertel Blankenese: Rund 5.000 Stufen, schmale Gassen, weiße Häuser und schöne Ausblicke auf die Elbe machen das Viertel zu einem besonderen Hamburger Ausflugsziel.
  • Ohlsdorfer Friedhof: Der riesige Parkfriedhof ist mit rund 381 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. Zwischen alten Bäumen, Teichen, Alleen und kunstvollen Grabmälern zeigt sich Hamburg von einer ruhigen und ungewöhnlichen Seite.
  • Franzbrötchen im Café Luise: Das Café Luise ist für seine guten Franzbrötchen bekannt. Neben der klassischen Variante mit Zimt und Zucker gibt es auch ausgefallene Sorten wie Apfel, Kirsche oder Schokolade. Besonders das klassische Franzbrötchen überzeugt mit intensivem Zimtgeschmack und fluffigem Teig.

Unser Besuch in Hamburg

Wir waren schon öfter in Hamburg mit Kindern. Jedes Mal hat uns die Stadt aufs Neue fasziniert. Vor ein paar Jahren waren die Kinder noch ein wenig kleiner. Da haben wir neben den Sehenswürdigkeiten auch viele tolle Spielplätze in Hamburg besucht. Das lockert so eine Städtereise mit Kindern immer gut auf. Damals haben wir eine Hafenrundfahrt mit dem Schiff gemacht, sind auf den Michel gestiegen, waren am Elbstrand in Övelgönne, haben eine Stadtrundfahrt mit den Doppeldeckerbus gemacht, eine Familienstadtführung durch die Speicherstadt und haben einige wirklich schöne Spielplätze besucht.
–> hier geht’s zum Beitrag Hamburg mit Kindern.

Jetzt sind unsere Kinder schon Teenager und wir haben ein paar Sachen angeschaut, die für jüngere Kinder vielleicht ein wenig langweilig wären. Aber das muss jede Familie selbst entscheiden. Wir fanden Hamburg auch dieses Mal wieder sehr interessant und abwechslungsreich. Was mir persönlich an Hamburg so gut gefällt, sind unter anderem die unterschiedlichen Stadtviertel. Dicht aneinander liegen dabei ganz verschiedene Welten. In diesem Beitrag stelle ich dir kurz die Stadtteile vor, die wir besucht haben, und zeige dir die dortigen Sehenswürdigkeiten, die wir angeschaut haben. Vielleicht sind diese Ausflugsziele Hamburg in mit Kindern auch für dich interessant?

St. Pauli

St. Pauli ist der wohl bekannteste und kontrastreichste Stadtteil Hamburgs und erstreckt sich direkt an der Norderelbe zwischen Altona und der Neustadt. Weltweit berühmt ist das Quartier für die Reeperbahn, das Zentrum des Hamburger Nachtlebens und Rotlichtviertels, sowie für die St. Pauli Landungsbrücken, von denen aus Hafenrundfahrten und Fähren starten. Neben dem Vergnügungsviertel prägen Großveranstaltungen wie der Hamburger Dom auf dem Heiligengeistfeld und die maritime Hafenmeile das Bild des Stadtteils.

Landungsbrücken St. Pauli

Ausflugsziele Hamburg mit Kindern - An den Landungsbrücken auf St. Pauli
Ausflugsziele Hamburg mit Kindern – An den Landungsbrücken auf St. Pauli
Von der Jan Fedder Promenade führen die Stege hinunter auf die Pontons
Von der Jan Fedder Promenade führen die Stege hinunter auf die Pontons zu den Hafenrundfahrten

Die Landungsbrücken – hierher kommt (fast) jeder. Kein Wunder, denn an den Landungsbrücken gibt es einiges zu sehen und zu erleben. Die Landungsbrücken liegen im Hamburger Stadtteil St. Pauli direkt an der Elbe, genau zwischen dem Niederhafen und dem Fischmarkt. Sie sind etwa 700 Meter lang und bestehen aus schwimmenden Pontons. Weil sie in St. Pauli liegen, heißen sie offiziell auch „St. Pauli Landungsbrücken“. Direkt dahinter verläuft die gleichnamige Straße. Von den Landungsbrücken starten einige Anbieter ihre Hafenrundfahrten, es gibt kleine Kioske und es ist immer viel los. Containerschiffe fahren vorbei, die Elbfähren zu den Musicals starten und auch die Elbfähren der HVV flussabwärts Richtung Övelgönne oder Finkenwerder starten an den Landungsbrücken. Und es gibt ein paar tolle Sehenswürdigkeiten für Familien.

Rickmer Rickmers Museumsschiff an den Landungsbrücken

Lohnende Ausflugsziele Hamburg mit Kindern - das Rickmer Rickmers Museumsschiff an den Landungsbrücken
Lohnende Ausflugsziele Hamburg mit Kindern – das Rickmer Rickmers Museumsschiff an den Landungsbrücken
Der Maschinenraum ist beeindruckend, wenn du technisch interessierte Kinder hast
Der Maschinenraum ist beeindruckend, wenn du technisch interessierte Kinder hast
Oben auf dem Schiff kannst du bei diesem Ausflug in Hamburg mit Kindern auch einmal Kapitän sein
Oben an Deck kannst du bei diesem Ausflug in Hamburg mit Kindern auch einmal Kapitän sein

Das Museumsschiff Rickmer Rickmers ist ein altes Segelschiff aus dem Jahr 1896. Damals war es eines der ersten Schiffe der Werft Rickmers, das aus Stahl gebaut wurde. Benannt ist es nach dem Enkel des Firmengründers Rickmer, der auch als Galionsfigur vorne am Schiff zu sehen ist. Die Rickmer Rickmers liegt heute an den Landungsbrücken in Hamburg, an der Brücke 1. Aber das Schiff hat eine lange Geschichte hinter sich. 27 Jahre lang fuhr sie auf den Meeren der Welt umher, zuerst unter deutscher Flagge. Später, inmitten des Ersten Weltkriegs, wurde sie von den Portugiesen beschlagnahmt. Die setzten sie später als Segelschulschiff zur Ausbildung ihres Marinenachwuchses ein. In den 1960er-Jahren wurde das Schiff abgetakelt und verfiel langsam, bis 1983 der Verein „Windjammer für Hamburg e.V.“ beschloss, das Schiff zu kaufen und es nach Hamburg als Museumsschiff zu bringen.

Ausstellungsräume auf der Rickmer Rickmers

Im Schiff gibt es allerhand zu sehen. Mehrere Decks geht es nach unten in den Schiffsrumpf, wo verschiedene Ausstellungsräume sind und sich auch ein großes Restaurant befindet. Wir haben uns zuerst die alten Kajüten angeschaut und waren ziemlich überrascht, wie viel Platz der Kapitän und der 1. Offizier in ihren Unterkünften hatten. Dann ging es weiter in den Maschinenraum. Hier stehen sowohl ein Dieselmotor als auch ein Dampfantrieb. Beide Antriebsarten wurden im Laufe der Zeit für das Schiff genutzt, neben den Segeln. Der Hauptausstellungsraum ist noch ein Deck weiter unten. Hier geht es um die Geschichte des Schiffes sowie um die Schifffahrt allgemein.

Interaktive Stationen

Immer wieder gibt es auch Spielstationen. Hier kann man etwa ausprobieren, wie das Morsen funktioniert, wie sich Seeleute auch anhand von Flaggen unterhalten können oder wie ein Flaschenzug die Last zum Tragen erheblich leichter macht. Man sieht, was für Werkzeuge auf Schiffen alles gebraucht wurden und werden, und man kann sich im Knotenmachen versuchen. Im hinteren Bereich gibt es auch ein kleines Kino. Dort haben wir gesehen, wie das Leben an Bord in den 1950/60er-Jahren ausgesehen hat.

Im untersten Deck gibt es dann noch einen Raum, der für Kunstausstellungen genutzt wird, und dort gibt es auch einen Karaokeraum. Dort kann man sich in alten Seemannsliedern üben. Wer gerne singt, hat hier sicher Spaß. Oben an Deck kann man sich dann noch verschiedene Räume anschauen, und natürlich auch die Masten und Segel. Am Steuerruder sieht man gut, wie die Mechanik des Ruders funktioniert, und es lässt sich auch drehen. Wir fanden das Schiff ziemlich interessant und gerade für Familien gut gemacht, denn man darf hier viel anfassen und ausprobieren.

Alter Elbtunnel Landungsbrücken

Eine der außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten in Hamburg mit Kindern - der Alte Elbtunnel
Eine der außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten in Hamburg mit Kindern – der Alte Elbtunnel
Mit Aufzug oder über die Stufen kommst du hinunter und auf der anderen Elbseite zu diesem Aussichtspunkt
Mit Aufzug oder über die Stufen kommst du hinunter und auf der anderen Elbseite zu diesem Aussichtspunkt

Eine Sehenswürdigkeit, die du in Hamburg nicht verpassen solltest, ist der Alte Elbtunnel. Offiziell St. Pauli-Elbtunnel genannt, wurde er im September 1911 nach vier Jahren Bauzeit eröffnet. Bis heute gilt er als Meisterwerk der Ingenieurskunst. Er wurde errichtet, um den Tausenden Werftarbeitern einen sicheren Weg von St. Pauli hinüber nach Steinwerder zu ermöglichen, da die Fähren bei Eis und Nebel oft ausfielen. Das Bauwerk liegt etwa 24 Meter unter der Wasseroberfläche und erstreckt sich über 426,5 Meter. Das Besondere: Da an den Landungsbrücken kein Platz für große Auffahrtsrampen war, wurden historische Fahrstühle eingebaut, die Mensch und Fahrzeug in die Tiefe beförderten.

Zu Fuß oder mit dem Rad durch den Alten Elbtunnel

Fast 108 Jahre lang prägte auch der Pkw-Verkehr die Röhren, bis der Tunnel am 3. Juni 2019 dauerhaft für Autos gesperrt wurde. Zuletzt nutzten ihn kaum noch Fahrzeuge, während jährlich über eine Million Fußgänger und Hunderttausende Radfahrer die Passage querten. Seit 2003 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Fußgänger und Radfahrer können den Tunnel rund um die Uhr kostenlos nutzen. Die großen alten Lastenaufzüge haben allerdings eingeschränkte Betriebszeiten: Montag bis Freitag von 05:30 bis 20:00 Uhr und Samstag, Sonntag und Feiertag von 10:00 bis 18:00 Uhr. Die normalen Personenaufzüge und die Treppen sind hingegen rund um die Uhr benutzbar.

Der Gang durch den Elbtunnel ist schon ein besonderes Erlebnis. Wir sind erst zu Fuß die Treppen hinunter. So sieht man die Lastenaufzüge von außen und auch das Treppenhaus ist sehr beeindruckend. Die Tunnelröhren sind wirklich sehr schön restauriert worden und auch die Schmuckkacheln mit Meeresmotiven verzieren die Wände. Dazu gibt es Infotafeln über die ganze Tunnelstrecke. Es gibt zwei Röhren: eine für Radfahrer und eine für Fußgänger. Am anderen Ende kommt man in Steinwerder raus. Dort gibt es am Elbufer einen schönen Ausblick auf die Hamburger Skyline mit Landungsbrücken, Michel und Elbphilharmonie.

Museumsschiff Cap San Diego an der Überseebrücke

Museumsschiff Cap San Diego - das Ausflugsziel an den Landungsbrücken in Hamburg mit Kindern
Museumsschiff Cap San Diego – das Ausflugsziel an der Überseebrücke in Hamburg mit Kindern
Eines unserer empfehlenswerten Ausflugsziele in Hamburg mit Kindern
Eines unserer empfehlenswerten Ausflugsziele in Hamburg mit Kindern

Etwas weiter östlich von den Landungsbrücken gibt es noch die Überseebrücke, ebenfalls ein schwimmender Ponton. Hier liegt ein weiteres tolles Museumsschiff. Der „Weiße Schwan des Südatlantiks“, so wird das Schiff Cap San Diego auch genannt. Wegen seines weißen Anstrichs, seiner klaren Linie und weil es eben früher nach Südamerika als Stückgutfrachter gefahren ist. 1961 wurde das Schiff gebaut und brach 1962 zu seiner ersten Südamerikareise auf. 10.000 Tonnen Ladung konnten auf dem Schiff transportiert werden. Es wurden Stück- und Schwergut sowie Lebensmittel wie Rindfleisch, Gemüse und Früchte aus Südamerika über den Atlantik gebracht. Außerdem konnten 12 Passagiere in den Kabinen auf Überseefahrt gehen. In den 1980er-Jahren dominierte dann immer mehr die moderne Containerschifffahrt und die Cap San Diego wurde, kurz bevor sie verschrottet werden sollte, gerettet und schließlich als Museumsschiff nach Hamburg gebracht.

Rundgang mit dem Audioguide

Heute kannst du als Besucher das ganze Schiff besichtigen. Die Dimensionen sind dabei auf den ersten Blick oft gar nicht so ersichtlich. Vor Ort gibt es einen QR-Code für einen Audioguide, den man sich aufs Handy laden kann, oder man besichtigt das Schiff einfach so. Wir fanden den Audioguide gut, auch wenn es seine Zeit dauert, wenn man alles anschauen will. Aber es lohnt sich, genug Zeit mitzunehmen. Im Schiff sieht man die unterschiedlichsten Räume. Zum einen die vornehmen Räume für die Schiffspassagiere. Sie hatten wirklich reichlich Platz: Salon, Bar und Esszimmer gibt es zu sehen, ebenso wie den Swimmingpool. Der wurde einmal am Tag mit frischem Meerwasser gefüllt. Die Zimmer hingegen kann man nicht anschauen, denn auch heute noch kann man dort als Hotelgast übernachten.

Viele interessante Räume und ein riesiger Maschinenraum

Daneben gibt es die Räume der Mannschaft: die enge Kombüse, die Offiziersmesse oder den Funkraum. Und es gab für die Mannschaft ein sogenanntes Palaverdeck. Hier konnten sich die Seeleute nach der Arbeit entspannen und miteinander reden – also palavern. Den Swimmingpool durften sie benutzen, wenn die zahlenden Passagiere beim Essen waren. Sehr interessant zu sehen ist auch die Brücke mit den ganzen alten Instrumenten. Tatsächlich gibt es hier aber auch eine Reihe moderner Instrumente, da das Schiff manchmal noch in See sticht.

Richtig beeindruckt hat uns der Maschinenraum. Über drei Decks nach unten in den Bauch des Schiffes erstrecken sich die ganzen Antriebsmaschinen für das Schiff. Unser großer Teenager war begeistert und hätte hier auch Stunden zubringen können. Obwohl wir fast zwei Stunden an Bord waren, hatten wir nicht das Gefühl, alles gesehen zu haben. Nimm dir also ausreichend Zeit mit, wenn du dieses große Schiff besuchen willst.

Sonnendeck – Beachclub St. Pauli

Auf dem Sonnendeck in Hamburg mit Kindern - direkt an der Elbe chillen
Auf dem Sonnendeck in Hamburg mit Kindern – direkt an der Elbe chillen

Entspannte Pause an den Landungsbrücken
Wer mit Kindern in der Stadt unterwegs ist, weiß, wie wichtig gute Pausen sind. Neben tollen Spielplätzen bieten sich dafür auch familienfreundliche Bars oder Cafés an. Und wie wäre es mit etwas Beach-Feeling mitten in Hamburg? Das Sonnendeck bietet genau das. An den Landungsbrücken gelegen, hat das Sonnendeck dazu noch die perfekte Lage. Die Outdoor-Location hat verschiedene Stände, an denen du dir Getränke und kleine Gerichte kaufen kannst. Hier gibt es tolle hausgemachte Limonaden, alkoholfreie oder alkoholische Cocktails, Softdrinks oder Bier. Das alles genießt du dann auf dem Strand an Biertischen oder in Liegestühlen mit exklusivem Elbblick. Man sieht die Elbphilharmonie, den Hafen und natürlich die vielen Schiffe, die hier vorbeifahren.

Wir haben die Atmosphäre am Sonnendeck sehr genossen. Der Beachclub liegt etwas höher als die Landungsbrücken und so haben wir von den Liegestühlen den Blick über das Wasser schweifen lassen. Für Kinder gibt es hier auch einen kleinen Spielplatz, wo sie natürlich im Sand spielen können, es gibt Kickertische oder eine verrückte Mini-Disco. Hier kann man in einer alten Telefonzelle (gegen einen kleinen Münzeinwurf) echtes Discofeeling erleben, mit Nebelmaschine, Discokugel und Lichtorgel. Lässige Musik sorgt für zusätzliche Club-Atmosphäre. Das Sonnendeck hat von mittags bis abends geöffnet (variiert je nach Wetter, einfach kurz auf der Homepage schauen). Für uns war es ein perfekter Ort für entspannte Stunden mitten im Stadttrubel.

Michael Jackson Musical

Hamburg Ausflug mit Kindern zum Michael Jackson Musical
Hamburg Ausflug mit Kindern zum Michael Jackson Musical
Dieser Hamburg Ausflug mit Kindern ist ein wirklich tolles Erlebnis
Dieser Hamburg Ausflug mit Kindern ist ein wirklich tolles Erlebnis

Bei einem Hamburg-Besuch gehört ein Musical-Besuch einfach mit dazu. In Hamburg ist die Auswahl groß. Neben dem Klassiker König der Löwen gibt es immer wieder neue Musicals in der Halle direkt daneben und an anderen Standorten der Stadt. Wir haben uns das Michael Jackson Musical angeschaut. Es läuft seit 2024 in Hamburg. Die gesprochenen Texte werden auf Deutsch vorgetragen, die Lieder auf Englisch gesungen. So versteht man gut die Handlung, die Lieder bleiben aber original.

Und um was geht es? Die Handlung ist im Jahr 1992 während der intensiven Proben zur legendären Dangerous World Tour in Los Angeles angesiedelt. Ein Filmteam von MTV erhält exklusiven Zugang zu den Vorbereitungen und versucht, dem Star kritische Fragen zu entlocken. Dadurch entsteht eine Art Zeitreise: In zahlreichen Rückblenden erlebt man die wichtigsten Stationen in Jacksons Karriere. Angefangen bei seinen frühesten Erfolgen als Wunderkind bei den Jackson 5 über den Drill seines Vaters Joseph Jackson bis hin zur Zusammenarbeit mit Produzentenlegende Quincy Jones.

Dabei werden mehr als 25 seiner größten Welthits gezeigt, wie Beat It, Billie Jean und Smooth Criminal bis hin zu Thriller, Man in the Mirror und Black or White. Nicht nur perfekt gesungen, sondern in den tollen Performances getanzt. Wer die Videos von Michael Jackson kennt, wird hier vieles wiederentdecken. Besonders gut gelungen ist meiner Meinung nach etwa Thriller mit einem grandiosen Bühnenbild und toller Choreografie. Aber auch die anderen Lieder waren richtig gut und manchmal so perfekt gesungen, dass man kaum einen Unterschied zum Original gehört hat. Insgesamt sind das Bühnenbild und die Showeffekte perfekt gemacht und die Darsteller sind alle hervorragend. Uns hat es richtig gut gefallen, auch den Teenager-Jungs, die sich sonst nicht unbedingt für Musicals begeistern lassen.

Hamburger Dom auf dem Heiligengeistfeld St. Pauli

Ausflug Hambug mit Kindern zum Dom - dem Volkfest auf dem Heiligengeistfeld
Ausflug Hambug mit Kindern zum Dom – dem Volkfest auf dem Heiligengeistfeld

Der Hamburger Dom ist das größte Volksfest des Nordens und eine echte Hamburger Institution. Dreimal im Jahr – im Frühling, Sommer und Winter – verwandelt sich das Heiligengeistfeld mitten in St. Pauli für jeweils vier Wochen in einen riesigen Jahrmarkt. Rasante Achterbahnen, nostalgische Karussells oder das klassische Riesenrad mit Blick über die Stadt: Hier gibt es jede Menge Unterhaltung für Familien. Dazu gehören natürlich auch die typischen Leckereien wie frisches Schmalzgebäck, gebrannte Mandeln, Liebesäpfel und herzhafte Spezialitäten. Ein fester Höhepunkt jeder Dom-Saison ist das traditionelle Feuerwerk, das an jedem Freitagabend den Himmel über St. Pauli erleuchtet.

Woher hat der Hamburger Dom seinen Namen?
Der ungewöhnliche Name des Volksfests lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Im 14. Jahrhundert suchten Händler, Handwerker und Gauklermacher bei Hamburger Schietwetter Zuflucht im damaligen Mariendom. Obwohl der Bischof das bunte Treiben in den heiligen Hallen zunächst nicht gerne sah, erlaubte er den Schaustellern ab 1329 offiziell das Markttreiben bei Sturm und Regen. Als die Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen werden musste, zogen die Händler weiter durch die Stadtteile, bis sie 1893 schließlich auf dem Heiligengeistfeld ihr festes Zuhause fanden. Der Traditionsname „Dom“ ist aus dieser Geschichte bis heute erhalten geblieben.

Vespermann’s gebrannte Mandeln

Unser Ausflug in Hambug mit Kindern zu Markus bei Wiener Mandeln Vespermann
Unser Ausflug in Hambug mit Kindern zu Markus bei Wiener Mandeln Vespermann – er hat uns gezeigt wie man gebrannte Mandeln macht

Wir haben auf dem Hamburger Dom den Mandelstand „Vespermann & Sohn – Wiener Mandeln“ besucht. Dieser traditionsreiche Mandelstand steht schon seit über 60 Jahren auf dem Dom, immer gegenüber vom Riesenrad. Hier gibt es ausschließlich gebrannte Mandeln, Nüsse und Kerne, mittlerweile in 24 verschiedenen Sorten und Geschmäckern. Dabei gibt es neben den klassischen gebrannten Mandeln Cashewnüsse, Macadamianüsse oder Paranüsse. Und du findest am Stand auch Mandeln mit außergewöhnlichen Geschmäckern, etwa Waldmeister, After Eight oder Kinderschokolade.

Sehr ungewöhnlich ist auch die gebrannte Mandel mit Salmiak-Geschmack – also mit Lakritze. Die Familie Vespermann ist stolz auf ihre lange Familientradition und verwendet immer noch die alten Rezepte mit wenig Zucker, um den Nussgeschmack möglichst hervorzuheben. Wir durften Markus Vespermann ein wenig bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Seine Mandeln und Nüsse macht er jeden Tag frisch direkt am Stand.

Bei den klassischen Mandeln kommen nur noch Zucker, Wasser und etwas Vanille dazu. Im Kupferkessel über der Gasflamme entsteht so in etwa einer Viertelstunde die leckere Knabberei. Markus hat uns auch einmal quer durch das Sortiment probieren lassen. Am besten fanden wir persönlich Cashewnüsse, Macadamianüsse, Vanillemandeln und die Paranüsse, aber auch die anderen Sorten waren richtig lecker. Unser Tipp: Du kannst am Stand auch eine bunte Mischung bekommen oder dir selbst eine Mischung aus deinen Lieblingssorten zusammenstellen. So probierst du neben dem Klassiker auch die anderen tollen Sorten.

Grüner Bunker St. Pauli

Neuer Ausflug in Hamburg mit Kindern zum Grünen Bunker St. Pauli
Neuer Ausflug in Hamburg mit Kindern zum Grünen Bunker St. Pauli
Der Bergpfad führt dich hinauf zu diesem Garten auf dem Dach
Der Bergpfad führt dich hinauf zu diesem Garten auf dem Dach

Ganz in der Nähe des Hamburger Doms gibt es ein recht neues Wahrzeichen – den Grünen Bunker. Der gewaltige Betonkoloss wurde ursprünglich 1942 während des Zweiten Weltkriegs als Flugabwehrturm erbaut und diente damals Zehntausenden Menschen als Schutzraum. In den Nachkriegsjahrzehnten wandelte er sich schrittweise zu einem lebendigen Zentrum der Hamburger Kreativ- und Musikszene und behauste unter anderem Tonstudios, einen Radiosender sowie den bekannten Musikclub Uebel & Gefährlich.

Bergpfad auf den Grünen Bunker

In den letzten Jahren wurde der Bunker dann um fünf pyramidenartige Etagen auf rund 58 Meter Höhe aufgestockt und begrünt. Über 23.000 Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen wachsen am Gebäude. Im Sommer 2024 wurde der Bunker neu eröffnet. Als Besucher kann man den 560 Meter langen Bergpfad an der Außenseite des Gebäudes hoch wandern (und das kostenlos – es gibt nur eine Sicherheitskontrolle am Eingang). Dabei geht man spiralförmig um das Gebäude über Treppen nach oben. Schon beim Aufstieg hat man dabei tolle Ausblicke. Gut zu sehen ist etwa das benachbarte Millerntor-Stadion des FC St. Pauli.

Oben angekommen, gibt es einen kleinen Dachgarten mit einer Bar für Snacks und Getränke. Selbst darf man nichts zum Essen und Trinken mit nach oben nehmen. Die Taschen werden am Eingang kontrolliert. Auch Messer oder Ähnliches darf man nicht mitführen (wir mussten etwa unsere Getränkeflaschen aus Alu unten stehen lassen, konnten sie danach aber natürlich wieder mitnehmen). Beim Aufstieg kann man übrigens die Geschichte des Bunkers an Infotafeln nachlesen und im Zwischengeschoss (zwischen dem alten Bunker und dem neuen Aufbau) gibt es noch eine kleine geschichtliche Ausstellung. Für uns war es ein toller Ausflug, die Ausblicke am Weg fanden wir dabei oft besser als den Blick von ganz oben.

Speicherstadt Hamburg

Die Hamburger Speicherstadt ist der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt und gehört seit 2015 gemeinsam mit dem Kontorhausviertel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurde ab 1883 als Teil des Hamburger Freihafens erbaut, um Waren zollfrei lagern und verarbeiten zu können. Das Viertel erstreckt sich über mehrere Inseln in der Elbe und steht auf Tausenden in den Boden gerammten Eichenpfählen. Architektonisch ist die Speicherstadt durch ihre roten Backsteingebäude im Stil der neugotischen Backsteingotik geprägt, die mit Verzierungen, Giebeln und Türmchen gestaltet sind.

Durchzogen wird das Quartier von schmalen Wasserstraßen, den sogenannten Fleeten. Früher wurden Güter wie Kaffee, Tee, Tabak, Gewürze und Orientteppiche auf flachen Schuten herangefahren und mit Seilzügen direkt in die oberen Stockwerke der Speicher gezogen. Auch heute noch beherbergt die Speicherstadt den weltweit größten Orientteppichhändler-Komplex.

Mittlerweile hat sich die Nutzung des Viertels stark verändert. Die historischen Hallen bieten heute Raum für Büro- und Agenturnutzungen, Restaurants sowie zahlreiche Kultur- und Freizeitangebote. Zu den bekanntesten Attraktionen gehören das Miniatur Wunderland mit der größten Modelleisenbahnanlage der Welt, das Hamburg Dungeon, das Zollmuseum sowie verschiedene Spezialmuseen wie das Gewürzmuseum.

Miniatur Wunderland in der Speicherstadt

Top Ausflugsziel Hamburg mit Kindern - das Miniaturwunderland mit dem Blick in die Elbphilharmonie
Top Ausflugsziel Hamburg mit Kindern – das Miniaturwunderland mit dem Blick in die Elbphilharmonie
Für uns das Top Ausflugsziel in Hamburg mit Kindern - mit Tag und Nacht
Für uns das Top Ausflugsziel in Hamburg mit Kindern – mit Tag- und Nachtstimmung

Bei einem Autorennen in Monaco mitfiebern, einmal quer durch die Alpen spazieren und wenig später in Skandinavien den Winter erleben – das alles kannst du in kurzer Zeit im Miniatur Wunderland Hamburg erleben. Das Miniatur Wunderland ist tatsächlich die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Die Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun und ihr Freund Stephan Hertz eröffneten 2001 die ersten Abschnitte der Modelleisenbahnanlage, und daraus ist mittlerweile eine riesige Welt entstanden. Und das Miniatur Wunderland ist keineswegs nur etwas für Technik- und Eisenbahnfans. Die super detailreichen Landschaften, die vielen beweglichen Teile und viele Knöpfe, mit denen man als Besucher kleine Animationen starten kann, sind einfach faszinierend.

Die riesige Ausstellungsfläche im Miniatur Wunderland mit unzähligen Welten

Die Ausstellung führt dich durch Teile der USA, wo man etwa Goldgräbern bei der Arbeit zuschauen oder in Las Vegas nicht nur die Casinos bestaunen kann, sondern etwa auch ins Autokino geht. Du spazierst durch Österreich mit seinen Bergen und Gondelbahnen und kommst in die Hauptstadt Knuffingen. Hier fahren nicht nur die meisten Autos im ganzen Miniatur Wunderland, sondern es gibt auch die meisten Feuerwehreinsätze zu sehen. Alle 15 Minuten bricht woanders in der kleinen Stadt ein Feuer aus. Gleich daneben bist du schon in Hamburg. Hier kann man bei einem Fußballspiel von St. Pauli gegen den HSV mitfiebern, die Landungsbrücken sehen oder auch die Elbphilharmonie. Die kann man per Knopfdruck auch öffnen und schon sieht man die Appartements und ihre Bewohner sowie den Konzertsaal.

Die Schweiz hat gigantische Berge und Venedig ist unheimlich detailreich. Du kannst DJ BoBo bei einem Konzert zuhören oder ein Gewitter in der berüchtigten Drake-Passage zwischen der Südspitze Südamerikas und der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel beobachten. Hier müssen die Schiffe heftige Stürme auf dem Meer aushalten. Total faszinierend ist der Knuffingen Airport. Hier werden pro Tag ca. 250 Flüge abgefertigt. Selbstständig rollen die Flugzeuge zur Startbahn und heben dort ab. 6 Jahre wurde an diesem spektakulären Projekt gebaut. Und es entstehen immer neue Welten. Bei unserem Besuch wurde gerade am südamerikanischen Dschungel gearbeitet.

Spannende Technik und viele tolle Eindrücke

Überhaupt ist die Technik natürlich super interessant. Immer wieder kann man einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen und sehen, wie die vielen Züge im Inneren der Landschaften auf mehreren Etagen fahren. Du kannst auch einen Blick in den Leitstand werfen, wo immer einige Mitarbeiter schauen, dass alles perfekt läuft. Wer mehr erfahren will, kann auch extra Touren buchen, bei denen einem mehr gezeigt und erklärt wird. Aber auch so ist das Miniatur Wunderland immer wieder faszinierend.

Wir waren zum zweiten Mal hier und aus unseren Kindern sind mittlerweile Teenager geworden. Wir waren wieder genauso beeindruckt wie beim ersten Mal, haben jede Menge Neues entdeckt und waren knapp drei Stunden dort. Die Zeit ist nur so verflogen und unsere Buben wären auch noch ein zweites Mal durch alle Ausstellungsräume gegangen. Zurecht eine der meistbesuchten Attraktionen in Hamburg und Deutschland. Tipp: Am besten vorab ein Online-Ticket mit Zeitslot kaufen, sonst kann es sein, dass du warten musst.

Führung Kontorhausviertel und Speicherstadt

Mit dem Verein Stattreisen haben wir eine Führung durch Hamburg gemacht. Der Verein bietet ganz unterschiedliche Touren durch Hamburg an, auch viele Touren, die Einheimische ansprechen, die ihre Stadt mit anderen Augen kennenlernen möchten. Es gibt auch extra Familien- und Kindertouren, etwa die wöchentlich stattfindende Tour: Familienführung – Der Hafen für Kinder. Wir haben uns mit unseren Teenagern für die Führung durch das Kontorhausviertel und die Speicherstadt entschieden, die beide UNESCO-Welterbe sind. Diese beiden Stadtteile sind sehr speziell. Tatsächlich wurden für diese beiden Viertel die Häuser und Gebäude, die früher dort standen, abgerissen.

Durch das Kontorhausviertel

Ausflüge Hamburg mit Kindern - entdecke die besonderen Häuser im Kontorhausviertel
Ausflüge Hamburg mit Kindern – entdecke die besonderen Häuser im Kontorhausviertel
Bei der Führung haben wir auch die besonderen Treppenhäuser besucht
Bei der Führung haben wir auch die besonderen Treppenhäuser besucht

Im Kontorhausviertel war davor überwiegend ein Armenviertel, das sogenannte Gängeviertel. Krankheiten und Epidemien waren hier an der Tagesordnung. In den 1920er-Jahren wurde ein neues Konzept für diesen Stadtteil erarbeitet, und Wohnen und Arbeiten sollten getrennt werden. So wurden die Kontorhäuser gebaut, die reine Bürogebäude waren und sind. Beeindruckend große Gebäude mit Klinkerfassaden sind entstanden. Die Architektur ist schon sehr besonders, sowohl außen als auch innen. Am schönsten ist sicher das Chilehaus, aber auch der Sprinkenhof ist ein echtes Schmuckstück. Bei unserer Führung haben wir auch einige Treppenhäuser in den Kontorhäusern besichtigt. Die sind besonders schön mit alten Fliesen und aufwendig gestaltet. Die Treppenhäuser schwingen sich oft bis ganz nach oben, und der Blick von unten nach oben ist fast surreal.

Weiter durch die Speicherstadt

Ausflüge Hamburg mit Kindern - durch die Speicherstadt zum Maritimen Museum
Ausflüge Hamburg mit Kindern – durch die Speicherstadt zum Maritimen Museum

Weiter ging es bei der Führung in die Speicherstadt. Auch die Speicherstadt war vor ihrer Funktion als Speicher ein Wohnviertel. Die Menschen, die dort lebten, mussten umziehen, ob sie wollten oder nicht. Der Hafen war als Einnahmequelle einfach wichtiger. Und beim Bau wurde gezeigt, wie reich man ist. Die Häuser sind aufwendig gestaltet und haben natürlich eine spezielle Architektur. Sie sind sowohl von der Straßen- als auch von der Flussseite her belieferbar. Und so gibt es auf beiden Seiten Ladetüren und Kräne, mit denen man die Waren hochziehen konnte. Interessant ist auch, dass die Fleete damals extra gebaut wurden, damit alle Lagerhäuser Wasserzugang hatten.

Heute werden nur noch wenige Häuser als Lagerflächen genutzt. In den Häusern sind heute Start-ups, Tonstudios, Museen oder Agenturen. Wohnen kann man hier nicht, denn das Speicherstadtviertel hat keinen Hochwasserschutz. Zum Abschluss ging es noch zum Maritimen Museum, dem ältesten Speicherhaus, das heute noch steht. Von hier aus hat man auch die neue HafenCity im Blick, die für den Hochwasserschutz erhöht gebaut wurde. Wir fanden die Führung sehr interessant und gelungen. Viele Ecken hätten wir sonst gar nicht entdeckt, vor allem im Kontorhausviertel.

HafenCity Hamburg

Die HafenCity Hamburg ist das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas und wächst seit 2001 auf einem ehemaligen Freihafengelände direkt an der Norderelbe. Das moderne Quartier vergrößert die Hamburger Innenstadt um etwa 40 Prozent und verbindet Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit am Wasser. Um das Areal vor Sturmfluten zu schützen, setzt man auf erhöhte Warften statt klassischer Deiche, sodass die Promenaden direkt am Wasser liegen, die Gebäude selbst aber sicher erhöht stehen.

Das bekannteste Wahrzeichen des Viertels ist das Konzerthaus Elbphilharmonie an der Westspitze. Neben moderner Architektur, Plätzen wie den Marco-Polo-Terrassen und dem Überseeboulevard zeichnet sich die HafenCity durch nachhaltige Bau- und Mobilitätskonzepte aus. Es gibt viele Radwege, Parkanlagen und gute Bus- und U-Bahnverbindungen.

Führung durch die Elbphilharmonie

Die Führung durch die Elbphilharmonie war für uns ein besonderer Ausfluge in Hamburg mit Kindern
Die Führung durch die Elbphilharmonie war für uns ein besonderer Ausfluge in Hamburg mit Kindern
Ausblicke von oben über Hamburg
Ausblicke von oben über Hamburg

Die Elbphilharmonie ist wie ein Bindeglied zwischen der alten Speicherstadt und der neuen HafenCity. Unten besteht das Gebäude aus dem historischen Kaispeicher A aus roten Backsteinen. Hier wurden früher Kakao, Tee und Tabak gelagert. Darauf sitzt der moderne Aufbau aus Glas. Die gesamte Fassade setzt sich aus tausenden gebogenen Fensterelementen zusammen. Sie soll wie eine Wasserwelle wirken. Das gesamte Thema Wasser beherrscht die Architektur des Gebäudes, etwa geschwungene Treppen oder keine rechten Winkel.

Beim Bau noch hochumstritten, ist Hamburg ohne das Gebäude heute fast nicht mehr vorstellbar und es ist eines der spektakulärsten Konzerthäuser der Welt. Die Lage direkt an der Elbe ist einmalig und war mit ein Grund für den großartigen Entwurf der Architekten.

Der Konzertsaal in der Elbphilharmonie

Ausflug in Hamburg mit Kindern in den großen Konzertsaal der Elbphilharmonie
Ausflug in Hamburg mit Kindern in den großen Konzertsaal der Elbphilharmonie

Das Herzstück im Inneren ist der Große Konzertsaal. Hier sitzt man wie auf Terrassen, die sich um die Bühne herum nach oben schwingen. Kein Gast ist weiter als 30 Meter vom Dirigenten entfernt und alle haben durch eine sehr ausgefeilte Akustik das gleiche Klangerlebnis. Die speziell entwickelte Wandverkleidung aus Gipsfaserplatten verteilt den Schall perfekt im Raum. Und der ganze Konzertsaal ist an der Deckenkonstruktion des Gebäudes aufgehängt, ohne Berührungspunkte zum restlichen Gebäude. So dringt kein Schall nach außen und auch nichts von außen herein.

Bei unserer Führung haben wir auch den Kleinen Konzertsaal angeschaut, der eher an eine Schuhschachtel erinnert. Aber auch hier ist die Akustik in Millimeterarbeit ausgerechnet worden. Hier sorgen gefräste Holzpaneele mit abertausenden kleinen Ausbuchtungen für den perfekten Klang. Und die Zuschauertribüne lässt sich einfach in die Wand hineinschieben. So kann man den Saal auch anderweitig nutzen. Wir haben außerdem noch einen VIP-Bereich gesehen, erklärt bekommen, wie die Fenster aufgebaut sind und wie es sich in den Appartements wohnt, die ebenfalls in dem Gebäude untergebracht sind – genauso wie ein Hotel.

Elbphilharmonie Plaza

Für jeden frei zugänglich ist die sogenannte Plaza. Diese Aussichtsebene liegt genau zwischen dem alten Backsteinsockel und dem Glasaufbau. Von hier aus hat man tolle Ausblicke auf die Stadt, die Elbe, den Hafen, die Landungsbrücken oder den neuen Stadtteil HafenCity. Hinauf kommt man am schönsten mit der gebogenen Rolltreppe „The Tube“. Vorher muss man sich allerdings ein kostenfreies Ticket holen, da der Platz oben begrenzt ist (ab Oktober2026 ist die Plaza kostenpflichtig).

Wir fanden die Führung super interessant. Der gesamte Bau ist schon sehr beeindruckend und architektonisch einzigartig. Die Führungen richten sich eher an Erwachsene, interessierte Kinder ab ca. 10 Jahren sind aber sicher auch von dem Haus beeindruckt. Mit jüngeren Kindern ist der Besuch der Plaza mit den Ausblicken auch ein tolles Erlebnis.

Tour der Giganten – Hafenrundfahrt „Auge in Auge mit den Giganten“

Außergewöhnliche Hamburg Ausflüge mit Kindern? Mach doch mal eine Hafenrundfahrt mit dem Bus!
Außergewöhnliche Hamburg Ausflüge mit Kindern? Mach doch mal eine Hafenrundfahrt mit dem Bus!
Bei diesem Hamburg Ausflug mit Kindern kommst du direkt in den Hafen, wo die Frachter be- und entladen werden
Bei diesem Hamburg Ausflug mit Kindern kommst du direkt in den Hafen, wo die Frachter be- und entladen werden
Wir konnten in das gesperrte Hafengelände hinein fahren
Wir konnten in das gesperrte Hafengelände hinein fahren

Die meisten Besucher machen in Hamburg eine Hafenrundfahrt mit dem Schiff. Das ist nett und meistens auch sehr lustig. Richtig außergewöhnlich und anders ist allerdings die Tour der Giganten der REISERING HAMBURG RRH GMBH mit dem Bus. Diese Hafenrundfahrt heißt nicht umsonst „Auge in Auge mit den Giganten“. Hier kommt man direkt in zwei Hafenterminals rein, die ansonsten für normale Menschen nicht zugänglich sind, denn die Terminals sind mittlerweile abgeschottete Sicherheitsareale. Doch bei dieser Busfahrt hat man die Gelegenheit, dort reinzuschauen. Begleitet von einem fachkundigen Guide geht es durch die Stadt zum riesigen Hafengelände.

Durch die Speicherstadt zu den Hafenterminals

Unser erster Anlaufpunkt war die Speicherstadt. Denn wer die Geschichte des Hamburger Hafens verstehen will, muss wissen, dass vor nur wenigen Jahrzehnten ein Großteil der Waren in der Speicherstadt gelagert wurde – das, was heute irgendwo in den Terminals in den Containern liegt. Heute gibt es nur noch wenige Waren dort, überwiegend Orientteppiche oder Kaffee und Gewürze. Dann ging es für uns zum ersten Terminal, dem O’Swaldkai.

Hier werden überwiegend Südfrüchte sowie Autos umgeschlagen. Zwischen den vielen Neuwagen gibt es auch jede Menge Gebrauchtwagen, die in andere Länder verschifft werden. Mit dabei sind auch Autoeinzelteile oder – weil nach Platz im Schiff bezahlt wird – ein Lastwagen mit einem kleineren Lastwagen, der wiederum ein Auto geladen hat. Und die modernen Container für Lebensmittel haben eine durchgehende Kühlfunktion, sodass auch Früchte vom anderen Ende der Welt frisch bei uns ankommen.

Alte Hafenanlagen und hochmoderne Containerterminals

Weiter ging es für uns vorbei am „50er Schuppen“. Hier an den ältesten erhaltenen Hafenanlagen des Hamburger Hafens sieht man alte Relikte wie Kräne oder die alten Hallen, die heute keinerlei Verwendung mehr haben. Über die Köhlbrandbrücke mit einem sehr guten Blick über einen Großteil des Hafens sind wir am Burchardkai vorbeigefahren. 30 Containerbrücken stehen hier, um die riesigen Schiffe zu be- und entladen. Schließlich sind wir mit dem Bus noch ins Containerterminal Altenwerder hineingefahren. Dort stehen die neuesten Containerbrücken. Diese werden nur noch über den Computer gesteuert und das ganze Terminal arbeitet hochtechnologisiert, wie etwa die fahrerlosen Transportplattformen, die voll automatisiert fahren. Super spannend und faszinierend!

Interessante Pause in der Duckdalben Seemannsmission

Hamburg Ausflug mit Kindern zur Hafenmission
Hamburg Ausflug mit Kindern zur Hafenmission

Zwischendurch gab es auch eine Pause in der Duckdalben Seemannsmission. Das ist ein Zufluchtsort und Freizeitraum für Seeleute aus aller Welt, die in Hamburg ein paar Stunden Freizeit haben. Die Seeleute werden kostenlos von den Schiffen abgeholt, es gibt Möglichkeiten zum globalen Telefonieren, einen Andachtsraum sowie Spiel- und Sportangebote und einen gemütlichen Gastraum. Eine tolle Einrichtung mitten im Hafengelände!

Die ganze Tour war sehr interessant, unser Guide wusste wahnsinnig viel zu erzählen und war auf dem tagesaktuellen Stand, welche Schiffe wo liegen und welche Abmessungen sie haben. Aber auch wie die Technik überall funktioniert, hat er uns gut und verständlich erklärt. Die drei Stunden sind sehr schnell vergangen. Die Tour ist eher etwas für schon ein wenig ältere Kinder und Jugendliche, da viele komplexe Sachen erklärt werden.

Hamburger Altstadt

Das Rathaus mit seiner gotischen Fassade ist sehr prachtvoll
Das Rathaus mit seiner gotischen Fassade ist sehr prachtvoll
Hamburg Ausflug mit Kindern an der Binnenalster in der Altstadt
Hamburg Ausflug mit Kindern an der Binnenalster in der Altstadt

Die Hamburger Innenstadt ist eine Büro- und Shoppingstadt, nur wenige Wohnhäuser und Wohnungen gibt es hier. Und es gibt auch keine gewachsene Altstadt, wie man sie aus anderen Städten kennt, da Hamburg mehrmals zerstört wurde, z. B. beim Großen Brand 1842 oder bei den Bombenangriffen im Juli 1943. Aber es gibt doch einige prächtige Gebäude – allen voran sicher das Rathaus. Und es gibt auch noch eine recht gut erhaltene Straße, wo viele alte Gebäude zu sehen sind: die Deichstraße. Schön ist die Stimmung an der Binnenalster, nur wenige Schritte vom Rathausmarkt entfernt. Hier kann man Schiffsrundfahrten machen, durch die Alsterarkaden schlendern oder einfach nur die Atmosphäre genießen.

Hamburger Rathaus

Das Hamburger Rathaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance erbaut. Es dient bis heute als Sitz der Hamburger Bürgerschaft und des Senats. Mit seinem zentralen, 112 Meter hohen Turm dominiert das Rathaus den Rathausmarkt und prägt damit das Stadtbild. Im Inneren beherbergt der riesige Komplex 647 Räume. So besitzt es sogar mehr Zimmer als der Londoner Buckingham Palace. Als Besucher kann man kostenlos die prächtige Eingangsdiele anschauen. Hier lässt sich die Pracht des Hauses erahnen. Und es gibt einen Innenhof, in den man gelangt. Hier steht der Hygieia-Brunnen, der in Gedenken an die große Cholera-Epidemie von 1892 errichtet wurde.

Binnenalster, Jungfernstieg und Alsterarkaden

Hamburg Ausflug mit Kindern zu den Alsterarkaden
Hamburg Ausflug mit Kindern zu den Alsterarkaden

Der Jungfernstieg und die Binnenalster gehören zu den elegantesten und bekanntesten Ecken Hamburgs. Die Binnenalster ist der südliche, kleinere Teil des Alstersees; mitten im Wasser sprudelt die berühmte Alsterfontäne. Der Jungfernstieg verläuft direkt am südlichen Ufer der Binnenalster und ist Hamburgs traditionsreichste Flaniermeile. Seinen besonderen Namen verdankt der Boulevard einer historischen Tradition: Früher führten wohlhabende Hamburger Familien hier sonntags ihre unverheirateten Töchter – die „Jungfern“ – spazieren.

Heute ist die Promenade vor allem für ihre luxuriösen Einkaufs- und Passagemöglichkeiten und historischen Bauten bekannt. Vom Jungfernstieg Richtung Rathaus gehst du am schönsten durch die Alsterarkaden. Die weiß gestrichenen Arkaden liegen an der Kleinen Alster, die dann bei einem kleinen Wehr in das Alsterfleet übergeht. Sonnengeschützt kann man hier unter den Arkadengängen bummeln, Kaffee trinken oder einfach die Atmosphäre genießen.

Mönckebergstraße

Die Mönckebergstraße ist die bekannteste Einkaufsmeile von Hamburg. Als direkte Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Rathausmarkt wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts unter Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg als moderner Boulevard angelegt und gehört heute zu den meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands. Neben zahlreichen großen Kaufhäusern, Modefilialen und der beliebten Europa Passage besticht die weitgehend autofreie Flaniermeile durch imposante historische Kontorhäuser sowie die beiden eindrucksvollen Hauptkirchen St. Petri und St. Jacobi.

Die Quarkerei in der Europa Passage

Leckere Pause in der Altstadt Hamburg
Lust auf eine besondere Zwischenmahlzeit in der Hamburger Innenstadt? Wir haben die Quarkerei in der Europa Passage besucht. Du findest sie im Untergeschoss. Die Quarkerei hat ein besonderes Konzept: Hier wird Quark auf verschiedenste Art und Weise angeboten. Das Angebot reicht von proteinreichen Quarkbechern mit Fruchtpürees oder Cookie Dough über frische Waffeln und Shakes bis hin zu Frozen Quark – einer fettärmeren, erfrischenden Alternative zu herkömmlichem Softeis. Man kann sich entweder die vorgeschlagenen Kreationen bestellen oder sich nach dem Baukasten-Prinzip alle Kreationen mit unterschiedlichsten Toppings wie frischen Früchten, Nüssen, Soßen oder Keksen verfeinern. Es stehen auch zahlreiche vegane Optionen auf Hafer- oder Pflanzengrundlage zur Auswahl.

Wir haben uns hier einmal für die Erdbeerliebe, Frozen Quark mit Cookie Dough und Waffeln mit Frozen Quark und unterschiedlichen Toppings entschieden – wie Erdbeeren, Schokolade, Kinderschokolade, Cookie Dough und Nougatsoße. Die Waffeln werden frisch gemacht und sind außen knusprig und innen fluffig. Der Quark wird nach eigenem Rezept jeden Tag frisch zubereitet, hat wenig Fett und viel Protein. Uns haben die Quarkbecher alle super geschmeckt. Vor allem der Frozen Quark ist eine echte Alternative zu Eis.

Deichstraße Hamburg

Ausflug Hamburg mit Kindern von der Deichstraße auf den Steg im Nikolaifleet
Ausflugsziele Hamburg mit Kindern - der Steg im Nikolaifleet
Ausflugsziele Hamburg mit Kindern – der Steg im Nikolaifleet

Die Deichstraße liegt direkt am Nikolaifleet, gleich gegenüber der Speicherstadt. Sie gilt als die „älteste Straße“ Hamburgs. Während große Teile der Altstadt durch Kriege und den Großen Brand zerstört wurden, stehen in der Deichstraße die letzten erhaltenen Fachwerkhäuser und Kaufmannshäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Häuser waren früher Wohnhaus, Büro (Kontor) und Lagerhaus zugleich. Zur Straßenseite hin zeigten sie prunkvolle Barock- oder Renaissance-Fassaden, während an der Rückseite zum Wasser (dem Fleet) die Kähne anlegten, um Waren direkt in die Speicher zu hieven.

Heute gibt es in der Deichstraße zahlreiche sehr nette Restaurants und Cafés und die ganze Straße hat eine idyllische Atmosphäre. Bei unserem Besuch haben lediglich einige Baugerüste das Bild gestört. Aber die Häuser müssen ja auch restauriert und instand gehalten werden. Gleich am Anfang (oder am Ende, je nachdem, von wo du kommst) der Deichstraße kannst du auf einen Steg auf das Nikolaifleet gehen. Zwischen den Häusern 21 und 23 geht ein Abgang hinunter. Dann sieht man die Häuserreihe von der Fleetseite aus perfekt. Einen schönen Blick auf die Fleetseite hast du auch von der Holzbrücke aus.

Mahnmal St. Nikolai

Ausflüge Hamburg mit Kindern - auf den Kirchturm St. Nikolai mit einer grandiosen Aussicht
Ausflüge Hamburg mit Kindern – auf den Kirchturm St. Nikolai mit einer grandiosen Aussicht
Im Museum gibt es die beklemmende Geschichte über die Operation Gomorrha, die auch die Kirche zerstörte
Im Museum gibt es die beklemmende Geschichte über die Operation Gomorrha, die auch die Kirche zerstörte

Nur ein paar Meter von der Deichstraße entfernt steht das Mahnmal St. Nikolai. Es ist ein ganz besonderer Ort in Hamburg. Wer hierherkommt, sieht den höchsten Kirchturm Hamburgs, aber keine Kirche mehr. Denn die Kirche wurde beim sogenannten Feuersturm 1943 zerstört. Damals bombardierten die Engländer und die Amerikaner die Stadt Hamburg mehrere Tage lang und ein großer Teil der Stadt wurde damals zertrümmert. Stehengeblieben ist aber der 147,3 Meter hohe Turm der Nikolaikirche. Er und ein paar restliche Kirchenmauern stehen heute mitten in Hamburg als Mahnmal für das, was Krieg anrichten kann. Im Mahnmal kann man zum einen auf den Turm fahren – der Aufzug bringt einen auf die 76 Meter hohe Aussichtsplattform. Zum anderen gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der Kirche in den Kellerräumen.

Kirchturm St. Nikolai mit Aussichtsplattform

Wir sind als Erstes auf die Aussichtsplattform gefahren. Mit einem Aufzug geht es schnell nach oben. Schon die Fahrt ist spektakulär, denn man fährt im gläsernen Fahrstuhl mitten durch den Turm und sieht so das alte gotische Mauerwerk mit den vielen Spitzbogenfenstern, die schön verziert sind. Oben angekommen, hat man einen tollen Blick über die Stadt. Parallel dazu gibt es Fotografien, wie die Stadt 1943 kurz nach den Bombenangriffen ausgesehen hat – ein starker Kontrast.

Im Turm befindet sich auch ein Carillon, ein Turmglockenspiel. Jede volle Stunde erklingt eine kleine Melodie, die normalerweise mechanisch abgespielt wird. Immer um 12 Uhr erklingt eine etwas längere Melodie, und jeden Donnerstag von 12:00 bis 12:30 Uhr wird live auf dem Carillon gespielt. Von unten kann man das Glockenspiel im Turm gut sehen.

Museum St. Nikolai

Anschließend sind wir ins Museum in den Keller der alten Kirche gegangen. Hier geht es um die Geschichte der Nikolaikirche, von ihren Anfängen bis heute. Wobei sich der Großteil um die schrecklichen Bombennächte im Juli 1943 dreht, den Feuersturm. Der militärische Name lautete „Operation Gomorrha“ und die Folgen waren verheerend. Abertausende Menschen starben, wurden verletzt oder verloren alles: Familie, Freunde, Hab und Gut. Vorausgegangen waren Angriffe des nationalsozialistischen Regimes auf Städte wie London oder Warschau. Besonders deutlich werden die Angriffe in einem Film. Hier werden Bildaufnahmen gezeigt und Menschen erzählen ihre Erinnerungen an die Bombennächte. Das fanden wir sehr eindrücklich. Mit jüngeren Kindern ist die Ausstellung wahrscheinlich nicht so geeignet, aber für etwas ältere Kinder ist es ein Stück wissenswerte und wichtige Geschichte.

Treppenviertel Blankenese

Hamburg Ausflug mit Kindern ins Treppenviertel Blankenese
Hamburg Ausflug mit Kindern ins Treppenviertel Blankenese

Das Treppenviertel in Blankenese gehört zu den idyllischsten und außergewöhnlichsten Orten Hamburgs. Direkt am Hang des Süllbergs gelegen, schlängeln sich rund 5.000 Stufen durch ein Labyrinth aus verwinkelten Gassen, die steil hinab zur Elbe führen. Einst war Blankenese ein bescheidenes Fischerdorf. Heute ist es ein nobler Stadtteil mit reetgedeckten Fachwerkhäusern, prächtigen Villen und schönen Gärten.

Radtour nach Blankenese an der Elbe

Wir sind vom Zentrum von Hamburg an der Elbe entlang mit dem Rad nach Blankenese gefahren. Das geht ausgezeichnet, der Radweg führt immer am Elbufer entlang. Von den Landungsbrücken sind es etwa elf Kilometer. Kurz vor der Anlegestelle Blankenese gibt es einen kleinen Leuchtturm. Hier kann man auf eine Aussichtsplattform steigen und hat einen schönen Blick über die Elbe, das Elbufer und auf das Treppenviertel.

Unzählige Treppen, schmale Gassen und schöne Häuser

Hamburg Ausflug mit Kindern ins Nobelviertel an der Elbe - mit Leuchtturm und vielen Treppen
Hamburg Ausflug mit Kindern ins Nobelviertel an der Elbe – mit Leuchtturm und vielen Treppen

Das Treppenviertel selbst ist wirklich wie ein Labyrinth. Unzählige kleine Gassen, Treppen und schmale Straßen ziehen sich durch das Viertel, das steil am Elbufer liegt. Die vielen weiß gestrichenen Häuser verleihen dem Viertel einen ganz eigenen Charme. Wir sind vom Schiffsanleger die Treppen auf der linken Seite nach oben Richtung Süllberg gegangen. Der Süllberg ist mit 74 Metern die höchste Erhebung und dort gibt es ein Restaurant mit großem Biergarten. Vom Biergarten aus hat man einen schönen Elbblick. Abwärts sind wir über die Elbterrasse gegangen. Dieser Weg führt parallel am Hang entlang und man hat schöne Ausblicke.

Außerdem kommt man hier am Fischerhaus-Museum vorbei. Es ist eines der ältesten erhaltenen Wohnhäuser Hamburgs und wurde umfassend saniert. Es wird von der Kirchengemeinde der Kirche am Markt betrieben und soll ein Treffpunkt für alle sein. Ab und an gibt es Ausstellungen und man kann sich das Haus auch von innen anschauen. Ansonsten ist aber auch der Blick von außen sehr hübsch. Später hat sich Papa Schmidt noch das Treppenviertel etwas weiter rechts angeschaut, rund um die Strandtreppe und die Bröers Treppe. Er meinte, dass dort der schönste Teil des Treppenviertels ist.

Ohlsdorfer Friedhof

außergewöhnliche Ausflugsziele Hamburg mit Kindern - der riesige Ohlsdorfer Friedhof ist eine Parkanlage
Außergewöhnliche Ausflugsziele Hamburg mit Kindern – der riesige Ohlsdorfer Friedhof ist eine Parkanlage
Mitten im größten Parkfriedhof der Welt gibt es Gräber berühmter Persönlichkeiten zu sehen
Mitten im größten Parkfriedhof der Welt gibt es Gräber berühmter Persönlichkeiten zu sehen

Der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg ist nicht nur eine Ruhestätte, sondern auch ein riesiger Park im Norden der Stadt. Er ist weltweit einzigartig und besonders vor allem wegen seiner rekordverdächtigen Ausmaße: Mit einer Fläche von rund 381 Hektar (das entspricht etwa 530 Fußballfeldern) gilt Ohlsdorf als der größte Parkfriedhof der Welt. Das Areal ist so groß, dass es über ein 17 Kilometer langes Straßennetz verfügt. Es fahren sogar zwei eigene Buslinien der HVV durch das Friedhofsgelände. Auf dem Gelände stehen mehr als 36.000 Bäume, es gibt zahlreiche Teiche, Bäche und schön gestaltete Gartenbereiche. Nachdem wir schon mal den Wiener Zentralfriedhof besucht haben, wollten wir auch mal diesen riesigen Friedhof sehen – und damit waren wir nicht alleine!

Besonders im Mai und Juni zieht der Friedhof Tausende Besucher an, wenn Hunderte verschiedenfarbige Rhododendronbüsche blühen. Auf dem Gelände befinden sich 12 Kapellen, das historische Krematorium sowie zahlreiche kunstvoll gestaltete Mausoleen und historische Grabmäler aus verschiedenen Epochen. Der ganze Park wirkt in großen Teilen sehr verwunschen, wenn man hindurchspaziert. Es gibt aber auch einige Wege, die wie angelegte Alleen wirken, oder den Rosengarten.

Zwischen alten Bäumen ragen immer wieder große und kleine Gräber hervor. Manche sind ganz schlicht, andere wiederum sehr aufwendig gestaltet. Und es gibt auch besondere Gebiete, etwa für unterschiedliche Religionsgemeinschaften, verstorbene Kinder oder auch einen Gedenkort für Frauen – den Garten der Frauen. Dort wird Künstlerinnen, Frauenrechtlerinnen oder Frauen gedacht, die sich für andere starkgemacht haben. Ihre Geschichten kann man vor Ort lesen.

Und auf dem Friedhof Ohlsdorf haben viele bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe gefunden, etwa:

  • Helmut Schmidt (ehemaliger Bundeskanzler) und seine Frau Loki
  • Heinz Erhardt (Komiker und Dichter)
  • Jan Fedder (Schauspieler, u. a. Großstadtrevier)
  • Hans Albers (Schauspieler und Sänger)
  • Inge Meysel (Schauspielerin)
  • Uwe Seeler (legendärer deutscher Fußballstürmer des HSV)

Für uns war der Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof noch mal eine ganz andere Ecke von Hamburg – ruhig und mit einer fast verwunschenen Atmosphäre. Und der Besuch lässt sich perfekt mit einem Besuch im Café Luise verbinden!

Die besten Franzbrötchen Hamburgs im Café Luise

Ausflug Hamburg mit Kindern zu den besten Franzbrötchen der Stadt
Ausflug Hamburg mit Kindern zu den besten Franzbrötchen der Stadt
Wir haben bei unserem Ausflug in Hamburg mit Kindern verschiedene Sorten Franzbrötchen probiert - die Klassischen haben uns am besten geschmeckt
Wir haben bei unserem Ausflug in Hamburg mit Kindern verschiedene Sorten Franzbrötchen probiert – die Klassischen haben uns am besten geschmeckt

Hamburg besuchen, ohne Franzbrötchen zu essen? Das geht gar nicht! Das süße Gebäck gehört zu einem Hamburg-Besuch einfach dazu. Wir haben vorab ein wenig recherchiert, wo es in Hamburg die besten Franzbrötchen gibt, und sind dabei auf das Café Luise gestoßen. Das Café Luise gibt es an vier Standorten in Hamburg, allerdings nicht im Zentrum, sondern in Fuhlsbüttel (2x), in Winterhude und in Klein Borstel. Für den kulinarischen Genuss lohnt es sich aber, den Weg auf sich zu nehmen. Bäckermeister Heiko Fehrs hat sich hier voll und ganz dem Bäcker- und Konditorenhandwerk verschrieben. Gute Qualität, ein faires Miteinander und eine familiäre Atmosphäre sind ihm wichtig. Das haben wir auch bei unserem Besuch gespürt.

Für alle Nicht-Hamburger: Was ist ein Franzbrötchen?
Ein Franzbrötchen ist ein süßes, feines Gebäck aus Plunderteig und gilt als echtes Wahrzeichen Hamburgs. Der Teig wird mit einer Mischung aus Butter, Zucker und Zimt gefüllt, aufgerollt und anschließend in seine typische, flach gedrückte Form gepresst, die ein wenig an ein zusammengeschobenes Croissant erinnert. Beim Backen karamellisiert der Zucker an den Rändern leicht, was dem Franzbrötchen seine charakteristische Kombination aus einer knusprigen Hülle und einem wunderbar weichen, saftigen Kern verleiht.

Franzbrötchen und andere Leckereien

Wir haben das Café Luise in Fuhlsbüttel (Kleekamp 5) besucht. Es liegt direkt an der U-Bahn-Haltestelle Fuhlsbüttel. Schon der erste Blick ins Café ist sehr einladend, nett dekoriert und liebevoll eingerichtet. Die Hauptattraktion ist allerdings die Kuchentheke. Hier liegen die ganzen leckeren Sachen, die jeden Morgen frisch in der Konditorei zubereitet werden. Neben verschiedenen Sorten Franzbrötchen gibt es Kuchen und Torten, aber die Bäckerei macht auch ihr eigenes Brot und Brötchen.

Wir wollten aber natürlich die Franzbrötchen probieren. Die super freundlichen Verkaufsmitarbeiterinnen sowie Filialleiterin Tanja haben uns verschiedene Franzbrötchen serviert: Wir hatten das klassische Franzbrötchen mit Zimt und Zucker, eines mit zusätzlich Apfel, eines mit Kirsche, ein veganes Franzbrötchen, ein Schoko-Franzbrötchen und den Franzbrötchen-Lolli. Und weil es hier auch noch andere Klassiker gibt, haben wir auch eine Mai-Buchtel gekostet (Hefegebäck mit Pflaumen- und Schokofüllung) sowie den Verkaufsschlager Cheesecake mit Himbeerfruchtspiegel.

Unser liebstes Franzbrötchen

Nach dem ausgiebigen Probieren hatten wir alle einen Favoriten, und zwar alle denselben: das klassische Franzbrötchen. Ein super intensiver Zimtgeschmack und das ganze Gebäck ist fluffig und einfach perfekt. Hier schmeckt man einfach die Liebe zum Handwerk. Die anderen Sorten waren auch gut. Am zweitbesten fanden wir alle das Franzbrötchen mit Apfel, da für uns Apfel und Zimt eine gute Kombination sind. Aber da hier alles so gut schmeckt, kann man nichts Falsches bestellen.

Wichtiger Tipp: Gerade die klassischen Franzbrötchen sind oft schon mittags ausverkauft. Also entweder gleich am Morgen kommen oder einfach kurz anrufen und die gewünschte Menge Franzbrötchen vorbestellen. Es lohnt sich!

Lohnt sich Hamburg mit Kindern?

Wie du vielleicht beim Lesen schon gemerkt hast, sind wir große Hamburg-Fans. Die Stadt hat so viele tolle Ecken und bietet jede Menge Erlebnisse. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich auch mit Kindern und Jugendlichen sehr gut besuchen. Wir machen nach einem Urlaub immer eine Familienumfrage, wem welcher Ausflug am besten gefallen hat. Die Favoriten in Hamburg waren dieses Mal bei unseren Teenagern das Miniatur Wunderland und die Hafenrundfahrt mit dem Bus zu den Terminals. Die war unheimlich gut organisiert und bestens erklärt. Auch die Museumsschiffe haben die beiden Buben begeistert.

Mir persönlich gefällt die Vielfalt, die man in Hamburg erleben kann. Dicht an dicht gibt es die sehr verschiedenen Viertel, die Hamburg unglaublich lebendig und abwechslungsreich machen. Durch die vielen unterschiedlichen Führungen, wie durch das Kontorhausviertel, die Elbphilharmonie oder die Hafenrundtour, lernt man die Stadt noch mal ganz anders kennen. Ein supernettes Erlebnis war für uns auch das Café Luise mit den leckeren Franzbrötchen. Und ein weiteres Highlight war das Michael Jackson Musical mit der super professionellen Show. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal in Hamburg und freuen uns schon aufs nächste Mal.

Offenlegung: Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit den Sehenswürdigkeiten und den Cafés. Wir wurden zu den Besuchen eingeladen, unsere Eindrücke bleiben davon jedoch unbeeinflusst. Nur so konnten wir euch diesen Beitrag hier zeigen.

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