Chiemsee-Alpenland

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Chiemsee-Alpenland mit Kindern

Steile Gipfel, kühle Seen und königlicher Prunk: Das Chiemsee-Alpenland bietet dir und deinen Kindern die perfekte Mischung aus Abenteuer und Erholung. Du kannst Wandertouren zu aussichtsreichen Gipfeln unternehmen, Badesee-Hopping durch die Seenplatte mit dem Fahrrad machen oder das berühmte Schloss Herrenchiemsee anschauen. Wir zeigen dir in diesem Beitrag unsere Erlebnisse rund um den Chiemsee mit Kindern samt dem angrenzenden Alpenland.

📍Chiemsee-Alpenland mit Kindern

  • Spitzstein: Anspruchsvolle Wanderung mit 360-Grad-Panoramablick auf die Alpen und den Chiemsee.
  • Kampenwand: Bergtour zur Steinlingalm oder weiter zum Ostgipfel mit großem Gipfelkreuz und Blick über den Chiemsee.
  • Eggstätter Seenplatte: Rund 30 Kilometer lange Radtour mit mehreren Badestellen und dem großen Freizeitgelände am Hartsee.
  • Schloss Herrenchiemsee: Prunkvolles Schloss von König Ludwig II. auf der Herreninsel, erreichbar mit dem Schiff ab Prien.
  • Tatzelwurm-Wasserfälle: Kurzer Spaziergang zu einer Steinbrücke mit Blick auf die Wasserfälle und die enge Schlucht.
  • Erlebnisnaturhof Aschau: Familienfreundliche Ferienwohnungen mit Garten, Trampolin, Sandkasten und direktem Blick auf die Kampenwand.

Unser Familienurlaub im Chiemsee Alpenland

Wir waren ein paar Tage mit unseren beiden Teenagern in der Region Chiemsee-Alpenland unterwegs. Dabei haben wir aussichtsreiche Berggipfel erklommen, eine tolle Radtour zu mehreren Seen gemacht – mit mehreren Bademöglichkeiten – und wir haben das prachtvolle Schloss Herrenchiemsee besucht. Ein kleiner Ausflug hat uns außerdem noch zu den Tatzelwurm-Wasserfällen geführt. Die sind wunderschön und sehr beeindruckend. Die Region zwischen Chiemsee und Alpen punktet in unseren Augen mit ziemlich vielen verschiedenen Möglichkeiten, einen Familienurlaub zu gestalten. Städte – wie Rosenheim oder Wasserburg am Inn – oder Museen wie der Lokschuppen mit den wechselnden interaktiven Ausstellungen bieten Kultur, während Outdoorfans beim Wandern, Radfahren oder an den vielen Seen und Flüssen aktiv werden können.


MEHR INFORMATIONEN?
Auf der offiziellen Webseite vom Tourismusverband Chiemsee Alpenland bekommst du noch mehr Details und findest all das, was wir in unserem Familienurlaub nicht geschafft haben.

Wandern mit Kindern im Chiemsee-Alpenland

Zahlreiche schöne Wanderwege warten in der Region Chiemsee-Alpenland auf dich und deine Kinder. Ob Wandern durch Moore, am See entlang oder auf idyllische Almen und aussichtsreiche Gipfel – hier ist für jede Familie das Richtige dabei. Mit unseren Teenagern haben wir in der Region zwei aussichtsreiche Gipfel erwandert. Das heißt aber nicht, dass nur Jugendliche diese Wege schaffen. Wir haben auch immer Familien mit jüngeren Kindern getroffen, die hier ebenfalls gewandert sind. Und für alle, die nicht ganz so weit wandern möchten, zeige ich auch kürzere Varianten.

Wanderung Spitzstein

Mit ganz viel Ausblick wandern am Chiemsee mit Kindern - auf den Spitzstein
Mit ganz viel Ausblick wandern am Chiemsee mit Kindern – auf den Spitzstein
Wirklich toll zu wandern am Chiemsee mit Kindern - über das Almgebiet Richtung Spitzingszein
Wirklich toll zu wandern am Chiemsee mit Kindern – über das Almgebiet Richtung Spitzstein

Ein traumhafter Panoramaberg ist der Spitzstein in der Region Chiemsee-Alpenland. Vom Gipfel aus hat man tatsächlich einen 360-Grad-Blick weit in die Alpen hinein und auf der anderen Seite Richtung Chiemsee. Wer ganz nach oben auf den Gipfel will, muss ein bisschen Kondition mitbringen, denn es sind 850 Höhenmeter zu überwinden. Mit jüngeren Kindern kannst du bis zum Spitzsteinhaus wandern. Von der Terrasse der Hütte hat man ebenfalls einen tollen Blick auf das Kaisergebirge und die dahinterliegenden Zillertaler Alpen.

Startpunkt ist der Ort Sachrang. Dort gibt es mehrere Wanderparkplätze. Der günstigste Parkplatz ist der am Ende der Kirchstraße (hier auf der Google Karte). Was man beim Gehen nicht merkt, ist, dass man fast immer auf oder nahe an der Grenze zwischen Bayern und Tirol wandert. Sachrang befindet sich in Bayern, das Spitzsteinhaus in Tirol und der Gipfel liegt genau auf der Grenze.

Über Mitterleiten und das Spitzsteinhaus zum Spitzstein

Vom Parkplatz aus sind wir zuerst bergauf durch Wald und über Wiesen zum Weiler Mitterleiten gegangen. Weiter ging es teilweise durch den Wald und am Waldrand entlang stetig bergauf. Dabei hatten wir schon die ersten schönen Blicke ins mächtige Kaisergebirge. Nach ein paar Wiesenhängen und etwa eineinhalb Stunden hatten wir als Zwischenziel das Spitzsteinhaus erreicht. Hier hatten wir schon über die Hälfte des Weges geschafft. Die Landschaft wird nun offener, und über die Almflächen ging es für uns weiter Richtung Gipfel.

Zwischendurch waren ein paar etwas steilere Abschnitte zu überwinden, und kurz vor dem Gipfel führte uns der Wanderweg noch einmal in den Wald hinein. So war ich dann fast überrascht, als das Gipfelkreuz recht plötzlich vor mir auftauchte. Oben am Gipfel angekommen, haben wir natürlich ausführlich das Panorama bewundert. Bei uns war es leider nicht ganz wolkenfrei, aber trotzdem traumhaft schön. Schließlich ging es auf demselben Weg wieder bergab zum Spitzsteinhaus hinunter.

Auf dem Spitzsteingipfel am Chiemsee mit Kindern
Auf dem Spitzsteingipfel am Chiemsee mit Kindern
Uns hat es hier oben sehr gut gefallen
Uns hat es hier oben sehr gut gefallen
Das ist der Ausblick auf dem Spitzstein-Gipfel
Das ist der Ausblick auf dem Spitzstein-Gipfel
Der Blick beim Spitzsteinhaus reicht nach Tirol
Einkehr im Spitzsteinhaus mit diesem Bergblick

Hüttenpause Spitzsteinhaus

Einkehr im Spitzsteinhaus
Im Spitzsteinhaus haben wir eine Pause eingelegt. Wir hatten gehört, dass es hier sehr leckeren Kaiserschmarrn geben soll. Vor allem unser Junior liebt Kaiserschmarrn. Nachdem die Sonne immer mehr herausgekommen war, haben wir uns einen tollen Aussichtsplatz auf der Terrasse ausgesucht. Zum Essen haben wir Kaspressknödel mit Salat, Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat, Rinderbratwürstel mit Kartoffelsalat und natürlich den Kaiserschmarrn bestellt. Alles war super lecker und einfach perfekt nach der Wanderung auf den Gipfel. Dazu die wunderschöne Aussicht auf die Berge – da bleibt man gerne mal länger sitzen.

Nach der guten Einkehr war der Rückweg zum Parkplatz gut machbar. Stellenweise war der Weg nach einer regnerischen Nacht etwas rutschig, weshalb ich dankbar für meine Stöcke war. Der Rest der Familie ist aber auch ohne Stöcke gut nach unten gekommen.

Karte und Tourdaten zur Wanderung Spitzstein

Uns hat die Wanderung allen ziemlich gut gefallen, vor allem das Panorama am Gipfel war einfach wunderschön. Hier noch die Tourdaten und die Karte für eine bessere Orientierung:

  • Höhenmeter: 830 hm (500 hm bis Spitzsteinhaus)
  • Streckenlänge: 8,4 km gesamt (5,6 km gesamt bis Spitzsteinhaus und zurück)
  • Schwierigkeit: mittel; bis zum Gipfel eher für ausdauernde Familien, ansonsten ist auch das Spitzsteinhaus ein schönes Ziel
  • Kinderwagentauglich: Nein

Wanderung Kampenwand

Die Kampenwand mit ihrem 1.669 Meter hohen Gipfel ist einer der Paradeberge in der Region. Den markanten, gezackten Felsgrat sieht man auch von Weitem. Er erinnert an den Kamm eines Hahns („Kampen“) – daher der Name. Am Ostgipfel steht das mit fast 12 Metern Höhe größte Chiemgauer Gipfelkreuz. Von Aschau aus kann man bequem mit der Gondelbahn ins Kampenwandgebiet hinauffahren und leichte Almwanderungen machen.

Wir haben uns für die Wanderung auf den Kampenwand-Ostgipfel entschieden, vom Parkplatz Hintergschwendt/Aigen aus. Diese Tour ist etwas anspruchsvoller – zum einen wegen der gut 800 Höhenmeter und zum anderen braucht es am Ostgipfel Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer nicht ganz so weit wandern möchte, kann auch nur bis zur Steinlingalm wandern und den Blick von unten auf die Kampenwand genießen.

Vom Parkplatz Hintergschwendt/Aigen zur Steinlingalm

Blick bei unserer Chiemsee Wanderung mit Kindern auf die Kampenwand
Blick bei unserer Chiemsee Wanderung mit Kindern auf die Kampenwand
Die Steinlingalm bildet den Übergang zwischen den Almwiesen und der mächtigen Felswand der Kampenwand
Die Steinlingalm bildet den Übergang zwischen den Almwiesen und der mächtigen Felswand der Kampenwand
Im Sommer grasen rund um die Kapelle die Kühe - bei gutem Wetter mit Blick auf den Chiemsee
Im Sommer grasen rund um die Kapelle die Kühe – bei gutem Wetter mit Blick auf den Chiemsee

Unser Ausgangspunkt für die Wanderung auf die Kampenwand war der Parkplatz Hintergschwendt/Aigen (hier auf der Google Karte). Von hier aus ging es abwechselnd auf dem Forstweg und schmalen Wandersteigen bergauf durch den Bergwald. Der Weg steigt stetig an, und wir waren an einem warmen Sommertag froh, durch den schattigen Wald zu wandern. Nach einer guten Stunde hatten wir den Roßboden erreicht. Hier öffnet sich die Landschaft, und der Weg führt weiter Richtung Steinlingalm über die Bergwiesen. Ab dem Roßboden ist es bis zur Steinlingalm noch eine knappe halbe Stunde. Wer mag, kann jetzt schon einkehren. Wir wollten ja noch bis zum Kampenwand-Ostgipfel.

Auf den Kampenwand-Ostgipfel

Der Aufstieg auf den Kampenwand Gipfel führt durch steiniges Gelände
Der Aufstieg auf den Kampenwand Gipfel führt durch steiniges Gelände
Nach dem anspruchsvollen Aufstieg - der Ausblick am Gipfel der Kampenwand
Nach dem anspruchsvollen Aufstieg – der Ausblick am Gipfel der Kampenwand
Steol geht es an der Kampenwand wieder hinunter Richtung Steinlingalm
Steil geht es an der Kampenwand wieder hinunter Richtung Steinlingalm

Die Wegmarkierung ist ab hier schwarz – schwieriger Weg. Der größte Teil des Weges ist aber gut schaffbar. Der erste Teil geht steil bergauf in Serpentinen, später wird es felsiger und etwas sportlich, wenn man ab und zu die Hände zu Hilfe nehmen muss. Am schwierigsten fanden wir eigentlich, dass die Steine schon recht abgegriffen und glatt sind, da hier einfach so viele Wanderer unterwegs sind. Sehr beeindruckend ist dann der Weg durch die sogenannten Kaisersäle. Rechts und links ragen die Felstürme empor, und man wandert auf dem Weg durch sie hindurch.

Und plötzlich ist das Gipfelkreuz sichtbar. Aber um dorthin zu kommen, muss man einmal um den Felsen herumwandern und kraxeln. Ein kleines Stück geht es an einer Drahtseilsicherung entlang, dann noch einmal steil hinauf und zum Schluss ein kurzes Stück über einen Grat und eine Brücke zum Gipfelkreuz. Besonders hier sollte man keine Höhenangst haben. Oben angekommen, hat man natürlich einen herrlichen Rundumblick. Weit unten leuchtet blau der Chiemsee, und ansonsten sind die vielen Berggipfel der Region zu sehen. Wunderschön!

Hüttenpause Steinlingalm

Einkehr auf der Steinlingalm
Für uns ging es auf demselben Weg zurück bis zur Steinlingalm. Dort haben wir uns die wohlverdiente Pause gegönnt. Hier gibt es kleine Almgerichte und Brotzeiten, wie Kaspressecken auf Salat, einen Wurstsalat, Speckknödel oder einfach Wiener Würstel mit Kartoffelsalat. Wir haben uns für angebräunten Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat, ein Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat, Obatzda mit Zwiebeln und Brot und einen Germknödel mit Vanillesauce entschieden. Liebevoll angerichtet und perfekt zubereitet hat uns das Essen richtig gut geschmeckt. Käse, Wurst und Fleisch kommen aus der Region. Hausgemachte Kuchen hätte es auch noch gegeben, aber dafür hatten wir einfach keinen Platz mehr. Auf der Steinlingalm kann man wunderbar auf der großen Terrasse sitzen und das Traumpanorama mit Chiemsee und Kampenwand genießen. Bei nicht ganz so schönem Wetter ist auch Platz in der gemütlichen Stube.

Karte und Tourdaten zur Wanderung auf die Kampenwand

Nach der gemütlichen Pause sind wir auf demselben Weg zurück zum Parkplatz gegangen wie bergauf. Wir fanden die Wanderung wieder sehr schön und beeindruckend. Die Ausblicke sind grandios und die Kampenwand ist ein besonderer Gipfel. Zur besseren Orientierung hier noch der Weg auf der Karte und dazu die Tourdaten:

  • Höhenmeter: 820 hm (615 hm bis zur Steinlingalm)
  • Streckenlänge: 9,8 km gesamt (8,4 km gesamt bis Steinlingalm und zurück)
  • Schwierigkeit: mittel bis zur Steinlingalm, schwer bis zum Kampenwand-Ostgipfel (steil, teilweise etwas ausgesetzt, leichte Kletterei, einmal mit kurzer Drahtseilsicherung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit notwendig)
  • Kinderwagentauglich: Nein

Radtour Eggstätter Seenplatte

Mehrere Badeplätze, Spielplätze und die Umrundung der Eggstätter Seenplatte sind Teil dieser Familienradtour. Etwa 30 Kilometer mit insgesamt 150 hm im gesamten Streckenverlauf sind für etwas sportliche Kinder gut machbar. Die Eggstätter-Hemhofer Seenplatte besteht insgesamt aus 17 Einzelseen und ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns. Vor rund 15.000 Jahren entstanden die Seen als sogenannte Toteislöcher. Heute gibt es hier artenreiche Moorlandschaften, Schilfgürtel und dichte Mischwälder. Einige Bereiche sind streng geschützt, doch an verschiedenen Uferbereichen gibt es schöne Badebereiche.

Radtour mit mehreren Bademöglichkeiten

Von Badestelle zu Badestelle in der Eggstätter Seenplatte
Von Badestelle zu Badestelle in der Eggstätter Seenplatte
Mit Seeblick radfahren in der Eggstätter Seenplatte
Mit Seeblick radfahren in der Eggstätter Seenplatte

Hier führen Stege ins Wasser, es gibt schöne Liegewiesen und am Hartsee einen großen Freizeitbereich mit Spielplätzen, Minigolf, Beachvolleyball und Kiosk. Das Schöne ist, dass diese Badestellen kostenlos zugänglich sind. So kann man bei der Rundtour ein richtiges Bade-Hopping machen. In Rimsting am Chiemsee gibt es ebenfalls ein kostenfrei zugängliches Strandbad mit Spielplatz, sodass man hier am Anfang oder Ende der Tour auch noch einen Chiemsee-Badestopp einlegen kann.

Los geht die Tour in Prien am Chiemsee. Wenn du Gast im Chiemsee-Alpenland bist, kannst du mit deiner Gästekarte auch kostenlos mit dem Zug bis Prien fahren (sogar die Räder kannst du kostenfrei mitnehmen). So sparst du dir die Parkplatzsuche. Von Prien aus geht es zuerst nach Rimsting (erster Badestopp möglich – wir haben hier noch nicht gehalten) und dann weiter ein Stück am Chiemsee-Radrundweg entlang. Der Blick auf den See mit den Bergen im Hintergrund ist ziemlich idyllisch. Doch dann biegt der Weg Richtung Norden ab, es geht durch kleine oberbayerische Dörfer und Weiler, bis man nach etwa 13 Kilometern (ab Start Prien) das Bade- und Freizeitgelände am Hartsee erreicht.

Baden am Hartsee und am Pelhamer See

Baden am Chiemsee mit Kindern oder an der schönen Badestelle am Hartsee?
Baden am Chiemsee mit Kindern oder an der schönen Badestelle am Hartsee?

Hier haben wir einen ausgiebigen Stopp eingelegt. Badesachen raus, eine Runde um die Badeinsel schwimmen und sich am Steg sonnen. Es gibt hier sogar einen kleinen aufgeschütteten Sandstrand für Kinder, und am Ufer geht es flach ins Wasser. Die Liegewiese erstreckt sich bis hinten zum Kiosk, wo es auch einen Minigolfplatz, Tischtennis oder Beachvolleyball gibt. Für uns ging es schließlich weiter auf dem Radweg nördlich um den Hartsee und den Pelhamer See herum bis zur Badestelle am Westufer des Pelhamer Sees. Die ist fast ein Geheimtipp. Bei unserem Besuch waren nur wenige Menschen auf der großen Liegewiese. Es gibt hier zwar keinen Spielplatz, aber wieder einen schönen Steg in den See. Einfach herrlich zum Baden! Über viele kleine Dörfer und nun oft mit Blick auf die Berge führt der Radweg wieder zurück nach Prien. Wer will, kann in Rimsting noch einmal einen letzten Badestopp einlegen.

Karte und Tourdaten zur Familienradtour um die Eggstätter Seenplatte

Diese Rundtour mit dem Rad führt entweder auf kleinen Nebenstraßen entlang oder es gibt von der Straße abgetrennte Radwege. So kann man hier wirklich gut mit Kindern unterwegs sein. Hier noch die Karte und die Tourdaten zur besseren Orientierung:

  • Streckenlänge: ca. 30 Kilometer
  • Höhenmeter: 150 hm im gesamten Streckenverlauf
  • Schwierigkeit: leicht
  • Besonderheit: mehrere Badestellen auf der Strecke, am Hartsee großer Freizeitbereich mit Spielplatz, Minigolf usw.

Ausflug Schloss Herrenchiemsee

Das Schloss Herrenchiemsee wurde ab 1878 von König Ludwig II. als imposantes Denkmal für sein Idol, den französischen „Sonnenkönig“ Ludwig XIV., erbaut. Als Vorbild diente das Schloss Versailles. Das Bauwerk blieb aber wegen Geldmangels und des frühen Todes des Königs im Jahr 1886 unvollendet. Um das prächtige Schloss zu besuchen, muss man mit dem Schiff auf die Herreninsel fahren. Die nächstgelegene Schiffsanlegestelle ist in Prien. Von hier aus sind wir gestartet und mit dem Schiff in etwa einer Viertelstunde auf die Herreninsel gefahren. Im Vorbeifahren kann man den Großen Kanal der Insel sehen, und an dessen Ende taucht dann schon einmal kurz das Schloss auf.

Auf dem Schiff am Chiemsee mit Kindern - Richtung Herreninsel
Auf dem Schiff am Chiemsee mit Kindern – Richtung Herreninsel
Auf der Schiffsfahrt siehst du auch die Chiemgauer Alpen am Horizont

Schlossbesuch Herrenchiemsee

Tickets für das Schloss bekommt man an den Ticketschaltern auf der Insel, direkt wenn man vom Schiff herunterkommt (alternativ kannst du auch vorab Ticktes online kaufen). Nachdem wir unsere Tickets erhalten hatten, mussten wir noch einmal quer über die Insel spazieren, um zum Schloss zu gelangen. Wegweiser gibt es auf der ganzen Insel, sodass man sich nicht verlaufen kann. Etwa 20 bis 30 Minuten dauert es, bis man am Schloss ist. Wir haben an einer normalen Führung teilgenommen, es gibt aber auch spezielle Kinderführungen (siehe unten). Dabei ging es ungefähr 40 Minuten durch das Schloss. Von den gut 70 geplanten Räumen sind nur 20 fertig geworden. Diese sieht man bei der Schlossführung.

Eines der Top-Ausflugsziele am Chiemsee mit Kindern - Schloss Herrenchiemsee
Eines der Top-Ausflugsziele am Chiemsee mit Kindern – Schloss Herrenchiemsee
Der Garten ist prachtvoll und die Brunnen solltest du dir anschauen - besonders die vielen kleinen Figuren
Der Garten ist prachtvoll und die Brunnen solltest du dir anschauen – besonders die vielen kleinen Figuren

Führung durch das Schloss Herrenchiemsee

Zuerst ging es ins Prunktreppenhaus. Marmor, Stuck und Gold im barocken Stil sind genauso gestaltet wie im Vorbild Schloss Versailles – ziemlich beeindruckend. Über die prächtige Treppe sind wir in den ersten Stock gegangen. Hier ging es zuerst durch die offiziellen Räume, die in Versailles dem Sonnenkönig als Audienz- und Wartezimmer gedient hatten. In Herrenchiemsee waren diese Räume nie für die Öffentlichkeit gedacht, denn König Ludwig II. war bekanntermaßen sehr menschenscheu und lebte am liebsten in seinen eigenen Welten, die er sich mit den Schlössern geschaffen hatte.

So sind wir etwa durch das Paradeschlafzimmer gegangen. In Versailles empfing der Sonnenkönig im thronartigen Bett seine Gäste. In Schloss Herrenchiemsee war es nur als Museum bzw. Andenken an den Sonnenkönig gedacht. Dieses Zimmer ist von der Ausstattung her das teuerste im ganzen Schloss. Am teuersten war nicht das Gold im Raum – das nur hauchdünnes Blattgold ist –, sondern die kunstvoll handbestickten Wand- und Bettbehänge.

Der prunkvolle Spiegelsaal, das “Tischlein-Deck-Dich” und ein Pool im Badezimmer

Der für mich schönste Saal im Schloss ist der große Spiegelsaal. Knapp 100 Meter lang ist der an den Seiten mit Spiegeln ausgestattete Saal, der mit 33 Kerzenleuchtern versehen ist. Der König ist hier wohl gerne nachts durch das mit Kerzen beleuchtete Schloss gewandert. Später ging es auch durch die Privaträume. Unter anderem sieht man das Schlafzimmer, das mit einer blauen Kugelleuchte in die Lieblingsfarbe des Königs getaucht werden konnte, oder das Esszimmer mit dem legendären „Tischlein-deck-dich“. Theoretisch hätte König Ludwig II. hier ganz alleine essen können, ohne dass die Diener auftauchen. Doch das Hoch- und Runterkurbeln des Tisches hätte für alle Speisen viel zu lange gedauert, sodass lediglich die Suppe wie von Zauberhand serviert wurde.

Wieder hinunter ins Erdgeschoss geht es durch ein zweites Treppenhaus. Hier sieht man noch den Rohbau mit den handgebrannten Ziegeln. Anschließend ging es noch durch das Badezimmer – ein richtiger Pool im Boden – und unter das Speisezimmer, wo man den Tischaufzug sehen kann. Hier ist die geführte Tour zu Ende. Im Südflügel gibt es noch ein Museum zum König, das man sich anschauen kann, und es gibt auch einen Ausstellungsraum über Fledermäuse, die im Dach des Schlosses wohnen. Diese kann man über eine Infrarotkamera sogar sehen.

Mit Kindern im Schloss Herrenchiemsee

Im Schloss gibt es eigene Kinderführungen. Diese finden vom 1. April bis 24. Oktober an den Wochenenden und Feiertagen statt. Während der bayerischen Schulferien gibt es täglich Kinderführungen (Tickets und Zeiten zu den Kinderführungen gibt es auf der Website der Bayerischen Schlösserverwaltung). Du kannst aber auch bei den normalen Führungen mit Kindern mitgehen, sogar mit dem Kinderwagen, denn es gibt auch Aufzüge, um die Treppen zu überwinden.

Tatzelwurm-Wasserfälle

Die Tatzelwurm Wasserfälle sind das perfekte Ausflugsziel in der Natur mit Kinderwagen
Die Tatzelwurm Wasserfälle sind das perfekte Ausflugsziel in der Natur mit Kinderwagen

Die Tatzelwurm-Wasserfälle bei Oberaudorf sind ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel im Mangfallgebirge. Über mehrere Kaskaden stürzt das Wasser des Auerbachs insgesamt rund 90 Höhenmeter tief durch eine eng in den Kalkfelsen gefressene Klamm. Der Ausflug nur zu den Wasserfällen ist nicht lang, auch für Kinderbeine sehr gut machbar und dauert nur rund 5 bis 10 Minuten bis zur Wasserfallbrücke. Vom Parkplatz aus kannst du – wenn du anschließend noch Lust hast – in verschiedene Richtungen weiter zu Almen wandern.

Wir haben die Wasserfälle als kurzen, aber ziemlich beeindruckenden Ausflug erlebt. Vom Parkplatz aus (hier auf der Google Karte) sind wir über den breiten Forstweg bis zur Steinbrücke spaziert. Der Weg geht auch gut mit einem Kinderwagen. Die Steinbrücke ist die Aussichtskanzel zu den Wasserfällen, denn es gibt einen Oberen und einen Unteren Wasserfall. Den Oberen Wasserfall sieht man von der Steinbrücke aus perfekt. Je nach Wasserstand kann das Wasser hier richtig wie eine Fontäne herausschießen.

Im Hochsommer ist es etwas weniger wild. Den Unteren Wasserfall sieht man von der Steinbrücke nicht wirklich. Dafür kann man in eine enge Schlucht und schöne, glasklare Wassergumpen schauen. Eigentlich gibt es auch noch einen Weg zum Unteren Wasserfall, der ist aber derzeit wegen Baufälligkeit gesperrt. Uns hat der Ausblick von der Brücke aber ziemlich gut gefallen. Hier auf der Karte siehst du den Parkplatz und den Weg zur Steinbrücke.

Übernachten mit Kindern im Chiemsee-Alpenland – Erlebnisnaturhof Aschau

In der Region Chiemsee-Alpenland gibt es viele Unterkunftsmöglichkeiten. Wir haben bei unserem Aufenthalt im Erlebnisnaturhof in Aschau übernachtet. Christian Gottfried und seine Familie haben hier ein schönes Gästehaus mit sechs Ferienwohnungen. Das Haus ist ein ökologisches Massivholzhaus mit hochwertigen Naturmaterialien. Die Holz- und Lehmwände in den Wohnungen sorgen für ein super Raumklima und einen angenehm frischen Holzduft. Der helle, gemütliche Wohn-/Essbereich und die Schlafzimmer sind mit schönen Holzmöbeln ausgestattet, und im Bad befindet sich eine tolle Natursteindusche. Das Schönste aber ist der Blick von der Terrasse bzw. dem Balkon, denn man schaut direkt zur Kampenwand hinauf.

Für Kinder gibt es im Garten ein Trampolin und einen Sandkasten; Kinderbetten oder Hochstühle sind vorhanden. Christian ist ein sehr netter Gastgeber, der selbst gerne in der Natur unterwegs ist und dir und deinen Kindern auch jede Menge Tipps für Ausflüge geben kann. Das Gästehaus befindet sich etwas außerhalb vom Zentrum in Aschau in herrlich ruhiger Lage. Nur die Kuhglocken bimmeln und die Pferde vom Nachbarhof wiehern – Idylle pur. Wir haben die Ferienwohnung als sehr entspannt und gemütlich empfunden und uns hier sehr wohlgefühlt.

Unser Tipp für Frühstückssemmeln, Brot und Gebäck in Aschau
Für ein leckeres Frühstück im Urlaub essen wir gerne Semmeln. Richtig gute Semmeln und Brezen haben wir in Aschau in der Bäckerei/Konditorei Müller bekommen. Hier wird noch von Hand gebacken; keine Fertigbackmischungen, Konservierungsstoffe oder künstlichen Geschmacksverstärker kommen hier in die Brote und Semmeln rein. Und das schmeckt man auch. Die Semmeln und Brezen waren richtig schön saftig und trotzdem knusprig. Richtig gut geschmeckt haben uns die Croissants – keine trockenen Brösel, sondern herrlich weich und buttrig. Und für die süße Stunde am Nachmittag haben wir uns noch Nussschnecken mitgenommen. Die sind richtig groß und mit sehr vielen Nüssen gefüllt. Sehr lecker!

Unser Fazit zum Urlaub mit Kindern in der Region Chiemsee Alpenland

Wir haben die Tage in der Region Chiemsee-Alpenland sehr genossen. Die Mischung aus Bergen, Seen und Kultur war perfekt für einen abwechslungsreichen Familienurlaub. Von unseren Bergtouren waren wir sehr beeindruckt. Die Kampenwand ist sicher der bekannteste Berg der Region und die Felsen im oberen Bereich sind sehr imposant. Doch der Panoramablick vom Spitzstein hat uns fast noch besser gefallen. Herrlich fand ich persönlich die Radtour um die Eggstätter Seenplatte. Die kleinen Ortschaften, die liebliche Landschaft und die Seen mit den verschiedenen Badestellen sind einfach nur schön. Richtig gut gefallen hat uns auch Schloss Herrenchiemsee.

Schon die Überfahrt mit dem Schiff ist wunderschön mit dem Ausblick auf die Berge. Und das Schloss entführt einen in eine andere Welt. So prachtvoll und einzigartig ausgestattet ist es ein richtiges Märchenschloss, auch wenn es nie vollendet wurde. Die Region hat noch einiges zu bieten, was wir dieses Mal nicht geschafft haben. Sehr gerne möchte ich mir mal Wasserburg am Inn anschauen und auch Rosenheim wollte ich schon längst mal näher erkunden. Und Berggipfel gibt es natürlich auch noch einige, die nur darauf warten, dass man hinaufwandert. Wir kommen sicher noch mal wieder.


MEHR INFORMATIONEN?
Auf der offiziellen Webseite vom Tourismusverband Chiemsee Alpenland bekommst du noch mehr Details und findest all das, was wir in unserem Familienurlaub nicht geschafft haben.

Lohnt sich der Chiemsee mit Kindern?

Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Chiemsee-Alpenland Tourismus entstanden. Es handelt sich um bezahlte Werbung. Nur so konnten wir euch diesen Beitrag hier zeigen. Unsere Meinung und Erlebnisse bleiben davon unberührt.

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