Rosental mit Kindern

4.6/5 - (8 votes)

Rosental mit Kindern

Vom tosenden Wasserfall in der Tscheppaschlucht bis zum Türkis der Drau wartet im Kärntner Rosental ein abwechslungsreiches Outdoor-Programm für die ganze Familie. Du wanderst vorbei an steilen Felswänden hinauf zum Panoramagipfel des Kosiak, spazierst zum strahlend blauen Meerauge im Bodental oder kickst dich beim Fußballgolf durch knifflige Hindernisse. Auf der Hütte mitten in den Karawanken gibt´s hausgemachte Kasnudeln und eine sonnige Aussichtsterrasse. Lust auf mehr? Wir zeigen dir unsere schönsten Erlebnisse mit Kindern im Rosental.

📍Rosental mit Kindern

  • Wanderung Klagenfurter Hütte und Kosiak: Die technisch einfache Tour führt auf zehn Kilometern über die Klagenfurter Hütte hinauf zum steil aufragenden Panoramagipfel Kosiak. Auf der Klagenfurter Hütte gibt es Kärntner Spezialitäten (hausgemachte Kasnudeln) und eine große Sonnenterrasse mit Panoramablick.
  • Draupaddelweg: Auf der ruhigen, 13 Kilometer langen Kanuetappe von Mühlbach nach Feistritz paddelst du entspannt an Schilfufern, der kunstvollen Zikkurat-Welle und dem idyllischen Bootshafen St. Oswald vorbei.
  • Drauradweg: Der flache Radweg verläuft direkt am hell-türkisen Ufer entlang und lässt sich ohne steile Anstiege ganz flexibel an die Ausdauer der Kinderbeine anpassen.
  • Kick2gether: Auf dem abwechslungsreichen Fußballgolf-Platz nahe dem Badesee St. Johann manövrierst du den Ball mit viel Humor um witzige Hindernisse ins Ziel.
  • Tscheppaschlucht und Bodental: Über hölzerne Stege, viele Treppenstufen und die Teufelsbrücke erreichst du den imposanten Tschaukofall und wanderst dann weiter zum eiszeitlichen Meerauge.
  • Einkehrtipp: Im Restaurant Francobollo in St. Jakob erwarten dich im gemütlichen Ambiente knusprige Pizzen aus dem Holzofen, Burger und Pastagerichte.
  • Übernachten: Die modernen Appartements im Quartier 2 des Rosentaler Hofs bieten gemütliche Appartements mit Küchenzeilen für Selbstversorger und auf Wunsch gelieferte Frühstücksboxen.

Unser Familienurlaub mit Kindern im Rosental

Kennst du das Rosental? Das Tal liegt ganz im Süden von Österreich in Kärnten, zwischen dem Wörthersee und den Karawanken an der slowenischen Grenze. Das Tal ist noch ein echter Geheimtipp. Hier gibt es keinen Massentourismus, sondern tolle, entspannte Ausflugsziele und Wanderungen, die du völlig stressfrei machen kannst. Wir waren als Familie ein paar Tage im Rosental unterwegs. Dabei haben wir eine traumhafte Wanderung in die Karawanken unternommen auf einen großartigen Panoramagipfel, den Kosiak.

Wir sind mit Kanus auf der türkisfarbenen Drau gepaddelt, haben den Drauradweg ausprobiert und hatten viel Spaß beim Fußballgolf – eine witzige Mischung aus Minigolf und Fußballspielen. Außerdem haben wir die Tscheppaschlucht durchwandert mit dem großartigen Tschaukofall. Nach der Schlucht haben wir noch das Meerauge besucht, einen eiszeitlichen kleinen See mit fast unwirklicher blauer Farbe. Lass dich mitnehmen auf eine Reise durch das Rosental.

Wanderung Klagenfurter Hütte und Kosiak

Vom Rosental in die Karawanken - traumhaft zum Wandern in Kärnten mit Kindern
Vom Rosental in die Karawanken – traumhaft zum Wandern in Kärnten mit Kindern

Aussichtsreich und gewaltig – das ist diese tolle Wanderung in den Karawanken. Das Ziel ist der Kosiak, ein traumhafter Panoramagipfel, den man über die Klagenfurter Hütte erreicht. Während man bis zur Klagenfurter Hütte überwiegend durch den Bergwald wandert – immer wieder schon mit herrlichen Blicken auf die steilen Wände der Karawanken –, geht es später über freies Almgelände auf den Gipfel des Kosiak.

Startpunkt Parkplatz Johannsenruhe im Bärental

Der Startpunkt ist der Parkplatz Johannsenruhe im Bärental (Hier auf der Google Karte). Um den Parkplatz zu erreichen, muss man von Feistritz aus durch das Bärental hinauffahren. Die schmale Straße ist bis etwa 1,5 Kilometer vor dem Parkplatz geteert. Das letzte Stück ist etwas abenteuerlicher zu fahren, die Forststraße ist teilweise holprig. Vom Parkplatz aus geht es das erste Stück auf der Forststraße entlang. Nach gut einem Kilometer zweigt man links ab auf einen schmaleren Wanderweg – einfach der Beschilderung zur Klagenfurter Hütte folgen.

Der Weg führt durch den lichten Bergwald und rechts sieht man bald die steilen Wände der Karawanken aufragen. Die Gipfel der Berge liegen dabei oft genau auf der Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Der Wanderweg trifft immer mal wieder kurz die Forststraße, kürzt diese aber deutlich ab. Nach etwa eineinhalb Stunden hatten wir schließlich die Klagenfurter Hütte erreicht. Mit jüngeren Kindern ist hier wahrscheinlich schon das Ziel erreicht. Mit unseren Teenagern ging es weiter auf den Kosiak.

Auf den Kosiak wandern

Auf dem Koziak Gipfel
Auf dem Kosiak Gipfel
Aufstieg auf den Kosiak
Aufstieg auf den Kosiak
Ganz viel Weitblick vom Kosiak über die Karawanken in Kärnten
Ganz viel Weitblick vom Kosiak über die Karawanken in Kärnten

Auf den Kosiak führen zwei Wege. Einer geht auf der Ostseite und einer auf der Westseite hinauf. Wir haben uns für den Aufstieg für den westlichen Weg entschieden, der vor der Klagenfurter Hütte abzweigt – der Weg ist gut beschildert. Über Wiesen und später auch ein paar Latschen ging es für uns bergauf, erst noch mäßig, dann steiler ansteigend bis zum Gipfel. Doch schließlich hatten wir es geschafft und konnten die großartige Aussicht genießen. Bis nach Klagenfurt kann man im Norden sehen, doch wesentlich beeindruckender sind die schroffen Gipfel der Karawanken im Süden, wie Hochstuhl, Klagenfurter Spitze oder Bileschitza – einfach traumhaft! Nach der ausgiebigen Pause sind wir dann auf dem östlichen Wanderweg wieder abgestiegen. Dieser ist etwas weniger steil, dafür sind einige höhere Stufen auf dem Weg. Ganz ohne Anstrengung kommt man einfach nicht auf die schönsten Gipfel. Bei der Klagenfurter Hütte angekommen, war es Zeit für eine Rast.

Einkehrtipp Klagenfurter Hütte

Auf der Klagenfurter Hütte im Rosental einkehren - auf gute Kärntner Küche
Auf der Klagenfurter Hütte im Rosental einkehren – auf gute Kärntner Küche

Einkehr auf der Klagenfurter Hütte
Auf der Klagenfurter Hütte gibt es typische Hüttengerichte, Kärntner Spezialitäten und wechselnde Tagesgerichte. Wir haben uns für einen kalten Schweinebraten, Hühnchen mit Bandnudeln, Bratwurst mit Kartoffelsalat und Kärntner Kasnudeln entschieden. Kasnudeln sind traditionelle Kärntner Teigtaschen, die mit Topfen und/oder Käse und oft mit Pfefferminze gefüllt sind. Die Mischung mit Pfefferminze ist für Nicht-Kärntner etwas gewöhnungsbedürftig. Auf der Klagenfurter Hütte ist nur ein Hauch davon drin (der Wirt mag sie selbst so lieber) und sie haben mir richtig gut geschmeckt. Die Kasnudeln werden hier wirklich selbst gemacht und auch sonst ist alles frisch gekocht und das richtig gut. Sitzen kann man bei schönem Wetter herrlich auf der Sonnenterrasse mit perfektem Bergblick. Bei ungemütlicherem Wetter kann man in den verschiedenen urigen Gasträumen drinnen Platz nehmen. Hinterm Haus gibt es einen Spielbereich mit Nestschaukel und Kletterwand und auch kleine Bäche zum Spielen sind nicht weit. Wer mit Kindern “nur” bis zur Hütte wandert, hat also auch ein tolles Ziel.

Wanderung Kosiak/Klagenfurter Hütte: Karte und Tourdaten

Nach unserer Einkehr sind wir wieder auf dem Hinweg zurück zum Parkplatz gewandert. Uns hat die Tour ausgesprochen gut gefallen. Die Aussicht auf die Berge ist einfach gigantisch, während die Wanderung selbst technisch nicht schwierig ist. Je nach Alter und Kondition wandert man entweder bis zur Klagenfurter Hütte oder die gut 300 Höhenmeter weiter hinauf bis zum Kosiak. Hier zur besseren Orientierung der Weg in der Karte und die Tourdaten:

  • Höhenmeter: 870 hm/ bis Klagenfurter Hütte 520 hm
  • Streckenlänge: 10 km gesamte Strecke/ bis Klagenfurter 7 km gesamte Strecke
  • Schwierigkeit: mittel
  • Kinderwagentauglich: Nein. Selbst die Forststraße ist für einen Kinderwagen zu holprig und steinig. Besser mit einer Kraxe oder Trage wandern.

Mit dem Kanu auf dem Draupaddelweg

Der Draupaddelweg ist eine rund 220 Kilometer lange Paddelstrecke auf der Drau von Osttirol durch Kärnten bis zur slowenischen Grenze. Er eignet sich ideal für Kanus, Kajaks sowie Stand-up-Paddles und bietet dank ruhigem Wasser einfache Etappen für Einsteiger und Familien. Der Weg wird dank des Interreg-Projekts NATURE FRIENDLY ROWING übrigens bis Maribor ausgebaut. Dann gibt es auch dort die passende Infrastruktur für Kanus, Kajaks & SUPs auf der Drau und somit einen tollen grenzüberschreitenden Paddelweg.

So entspannt kannst du das Rosental vom Wasser aus erleben - auf dem Draupaddelweg
So entspannt kannst du das Rosental vom Wasser aus erleben – auf dem Draupaddelweg

Die Etappe 8 des Draupaddelwegs führt durch das Rosental von Mühlbach bis Feistritz. Es ist eine der schönsten Etappen, vor allem wegen der Aussicht auf die Karawanken und mehrerer Möglichkeiten für eine Pause. Die Etappe ist ca. 13 Kilometer lang und da man mit dem Kanu zwischen 3 bis 4 km/h schnell ist, ist man drei bis vier Stunden unterwegs (ohne Pausen). Wir haben unseren Kanuguide Jani an unserer Endhaltestelle am Feriendorf Rosental getroffen (eigentlich endet die Etappe am Ende des Feistritzer Stausees – aber wir wollten ein wenig kürzer paddeln, da wir anschließend noch mehr Programm hatten).

Jani hat uns dann mitgenommen zur Einstiegsstelle Mühlbach und uns dort kurz erklärt, wie wir mit den Kanus paddeln können. Es ist nicht schwierig: Wer vorne sitzt, paddelt und wer hinten sitzt, muss zusätzlich steuern. Wir haben uns erst mal aufgeteilt nach Teenagern und Eltern, später nach den Pausen aber auch gewechselt, sodass jeder mit jedem gefahren ist. Die Kombinationen haben unterschiedlich gut funktioniert. Spaß hat es immer miteinander gemacht und man lernt, sich gegenseitig abzustimmen.

Gemütliches Familien-Paddeln auf der Drau

Wir sind gemütlich gestartet und haben die ruhige Atmosphäre auf der Drau genossen. Das Wasser hat einen herrlichen hell-türkisen Farbton und mit den hoch aufragenden Bergen im Hintergrund ist die Kulisse perfekt. Auf den ersten Kilometern ist am Ufer überwiegend Schilf und wir haben viele Enten und Reiher gesehen, die oft über unsere Köpfe hinweggeflogen sind. Nach etwa fünf Kilometern gab es auf einer Kiesbank am Ufer die erste kleine Pause. Schon zwei Kilometer weiter sind wir an die nächste Haltestelle gekommen, die Zikkurat-Welle.

Die Zikkurat-Welle im Rosental
Die Zikkurat-Welle im Rosental

Pausen auf der Zikkurat-Welle und bei St. Oswald

Der kunstvoll aufgeschüttete Hügel hat die Form einer Schnecke und ist ein Land-Art-Projekt, das Kunst und Natur verbindet. Am Fuß des Hügels ist ein Rastplatz mit Bänken und einer Grillstelle und oben am Hügel hat man eine schöne Aussicht auf die Drau und das hinter der Zikkurat-Welle entstandene ökologische Wasserschutzgebiet. Für unsere längere Pause sind wir dann noch einen Kilometer weiter gepaddelt zum kleinen Hafen St. Oswald. Hier liegen kleine Ruder- und Fischerboote. Wir haben am Ufer ein schönes Plätzchen gefunden für unsere mitgebrachte Brotzeit. Wer Lust hat, kann sich auch hinter dem Hafen das Kirchlein St. Oswald anschauen.

Auf dem Feistrizer Stausee kannst du entlang dieser Felsen paddeln
Auf dem Feistrizer Stausee kannst du entlang dieser Felsen paddeln

Für uns ging es weiter die letzte Strecke bis zum Feistritzer Stausee. Die Drau wird hier nach und nach breiter und am linken Drauufer gibt es tolle Felsen zu bewundern. Wir sind dann noch ein Stück über den Stausee gefahren, bevor wir Jani am vereinbarten Treffpunkt am Feriendorf wieder getroffen haben. Alles war super unkompliziert und gut organisiert. Zum Abschluss hat uns Jani noch schöne Fotos geschickt, die er von uns gemacht hat. Uns hat die Tour sehr gut gefallen. Das Panorama mit den Bergen und das entspannte Paddeln auf der Drau war für uns ein einmaliges Erlebnis.

Unterwegs am Drauradweg

Der Drauradweg führt einmal durch das Rosental - und an vielen Stellen direkt am Wasser der Drau entlang
Der Drauradweg führt einmal durch das Rosental – und an vielen Stellen direkt am Wasser der Drau entlang

Der Drauradweg führt auf rund 510 Kilometern flussabwärts von Südtirol durch Osttirol und Kärnten bis nach Kroatien und bietet meist flaches, familienfreundliches Terrain. Im Abschnitt durch das Rosental radelt man auf entspannten Wegen entlang der Drau und den Stauseen. Der Radweg führt dich über weite Teile meist direkt an der Drau entlang, ohne große Höhenunterschiede. Perfekt für Familien. Wir sind nur einen kleinen Abschnitt gefahren, am Feistritzer Stausee entlang und später durch die Auen zwischen Drau und Kleiner Drau. Dann ging es für uns zum Ausflugsziel “Kick2gether” in der Nähe des kleinen Badesees St. Johann (dazu gleich mehr). Das Radfahren an der Drau ist wunderbar angenehm, da man abseits der Straßen auf dem eigenen Radweg fährt. Die Landschaft an der hell-türkisen Drau mit dem Blick auf die Karawanken ist einfach wunderschön. Je nach Lust und Laune fährst du so lange du willst und die Kinderbeine mitmachen.

Kick2gether – Fußballgolf

Schon mal Fußballgolf gespielt? Wir haben es ausprobiert!
Schon mal Fußballgolf gespielt? Wir haben es ausprobiert!

Schon mal Fußballgolf gespielt? Nein, dann wird es aber höchste Zeit. Fußballgolf ist eine Mischung aus Minigolf und Fußball. Und ja, es ist auch geeignet für Menschen, die nicht Fußball spielen können, denn es geht um den gemeinsamen Familienspaß – eben wie beim Minigolf. Im Rosental spielst du Fußballgolf auf dem Platz Kick2gether in St.Johann. Jeder Spieler bekommt beim Fußballgolf seinen eigenen Fußball. Der muss dann bei den verschiedenen Stationen an den Hindernissen vorbei ins Loch geschossen werden. Wie beim Minigolf hat man eigentlich nur eine bestimmte Anzahl an Schüssen (sonst gibt es Strafpunkte), aber man kann ja die Regeln auch familiär anpassen.

Die Hindernisse am Kick2gether-Platz sind abwechslungsreich gestaltet und sehr nett gemacht. Es gibt zum Beispiel Verkehrsschilder, die man umspielen muss, oder aufgestellte Kajaks, um die man herum kickt. Unsere Bälle sind nicht immer in die gewünschte Richtung gegangen und so haben wir doch oft ziemlich viele Schüsse gebraucht, bis wir eingelocht haben. Aber wir haben es mit Humor genommen und einfach das Beste daraus gemacht. Immer wieder ist ein Ball in den Büschen gelandet oder einer von uns musste 14 Schüsse machen, bis die Station geschafft war. Kick2gether ist ein nettes Ausflugsziel und ideal für den Urlaub, wo man Zeit hat, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Tscheppaschlucht

Der Eingang in die Tscheppaschlucht in Kärnten
Der Eingang in die Tscheppaschlucht in Kärnten

Die Tscheppaschlucht ist eine der eindrucksvollsten Schluchten in Kärnten. Zwischen Ferlach und dem Loiblpass gelegen, wird sie vom Loiblbachs geprägt. Auf gesicherten Stegen, vielen Stufen und Brücken wanderst du an steilen Felswänden und oberhalb der tiefen Schlucht vorbei. Höhepunkt ist sicher der imposante, 26 Meter hohe Tschaukofall am Ende der Tscheppaschlucht. Hinter dem Tschaukofall kannst du dich entscheiden:

  • entweder durch die Schlucht zurückwandern
  • weiterwandern bis ins Bodental zum Meerauge – einem unwirklich blau schimmernden See
  • oder über den Naturlehrpfad zum Gasthof Deutscher Peter wandern.
  • Sowohl vom Bodental als auch vom GH Deutscher Peter fährt dich ein Shuttlebus (im Ticketpreis inkl.) zurück zum Startpunkt.

Durch die wilde Tscheppaschlucht wandern

Der Aufstieg aus der Tscheppaschlucht zur Teufelsbrücke
Der Aufstieg aus der Tscheppaschlucht zur Teufelsbrücke
Der Tschaukofall in der Tscheppaschlucht - samt Skywalk
Der Tschaukofall in der Tscheppaschlucht – samt Skywalk
Die Tscheppaschlucht hat uns sehr gut gefallen im Rosental
Die Tscheppaschlucht hat uns sehr gut gefallen im Rosental

Los geht die Wanderung durch die Tscheppaschlucht am Parkplatz Tscheppaschlucht etwa vier Kilometer oberhalb von Ferlach. Auf dem großen (kostenpflichtigen) Parkplatz lässt du dein Auto stehen. Über eine Fußgängerbrücke geht es auf die andere Straßenseite. Am Hochseilgarten vorbei wanderst du einen guten Kilometer bergab bis zum Kassenhäuschen der Schlucht. Ein bisschen Geduld (ca. 600 Meter) brauchst du noch, bis der eigentliche Weg durch die Schlucht startet. Aber du wanderst schon an dem kleinen Bach entlang und siehst das sehr klare Wasser des Loiblbaches. Ab hier beginnt der Weg durch die immer enger werdende Schlucht. Du wanderst über viele Stufen immer weiter aufwärts durch die Tscheppaschlucht.

Das glasklare grüne Wasser glitzert und rauscht durch das enge Tal. Besonders beeindruckend ist der Blick von einer Brücke, wenn man die Schlucht überquert. Nach einem guten Kilometer durch die Schlucht kommt man zu den Wasserfällen und zur Teufelsbrücke.

Tipp: Unbedingt in der Schlucht den Abzweig zum Tschaukofall nehmen, auch wenn vorher schon das GH Deutscher Peter angeschrieben steht. Du kannst noch nach dem Tschaukofall zum Gasthaus wandern, auf dem Naturlehrpfad.

Vor dem 26 Meter hohen Tschaukofall erwarten dich schon mehrere kleine Wasserfälle. Über eine Wendeltreppe steigst du neben den Wasserfällen nach oben zur Teufelsbrücke. Diese Hängebrücke überspannt noch mal die Schlucht und schließlich gelangst du zum Tschaukofall. Den besten Blick auf den Wasserfall hast du von der Aussichtsplattform Tschaukofinger. Du kommst am Wanderweg direkt daran vorbei. Hier siehst du, wie sich das Wasser in die wunderbar grünen Wasserbecken stürzt.

Ins Bodental wandern zum Meerauge

Wunderschön im Bodental - Meerauge
Wunderschön im Bodental – Meerauge
Das Meerauge ist für uns einer der schönsten Orte in Kärnten mit Kindern
Das Meerauge ist für uns einer der schönsten Orte in Kärnten mit Kindern

Hinter dem Wasserfall musst du dich nun entscheiden: Noch etwa eine halbe Stunde auf dem Naturlehrpfad zum GH Deutscher Peter wandern oder weiter ins Bodental zum Meerauge. Dieser Weg ist deutlich länger, ca. eineinhalb bis eindreiviertel Stunden ab dem Tschaukofall. Dafür kommst du aber ins idyllische Bodental mit den hoch aufragenden Karawanken im Hintergrund und dem besonderen kleinen See, dem Meerauge. Wir sind noch bis zum Meerauge gewandert – und haben es nicht bereut!

Nach dem Tschaukofall wird der Weg wesentlich ruhiger und nicht mehr so spektakulär. Es geht immer leicht ansteigend am Bach entlang aufwärts durch den Wald. Kurz vor dem Bodental kommt noch mal ein schönes Felsentor, das sich über den Loiblbach spannt. Bald darauf ist der Gasthof Sereinig erreicht, daneben befindet sich auch die Bushaltestelle, wo der Shuttlebus wieder zum Startpunkt zurückfährt. Unsere Beine waren auch schon etwas müde, aber wir haben uns doch noch motiviert, bis zum Meerauge zu gehen.

Der Weg führt über eine Straße durch das schöne Bodental. Hinten ragen steil die rauen Felswände der Karawanken in die Höhe. Nach 1,5 Kilometern hatten wir dann unser Ziel erreicht. Das Meerauge ist ein sogenannter Toteissee, der in der letzten Eiszeit entstanden ist. Der kleine See ist schon sehr besonders. Das Wasser ist glasklar und durch die besondere Zusammensetzung der Mineralien im Wasser erscheint es durch die Sonneneinstrahlung fast unwirklich blau. Ein schöner Bohlenweg führt einmal um das Meerauge herum. Auf ein paar Bänken haben wir eine Rast gemacht und das einmalige Naturwunder genossen. Anschließend ging es zurück zur Bushaltestelle und mit dem Bus zurück zum Parkplatz.

Karte und Tourdaten Tscheppaschlucht

Uns hat die Tscheppaschlucht und die Wanderung zum Meerauge gut gefallen. Die Schlucht ist wirklich beeindruckend. Besonders die Wasserfälle rund um die Teufelsbrücke sind sehr sehenswert. Die Strecke durch die ganze Schlucht bis zum Meerauge ist eher weit. Mit jüngeren Kindern kannst du beide Ausflüge auch auf zwei Tage aufteilen. Einen Tag den kurzen Weg durch die Schlucht und am anderen Tag startest du oben im Bodental, wanderst zum Meerauge und evtl. noch weiter bis zur Märchenwiese, dem wunderschönen Talschluss im Bodental.

Hier noch mal zur besseren Übersicht die verschiedenen Wege durch die Schlucht auf den Karten (obere Karte bis zum Meerauge im Bodental, untere Karte bis zum GH Deutscher Peter) und dazu die Tourdaten:

HöhenmeterStreckenlänge Schwierigkeit
Durch die Tscheppaschlucht über den Taschaukofall bis zum Meerauge im Bodental (und zurück zur Bushaltestelle Bodental GH Sereinig)470 hm9,7 kmmittel
Durch die Tscheppaschlucht bis zum Taschaukofall und zum GH Deutscher Peter (Bushaltestelle)240 hm bergauf und150 hm bergaub4,7 kmmittel

Einkehrtipp im Rosental mit Kindern

Restaurant & Pizza Francobollo
In St. Jakob im Rosental gibt es eine wirklich sehr nette Pizzeria. Das Francobollo hat einen tollen Gastraum, der im Sommer direkt in die Terrasse übergeht. Stilvoll und gemütlich gemacht, sitzt man hier sehr angenehm. Zum Essen gibt es eine wahnsinnig große Pizzakarte mit teilweise außergewöhnlichen Kreationen, außerdem Steaks, Burger und Pastagerichte. Wir haben uns für Pizzen (Salami, Quattro Formaggi und Zar – mit Büffelmozzarella und Rohschinken) und für einen Chicken-Cheese-Burger entschieden. Der Teig der Pizza war perfekt, schön knusprig und dünn und lecker belegt. Und auch der Burger mit dem gegrillten Hühnerfleisch war sehr gut. Das Restaurant ist wirklich empfehlenswert, wenn man gut und unkompliziert essen gehen möchte im Rosental.

Die beste Pizzeria im Rosental - bei Francobollo
Die beste Pizzeria im Rosental – bei Francobollo

Übernachten mit Kindern im Rosental – Rosentaler Hof-Quartier 2

Und wo mit Kindern im Rosental übernachten? Wir haben unsere Urlaubstage im Quartier 2 des Rosentaler Hofs verbracht. Das Appartementhaus hat mehrere Ferienwohnungen in unterschiedlichen Größen. Wir hatten zwei kleine Kuschel-Appartements, die direkt nebeneinander liegen und sich zu einer großen Wohnung verbinden lassen. Die Wohnungen sind modern in gedeckten Farben eingerichtet, sodass man sich dort wohlfühlen kann. Bei unseren kleinen Appartements gab es jeweils eine kleine Küchenzeile mit allen Kochutensilien, zwei Kochplatten, Kühlschrank und einer Mikrowelle. So kann man einfache Gerichte hier gut zubereiten. Und wer keine Lust hat, selber Frühstück zu machen, der kann sich leckere Frühstücksboxen bestellen. Die werden in der Früh geliefert und so kann man gut in den Tag starten. Bei uns waren in den Boxen Semmeln und Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Milch, Müsli, Joghurt, Obst und Gemüse. Alles sehr reichlich. Wir fanden das Quartier 2 sehr angenehm zum Wohnen.

Unser Fazit zum Rosental mit Kindern

Wir haben das Rosental als sehr entspannte Urlaubsregion kennengelernt. Auch an den bekannteren Ausflugszielen wie der Tscheppaschlucht oder an der Klagenfurter Hütte war es nie überlaufen. Und auch die Gegend selbst lädt dazu ein, runterzukommen und den Urlaub zu genießen. Wir können auch nicht sagen, was uns im Rosental am besten gefallen hat, denn alle unsere Ausflüge waren auf ihre Art wirklich toll und erlebnisreich. Die Wanderung auf den Kosiak und die Klagenfurter Hütte ist landschaftlich sehr beeindruckend.

Da wir sonst selten auf dem Wasser unterwegs sind, war für uns die Kanutour auf der Drau ein einzigartiges Erlebnis. Die herrliche Farbe des Flusses und die großartigen Ausblicke auf die Berge sind bei der Etappe durch das Rosental besonders schön. Und die Tscheppaschlucht ist eine richtig erlebnisreiche Klamm. Besonders die Wasserfälle bei der Teufelsbrücke und der Tschaukofall sind sehr beeindruckend. Richtig gut gefallen hat uns auch das Meerauge im Bodental. Es gäbe sicher noch einiges mehr im Rosental zu entdecken und zu erleben, was wir dieses Mal nicht geschafft haben.

Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Rosental entstanden. Nur so konnten wir euch diesen Beitrag hier zeigen. Unsere Meinung und Erlebnisse bleiben davon unberührt.

Noch mehr gute Ideen?

KLICK hier - Diese Tipps merken & deinen Freunden empfehlen:

Bereits 1 Mal geteilt!