Unser Ausflug mit Kindern in den Benediktinerstift Admont

Der Blick in die berühmte Bibliothek vom Stift in Admont, am Rande des Nationalpark Gesäuse

Besuch der weltweit größten Klosterbibliothek
Wir besuchen in unserem Familienurlaub "die Kathedrale für Bücher" - das habe ich mir von unserem Ausflug mit den Kindern in den Stift Admont erwartet. Ich kannte das berühmte Bild mit dem Blick in den barocken Saal und den tausenden historischen Büchern an den Wänden. Soviel zu meiner Erwartungshaltung. Als wir aber nach unserer Haindlkarhütten Wanderung nach Admont gefahren sind, gab es weit mehr zu sehen: Die meiste Zeit haben wir nämlich im naturhistorischen Museum verbracht. Wir waren aber auch im kunsthistorischen Museum und im Museum für Gegenwartskunst - was wir hier in einem Kloster am wenigsten erwartet hätten. Und bevor wir auf eine kleine Einkehr in den Stiftskeller gegangen sind, konnten wir sogar noch durch ein kleines Labyrinth im Klostergarten gehen. Die Kinder waren begeistert.

Unser Weg ins Kloster Admont
Vom Parkplatz neben dem Kloster gehen wir ein Stück rund um die Klostermauern. "Ganz schön groß ist die Anlage", denke ich mir. Dann stehen wir in der großen Eingangshalle mit der Kasse. Hier werden die Tickets gelöst und Audioguides für den individuellen Besuch der Räume ausgegeben. Zusätzlich gibt es während den Kloster Öffnungszeiten in den Sommermonaten jeden Tag um 10.30 Uhr und 14 Uhr eine Führung. Das Kloster steht von März bis Anfang November regelmäßig offen, in den Randzeiten nur nach Anmeldung.

Das achte Weltwunder - die Stiftsbibliothek in Admont
Mit den Guides und unserer netten persönlichen Führerin Regina Huber steuern wir als erstes den bekanntesten Raum des Benediktinerklosters an, die Bibliothek. Sie überragt andere Bibliotheken nicht nur aufgrund des barocken Prunks, sondern auch durch ihre Größe. Mit 70 Metern Länge, 14 Meter Breite und 12 Metern Höhe ist sie weltweit die größte Klosterbibliothek. Ich bin sehr beeindruckt und wir laufen auf dem Schachbrettboden aus Stein hinein. Auch allen anderen geht es so. Unsere Führerin fragt die Kinder: "Wisst ihr, wie die Mönche an die Bücher im oberen Stock gekommen sind?". Sie tippen auf eine Treppe, die wir zwar nich sehen, vemutlich eine Außentreppe. "Ja, das mit der Treppe stimmt. Sie führt über einen Geheimgang zwischen den Büchern hinauf", berichtet Regina Huber.

Führung im Stift Admont mit Kindern

Wo ist der Geheimgang? Seht ihr ihn zwischen den Büchern?
Nach dem Finden und Aufsperrenkönnen wir durch die Türe hinauf in den "zweiten Stock" auf die Empore
Der Blick von oben auf die vielen Bücher, das Deckengemälde und den tollen Raum samt Steinboden

Der Geheimgang in der Bibliothek in Admont
"Seht ihr wo?", lautet die nächste Frage. Wir schauen und schauen, können aber nichts entdecken. Um uns herum, lauter Buchdeckel. Nichts zu sehen von einer Tür. Als sie uns dann einen Abschnitt im Zimmer zeigt, sehen wir es auch: Ein kleiner Teil der Bücher ist gar nicht echt, sondern gemalt! Eigentlich nicht zu finden. Dann fragen wir: "Dürfen wir die Türe sehen und hinaufgehen?". Ja wir dürfen - ganz ausnahmsweise. Die Besichtigung des Geheimgangs ist nämlich nicht Teil der regulären Führung! Wir freuen uns auf dieses besondere Erlebnis im Familienurlaub in Österreich.

Ein gemalter Buchdeckel läßt sich aufklappen, dahinter taucht ein Schloß auf. Es wird aufgesperrt und eine Türe lässt sich zwischen den Büchern öffnen. Die Neugier von uns allen ist geweckt. Über eine Wendeltreppe steigen wir hinauf auf die Empore der Stiftsbibliothek. Wir schauen von oben auf die Welt der historischen Bücher und sehen so auch die Buchdeckel aus der Nähe, sie sind nach dem ABC geordnet.

Nach unserem Ausflug in den Geheimgang kehren wir zur normalen Führung zurück. Wir verlassen den Barocksaal mit den eindrucksvollen Fresken, Gemälden und Skulpturen
und gehen ins Museum. Hier sind einige historische Bücher ausgestellt. Sie sollen die Besonderheit der früheren Bücher zeigen, sie sind von der kunstfertigkeit und dem Prunk nicht zu vergleichen mit den Büchern unserer Zeit. 70.000 wissenschaftliche Bücher lagern hier im Stift Admont. Sie werden auch heute noch genutzt.

Spannendes Ausflusgziel mit Kindern in der Steiermark

Wir stehen bei den ausgestellten Schlangen im naturhistorischen Museum
Über das gläserne Treppenhaus mit Blick auf das Gesäuse kommen wir zur modernen Kunst
Ein Kunstmuseum zum Anfassen für Kinder in Österreich - auch das ist Stift Admont
Ein schöner Abschluss: Der Besuch im Klostergarten durch das Labyrinth

Kunsthistorisches Museum in Admont
Überhaupt ist dies im gesamten besuchten Bereich spürbar: Das Stift versucht die Geschichte zu erhalten, diese aber um die neuen Enwicklungen zu ergänzen. So gibt es historische Kunst zu sehen, die mit der Kirche in Verbindung steht - aber auch moderne zeitgenössische Kunst, wie man sie in anderen Klöstern nicht vorfindet. Diese Weltoffenheit ist sehr angenehm zu sehen. Ganz neu wurde noch eine Gothiksammlung aufgenommen. Die Sammlung von Mayer aus Vorarlberg bereichert das Stiftsmuseum zusätzlich.

Nach der Museumsrally in das Labyrinth Admont
Nach so viel Besichtigung, ist es für die Kinder genug. Ihnen hat es gefallen, es gibt sogar eine Schatzsuche für Kinder durch das Museum - die Museumsrally. Sie mussten in den verschiedenen Räumen besondere Ausstellungsstücke finden oder genauer betrachten. Das ist immer einen gute Motivation bei einem Museumsbesuch. Ebenfalls interessant für Familien mit Kindern: Die Museumswerkstatt. Sie findet in den Sommerferien jeden Freitag statt, außer der Zeit für Schulklassen auch auf Anfrage.

Top Ausflugsziel in der Steiermark - bei jedem Wetter
Nach dem musealen Erlebnis finden wir vor dem Eingang ein kleines Labyrinth. Sie wollen es auch noch erforschen und wir nehmen uns die Zeit. Danach machen wir einen kurzen Zwischenstopp im Stiftskeller, wo man gleich links hinter dem Eingangsportal sehr nett in einer historischen Stube mit holzvertäfelten Wänden essen und trinken kann. Es war ein sehr kurzweiliger Ausflug in der Steiermark, für den man sich auch einen ganzen Tag Zeit nehmen kann. Ein wetterunabhängiges Ausflugsziel, das noch nicht so vielen Familien kennen dürften - obwohl es sich wirklich lohnt.

Nach unserem letzten Ausflugsziel im Familienurlaub im Gesäuse geht es für uns weiter in Richtung Nationalpark Kalkalpen. Wir sind gespannt, was uns dort im Familienhotel Dilly erwartet.

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