Wir besuchen die Salzwelten Altaussee

Am Ende unseres Besuchs in den Salzwelten Altaussee geht es auf dieser Rutsche hinunter

Unser Ausflug in das Salzbergwerk im Ausseerland
Wenn wir für einen Familienurlaub Österreich im Salzkammergut sind, möchten wir auch dorthin, woher das Salzkammergut seinen Namen hat, zu den Salzvorkommen im Berg. Wir fahren mit dem Auto hinauf auf den Salzberg von Altaussee. Die Salzbergstraße windet sich hinauf zum Sandling - dem Salzberg von Altaussee. Ein kleines relativ unscheinbares Haus steht am Ende der Straße. Das Steinberghaus. Hier ist der Eingang in die Salzstollen im Salzkammergut. Wir parken vor dem Steinberghaus und gehen hinein.

Im Gegensatz zu unserem Ausflug in das Salzbergwerk in Hallein ist hier in Altaussee alles ein paar Nummern kleiner - in Hinblick auf die Größe und die Besuchermenge. Gemütlich geht es hier oben am Berg zu. Gleich neben der Kasse ist der Ankleideraum für uns Besucher. Hier können wir die weißen Kittel und Hosen anlegen - zum Schutz unserer Kleidung vor dem Schmutz im Berg.

Die Führung beginnt mit einem Film im Steinberghaus
Wir gehen in den 1319 angeschlagenen Salzstollen Steinberg im Altausseer Land
Spannend für die Kinder: Durch die beleuchteten Stollen im Berg gehen

Die Führung im Besucherbergwerk beginnt
Führer Gerald begrüßt uns herzlich, danach schauen wir uns einen Kurzfilm eines österreichischen Kabarettisten an. Er erklärt anhand eines Kapressknödels wie das Salz in die Erde gekommen ist. Mich überzeugt er nicht, die Zuhörer und Zuschauer um uns herum finden aber an ihm Gefallen. Nach dem Film geht es wirklich in den Berg hinein. Unser Führer geht voran und wir betreten den 1319 angeschlagenen Sandlingstollen. So nennen die Bergleute den 1319 eröffneten Salzstollen.

Wir laufen in das Salzbergwerk in der Steiermark
Während ich diese Zeilen in das Handy tippe laufen wir 700 Meter in den Berg hinein. Es ist ein schmaler rund 2 Meter hoher Stollen durch den wir gehen. Am Anfang ist er noch höher, das hängt wohl mit den Sprengunen am Ende des zweiten Weltkriegs zusammen. Mehr davon später. Jetzt sehe ich auch, warum Besucher körperlich fit sein sollten für diesen Besuch im Bergwerk. Für euch wichtig: es dürfen auch nur Kinder mit, die mindestens 4 Jahre alt sind.

Nach unserer 700 Meter langen Wanderung in den Berg erreichen wir die erste Infostation. Wir erfahren, dass wir in einem aktiven Salzbergwerk stehen. Unvorstellebare 80 Tonnen Salz werden pro Stunde gefördert. Gewonnen wird das Salz nach 40 Kilometer pumpen durch die größte Salzpipeline der Welt in Ebensee im Salzkammergut. Die Ausbeute in Altaussee ist besonders hoch, der Salzgehalt liegt bei 70% im Gestein.

Es auch das größte noch in Betrieb befindliche Salzbergwerk in Österreich. So kommen auch rund 96% des Salzes in den österreichischen Haushalten von Salzwelten Salinen. Der Abbau des Salzes im Berg ist jedoch teuer, im Vergleich zur Meersalzgewinnung. Dafür gibt es in Altaussee auch hochwertiges Natursalz, das durch seine zusätzlichen Mineralien intensiver schmeckt. Wir dürfen es probieren. Es stimmt, der Geschmack ist intensiver, könnte gut zu Salaten passen.

Das ist der unbearbeitete sehr salzhaltige Salzstein aus dem Berg in Altaussee
So schaut das Natursteinsalz aus. Wir dürfen es probieren.

Das Lager im Stollen für die gestohlene Kriegskunst
Interessant wird es für uns im Raum rund um die bedeutende Geschichte der verschleppten Kunstgegenstände im zweiten Weltkrieg. Die Nationalsozialisten haben sich die Sicherheit im Stollen vor Bombenangriffen und die klimatischen Verhältnisse im Berg zu nutzen gemacht. Hier im Stollen herrschen ideale konservierende Bedingungen. Außerdem können keine Fliegerbomben Zerstörung anrichten, rund 350 Meter Gestein liegen über dem Raum, den wir jetzt betreten.

Hierher brachte das Kriegsregime die erbeuteten Kunstgegenstände unter denen auch Bilder von Rubens und Rembrandt gewesen sein sollen. Dafür wurden eigens Holzregale im Stollen errichtet, die heute noch zu sehen sind und keine Form der Veränderung aufweisen - das Klima hier im Berg konserviert tatsächlich. Zum Kriegsende sollten die gesammelten Kunstwerke vernichtet werden. Dem Einsatz einiger Ausseer ist es verdanken, daß durch eine Sprengung des Stolleneingangs der Zugang zur Vernichtung der Kunstwerke verwehrt blieb. Erklärt wird dies alles im Ausflugsziel bei einer Multimediashow und von unserem Bergwerksführer.

Wir kommen auch in die gut gemachte Barbarakapelle im Stollen
Hier wurden die geraubten Kunstwerke im Stollen des Salzbergwerks gelagert

Die Rutsche im Salzbergwerk
Für die Kinder kommt gleich im Anschluß der Höhepunkt der Tour im Salzberg: Mit einer Rutsche geht es weiter auf der Tour. Normalerweise gäbe es noch eine Zweite und die Fahrt über den Salzsee. Diese Stationen werden aber gerade renoviert. Dafür dürfen wir noch einen Blick in das sogenannte Birnbacherwerk werfen. Hier bekommen wir einen Eindruck davon, wie mühsam früher ohne Maschinen das Salz gefördert wurde. Hier endet unsere Führung durch das Salzbergwerk und wir gehen die 700 Meter zurück zum Eingang, dem Mundloch.

Was ist zu beachten bei einem Besuch im Bergwerk?
Wichtig für euch zu wissen: Das Schaubergwerk in Altaussee ist nur mit Kindern ab 4 Jahren begehbar. Im Berg hat es ganzjährig eine Temperatur von 8 Grad - das ist im Sommer gleich wie im Winter. Bei einem Sommerurlaub mit Kindern also unbedingt warme Jacken mitnehmen. Die Führung dauert rund 80 Minuten, solange will wohl keiner freiwillig frieren - und wenn man mit einer kurzen Hose und einem T-Shirt in den Berg hineingeht ist es bei dieser Dauer die beste Voraussetzung um krank zu werden...

Wir waren im Familienurlaub schon in vielen Bergwerken. Das Altausseer hat uns gefallen, weil es keine Massenabfertigung ist. Einzigartig ist hier der geschichtliche Schauplatz rund um die Beutekunst. Ein Highlight auf unserem Roadtrip durch Österreich!

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