Mit Kindern ins Schloss Schönbrunn

Am Eingang in die weitläufige Anlage von Schloss Schönbrunn in Wien
Die Vorfreude bei den Kindern ist groß auf das bekannteste Schloss in Österreich

Ein Familienausflug ins wunderschöne Schloss Schönbrunn
Mit Kindern im Hochsommer in Wien ins Schloss Schönnbrunn? Wir haben es gewagt und eines der bekanntesten Schlösser in Österreich besucht. Von unserem Familienzimmer im Biohotel Stadthalle fahren wir mit den Rädern los. Mit der U-Bahn würde es länger dauern. Angenehm durch Seitenstraßen fahren wir etwa 15 Minuten. Von der Schlossallee hinunter haben wir den ersten imposanten Blick.

Zum Glück haben wir Tickets online reserviert
Es ist Vormittag und lange Schlangen stehen vor den Ticketschaltern. Unser Tipp: Wer sein Ticket vorher online bucht, kann es schnell und problemlos abholen. Das erspart das Warten mit Kindern, was natürlich immens angenehm ist. Wir nutzen dies auch und von der netten Dame am Ticketschalter erfahren wir, dass wir möglichst gleich die Führung durch die kaiserlichen Gemächer im Schloss Schönbrunn machen sollen. Es ist kurz vor zehn und sie meint, dass zwischen zehn und zwöf die meisten Besucher ins Schloss wollen. Ansonsten wäre der späte Nachmittag auch ein guter Zeitpunkt. Wir gehen also ins Schloss, dort müssen wir unsere Rucksäcke abgeben, später verstehe ich auch warum - es kann bei den Besuchermassen eng werden.

Die ganze Welt ist zu Gast im Schloss Schönbrunn. Tipp: Nach 15.00 Uhr den Schlossbesuch planen!
Durch das Schloss geht es per Audioguide: 22 beeindruckende Räume sehen wir auf der Imperial Tour im Schönbrunn.

Zu Besuch bei Kaiser Franz, Kaiserin Sissi und Kaiserin Maria Theresia
Wir haben uns in unserem Familienurlaub Österreich für die kürzere Imperial Tour - im Gegensatz zur längeren Grand-Tour - entschieden. Es geht mit einem Audioguide durch die wirklich wunderschönen kaiserlichen Räume. 22 einzigartige Zimmer sehen wir. Fotografieren ist hier drinnen leider nicht erlaubt, deswegen eine Beschreibung mit Text: Wir gehen duch das Schlafzimmer von Kaiser Franz, das Ankleidezimmer von Kaiserin Elisabeth und durch das gemeinsame Esszimmer.

Dort erfahren wir, dass Elisabeth dort selten gegessen hat. Einerseits war sie viel auf Reisen, andererseits hat sie immer wieder Hungerkuren gemacht, um ihre schlanke Linie zu erhalten. Auch erfahren wir, dass sie jeden Tag stundenlang Haarpflege betrieben hat. Es gibt noch mehr sehr viele interessante private Details aus der kaiserlichen Familie zu erfahren. Trotz allem sind die erzählten Texte zu den einzelnen Räumen nicht zu langatmig.

Nach dem Leben von Franz und Elisabeth hören und sehen wir im Familienurlaub Wien noch einiges von Kaiserin Maria Theresia und ihren Kindern. Beeindruckend das Gemälde, anlässlich der Hochzeit einer ihrer Töchter. Dort sieht man ca. 100 Kutschen plus Gefolge, durch den Park von Schönbrunn ziehen und  kann sich damit gut ein Bild davon machen, wie aufwändig so eine Hochzeit damals war.

Wie hat es uns gefallen?
Die Imperial Führung dauert etwa 40 Minuten. Das reicht uns als Familie mit Kindern durchaus. Vor allem möchten wir heute auch noch in das Kindermuseum Schönbrunn schauen und auf jeden Fall das Labyrinth im Schlossgarten. Uns alle haben die wirklich tollen Räumlichkeiten sehr beeindruckt und wir haben viel Interessantes gehört und wieder mal dazu gelernt. Selbst unser kleiner 7-jähriger Sohn, hat sich alles angehört. Für unseren Großen (12 Jahre) ist es geschichtlich schon wieder spannend. Für mich gehört Schönbrunn einfach zu einem Wien Aufenthalt dazu. Man wird ja oft mit Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth konfrontiert. In Schönbrunn erlebt und spürt man, wie sie gelebt haben.

Wie oben schon erwähnt: Unbedingt Ticktes online vorbestellen! Wer es sich zeitlich einteilen kann, vielleicht auch eher am späten Nachmittag.

Wir gehen in den Schlossgarten Schönbrunn und haben dort diesen schönen Blick auf das Schloss
Das ist die Gloriette auf einem Hügel neben dem Schloss - der Schlossgarten ist unvorstellbare 160 Hektat groß

Durch den Schlossgarten mit Kindern in Wien
Wir gehen weiter und wollen eigentlich ins Kindermuseum. Doch dort ist die Schlange gerade sehr lang und wir beschließen erst in den Schlossgarten und ins Labyrinth zu gehen. Wir genießen die Blicke in den wunderschön angelegten Schlossgarten. Bei über dreißig Grad, halten wir uns dort aber nicht allzu lange auf, auch wenn es sicher schön wäre, durch den Park zu schlendern und zu den großen Wasserkaskaden zu gehen. Übrigens: Der Besuch des Schlossgarten ist kostenlos und auch ohne Ticket möglich.

Das heißersehente Labyrinth
Nachdem wir auf unserem Roadtrip durch Österreich, ja schon im Labyrinth in Rosegg am Wörthersee waren, sind wir gespannt was uns erwartet. Unser Kleiner ist schon ganz ungeduldig. Wir haben ein Kombiticket und müssen somit kein extra Ticket mehr kaufen. Dann sind wir drin. Es gibt einen richtigen Irrgarten, wo man zu einer Plattform finden muss. Zudem noch zwei Labyrinthe, in denen man einem Weg folgt und am Ende in die Mitte gelangt und noch einen großen Spielplatz.

Verlaufen?
Als erstes müssen wir natürlich in den Irrgarten gehen. Lauter Hecken und in der Mitte eine Plattform als Ziel. Wie laufen rechts und links und wieder links und gelangen in viele Sackgassen. Zweimal kommen wir auch wieder am Eingang vorbei. Es ist gar nicht so leicht. War man hier schon mal? Nein, das ist falsch, wieder zurück! Unsere Großer schafft es als Erster und weil wir anderen schon eine ganze Weile herumirren, lotst er uns von der Plattform ein wenig zum Ziel. Wir finden es auf jeden Fall ziemlich lustig. Am Ausgang stehen einige Steinsockel. Darauf sind Fingerlabyrinthe zum Nachfahren mit dem Finger. Dort kann man auch ganz gut unterschiedliche Arten, wie das Römische, Kretische oder Gotische erkennen.

Das hat den Kindern auch sehr gut gefallen: Das große Labyrinth im Schlossgarten Schönbrunn
Das ist das gotische Labyrinth, das die Kinder mit den Fingern nachfahren können

Labyrinthe zum nachlaufen, aber trotzdem mit hohem Spaßfaktor
Neben dem Irrgarten gibt es noch zwei Labyrinthe. Diese haben keine Wege zum Verlaufen, man folgt einfach nur einem verschlungenem Weg. Doch auch hier wird uns nicht langweilig. Wasserspiele, Matherätsel und Kletterstangen lassen keine Langeweile aufkommen. Doch jetzt brauchen wir mal eine kleine Pause vom Ausflug mit Kindern.

Einfallsreicher Spielplatz Labyrinthikon
Wir gehen auf den Spielplatz im Bereich des großen Labyrinths. Dort ist es wunderbar schattig und wir ergattern eine Bank. Doch die Kinder hält es nicht lange. Direkt hinter uns sind Verzerrspiegel. Wir stellen uns davor und lachen uns wirklich kaputt. Langezogene Bäuche oder Köpfe. Mal sind wir sehr dick, dann wieder ziemlich lang und dünn. Eine Wasserschnecke lädt zum fröhlichen Planschen ein, und bei den Temperaturen werden wir gerne ein bißchen nass. Richtig cool ist ein rießiger Adler. Diesen muss man erklettern, sich reinsetzten und bekommet das Gefühl zu fliegen. Viele tolle andere Stationen lassen uns fast eine Stunde am Spielplatz verbringen.

Das ist der Adler auf dem schönen Spielplatz im Schloss Schönbrunn
Und so sitzen die Kinder im Adler, dessen Flügel und Körper sich bewegen lassen
Mal übergroß, mal mini und dick - die Spiegel im Kinderspielplatz im Schlossgarten Schönbrunn

Weiter zum Kindermuseum im Schloss Schönbrunn
Wir wollen uns gerne noch das Kindermuseum anschauen. Während man zur "normalen" Führung in den linken Schlossflügel geht, ist das Kindermuseum im rechten Flügel untergebracht. Wir gehen hinein und sehen gleich, was uns am Ende der Führung erwartet: Viele, viele Kleider für Groß und Klein zum Verkleiden als Prinzessin, Prinz, Königin usw. Doch erstmal gehen wir durch die Ausstellung. Aber Ausstellung kann man ja eigentlich nicht sagen. Kindererlebniswelt trifft es wohl eher.

Erklärungskarten führen uns durch das Museum
Am Anfang von jedem Raum liegen große laminierte Karten bereit, die einem erklären, was es alles im Raum zum entdecken gibt. Manchmal hat man auch Aufgaben zu lösen. Und damit geht es gelich los. Im ersten Flur ziehen wir eine Karte. Darauf abgebildet ist ein Fürst als Erwachsene. Wir bekommen auf der Karte nun Hinweise, um sein Kinderportrait zu finden. Nicht immer ganz einfach, denn ob z.B. Junge oder Mädchen, ist  auf den alten Bildern gar nicht so leicht zu unterscheiden.

Viel zum anfassen und selbst erleben
Im nächsten Raum, geht es um Architektur. Was langweilig klingt, begeistert unseren Kleinen, da man Schlösser aus Holzbauteilen selbst zusammensetzen kann. Das ist kniffliger als gedacht. In jedem Raum gibt es viel zu sehen: Wie haben sich die Prinzen und Prinzessinnen früher angezogen? Wie haben sich die Stoffe dazu angefühlt? Was hatten sie für Frisuren? Da darf man so eine Perücke auch selbst mal zurechtmachen. Toll fanden wir die Kommode für die Schulfächer. Hinter jedem Kommodenfach, war ein Schulfach versteckt. Für Musikunterricht, war eine kleine Geige versteckt, für den Reitunterricht ein Pferd. Auch den Tagesablauf konnten wir in unserem Familienurlaub in Wien an einer Drehuhr erkunden.

In der Spielküche im Kindermuseum bekommen Kinder ein Gefühl über das Leben im Schloss Schönbrunn
Welche Frisuren hatten die Leute damals? Zum Sehen und Probieren für die Kinder.

Arm und Reich
Schön vermittelt wird auch, dass es nicht nur Fürstenkinder gab. So kann man sehen, was die Kinder der Dienerschaft im direkten Vergleich, gegessen, angezogen, den Tag über gemacht haben. Verschidene Figuren zum Drehen an Zahnrädern, machen das ganze spannend.

Die Kinderzimmer der Kaiserfamilie
Mit der Ausstellung kommt man auch in die alten orginalen Kinderzimmer der Kaiserfamilie. Als Erwachsener ist die Wandbemalung spannend, für die Kinder das Spielzeug, die Betten und der alte Speisesaal. Hier darf mal auch mal versuchen, den Tisch auf kaiserliche Art zu decken. Zum Ende hin kommen wir in die große Verkleidungshalle. Doch unsere Kinder sind vom heißen Wetter und vielen Programm in Wien mit Kindern schon ziemlich geschafft, so dass wir nur den anderen Leuten noch kurz zusehen. Es ist für verkleidungsfreudige Kinder sicher ein Schlaraffenland und man könnte viele lustige Fotos zaubern.

Für wen ist das Kindermuseum etwas?

Das Kindermusseum spricht sicher Kinder ab ca. 4 bis 10 Jahren an. Für Ältere ist es nicht mehr so spannend. Es ist sehr spielerisch aufbereitet und man sollte sich die Zeit nehmen, damit die Kinder möglichst viel entdecken können. Wer das KIndermuseum mit dem Labyrinth verbindet, der kann seinen Kindern einen tollen und spannenden Tag schenken.

Wir besuchen nach dem imperialen Schloss Schönbrunn, das imperiale Hotel Sacher und bekommen hier einen Blick hinter die Kulissen. Das sind die Bilder vom Hotel Sacher mit Kindern.

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