
Palanga
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Palanga mit Kindern
Familienurlaub am Meer, eine virtuelle Reise in die Geschichte, Bernstein mit eingeschlossenen Insekten, kilometerlange Strände und eine schaukelnde Hängebrücke: Palanga und das benachbarte Šventoji bieten weit mehr als einen klassischen Badeurlaub. Wir haben die beiden Küstenorte an der Ostsee mit Kindern erkundet und zeigen unsere schönsten Erlebnisse, Ausflüge und Tipps.
📍 Palanga mit Kindern
- 3D-Film und VR-Brillen Erlebnis: In der Touristeninformation Palanga zur Geschichte der Stadt.
- Palanga-Seebrücke: Ein 470 Meter langer Steg ins Meer.
- Sandstrand: mehr als 10 Kilometer besonders weicher, weißer Sandstrand mit flachen Dünen.
- Riesenrad: 45 Meter hohes Riesenrad mit Rundumblick über die Stadt.
- Ostsee-Promenade: Flaniermeile vom Zentrum zur Seebrücke mit vielen Restaurants, Cafés und Freizeitangeboten.
- Birutė-Park: 100 Hektar großer, entspannter Landschaftspark mit Teichen, Schwänen und dem Tiškevičius-Schloss.
- Bernsteinmuseum: Weltbekanntes Bernstein-Museum im Schloss, Führungen oder Audioguides in deutscher Sprache.
- Stadt-Rundgang: Historische, bunte Holzhäuser, die fotogene Tiškevičius-Allee mit Bronzestatuen, die historische Apotheke “Gintarinė vaistinė” und die neugotische Kirche Maria Himmelfahrt mit kostenlosem Aufstieg in den Kirchturm.
- Fischerort Šventoji: kleiner Fischerhafen, samogitische Kultstätte, Affenbrücke, weiße Sandstrände, eine Kirche mit Aussichtsturm und Skulptur der Drei Fischerstöchter.
- Küstenradweg: Bestens ausgebauter flacher Radweg an der gesamten Küste, ideal zum Beispiel für einen Ausflug zum See Plocis (Kormoran-Kolonie).
- Übernachtung im Hotel Gradiali: Viereinhalb-Sterne-Hotel im Norden Palangas mit großzügigen Familienappartements und einer ganz besonderen Pool-Landschaft.
Unsere Erlebnisse in Palanga mit Kindern
Ein paar Tage waren wir als Familie in Palanga unterwegs. Palanga ist DAS Ostseebad in Litauen, mit viel Trubel. Neben dem sehr touristischen Zentrum gibt es aber auch tolle Sehenswürdigkeiten und entspannte Plätze. Ich zeige sie hier. Natürlich kannst du in Palanga auch „nur“ einen Badeurlaub machen – die Sandstrände sind wunderschön und ziehen sich an der ganzen Küste entlang. Doch es lohnt sich, auch die Sehenswürdigkeiten im Ort und in der Umgebung anzuschauen. Vor allem das benachbarte Šventoji ist einen Besuch wert. Das sind unsere Tipps für Palanga mit Kindern. Für einen besseren Überblick habe ich dir alle Sehenswürigkeiten in die Karte eingetragen:
3D-Film und VR-Erlebnis in der Touristeninformation Palanga
Unseren Aufenthalt in Palanga starteten wir in der Touristeninformation. Wir wollten vorab etwas über die Stadt erfahren. Dazu schauten wir uns einen 3D-Film über die Geschichte von Palanga an. Palanga hat sich vom kleinen Fischerdorf zu einem bekannten Seebad entwickelt: Ende des 19. Jahrhunderts sorgte Graf Felix von Tiškevičius in der Region für Aufschwung. Er kaufte viel Land, baute eine Ziegelsteinfabrik und baute den Ort nach und nach zu einem Seebad aus.
So wurde Palanga eine bedeutende Stadt, in der sogar der Präsident Litauens gerne seinen Urlaub verbrachte. Dem Grafen ist auch die lange Seebrücke zu verdanken, die heute noch existiert. Palanga bekam ein großes Kurhaus, eine Konzerthalle und ein Theater und entwickelte sich so immer weiter. Heute ist die Stadt eines der beliebtesten Seebäder Litauens. In den Sommermonaten tummeln sich viele Touristen am liebsten in der langen Fußgängerzone von Palanga und an der Seebrücke.
Zusätzlich zum 3-D Film konnten wir mit VR-Brillen noch mehr über die Geschichte der Stadt erfahren. Das kann man ebenfalls in der Touristeninformation ausprobieren. Mit den VR-Brillen auf dem Kopf lässt sich das Menü steuern und so kann man individuell auswählen, zu welchem Teil der Geschichte man noch mehr erfahren will. Mit den Brillen fühlte sich die Geschichte sogar noch Palanga noch realer an, eine sehr interessante Erfahrung.
Palanga Sehenswürdigkeiten
Mit den Eindrücken des Films und der 3-Brillen sind wir danach durch Palanga spaziert. Wir wollten die Stadt natürlich auch noch in echt anschauen und haben einen Rundgang durch Palanga gemacht und dabei diese Sehenswürdigkeiten entdeckt.
Die Fußgängerzone in Palanga



Unser Rundgang startete auf der etwa ein Kilometer langen Fußgängerzone. Hier gibt es jede Menge Restaurants, Cafés und kleine Touristenläden. Oft sieht man auch noch die wunderschönen kleinen Holzhäuser, die hier zur Jahrhundertwende (19. zum 20. Jahrhundert) entstanden sind. Die hölzerne Architektur ähnelt ein wenig der Bäderarchitektur in den deutschen Seebädern. Doch sind die Häuser hier oft bunt. Leider verdecken oft Markisen oder Sonnenschirme die kleinen Häuser, dafür sitzt man dann auf den Terrassen der Restaurants im Schatten. Überall findet man hier auch typisch touristische Einrichtungen wie Minigolf, Trampolinparks oder kleine Spielhallen.
Aber in der Fußgängerzone befindet sich auch das schöne große Kurhaus – ein wunderschönes Beispiel der Bäderarchitektur. Damals war im Kurhaus das erste Restaurant am Ort und Theateraufführungen oder Tanzabende fanden dort statt. Heute gibt es hier immer noch Konzerte und Veranstaltungen. Auf der Hälfte der Fußgängerzone zweigt nach links die Birutės alėja ab. Hier stehen zwei sehr schöne alte Holzhäuser. Sie werden Romeo und Julia genannt, weil sich ihre Balkone gegenüberstehen.
Von dort ging es weiter Richtung Meer, am Palanga Kurbad-Museum vorbei. Im Museum gibt es mehr über Palanga als Seebad zu erfahren und es finden wechselnde Ausstellungen statt. Das Museum ist eines der schönsten Gebäude der Stadt.
Palanga Seebrücke und Sandstrand



Für uns ging es weiter bis auf den Pier. 470 Meter erstreckt sich der Pier ins Wasser hinein, am Ende macht er einen Knick nach rechts. Hier haben früher die Schiffe angelegt. Der Pier ist bei Einheimischen ein beliebter Ort zum Angeln. Ich fand es einfach herrlich, hier spazieren zu gehen und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen.
Rechts und links am Ufer erstreckt sich ein ewig langer Sandstrand, der im Norden bis nach Lettland geht und sich im Süden bis zur Kurischen Nehrung erstreckt. Der Sand ist sehr weich und weiß und niedrige Dünen begrenzen den Strand zur Stadt. Verschiedene Strandabschnitte gibt es für Hunde, Sport und FKK. Und es gibt seit Neuestem auch eigene Abschnitte für Frauen, die hier ungestört unter sich sein können. Überall gibt es eine hervorragende Infrastruktur mit Toiletten, Umkleidekabinen am Strand und kleinen Strandbars. Einen schönen, sehr großen Kinderspielplatz findest du etwas nördlich des Ortszentrums (ca. 1,3 km ab der Fußgängerzone), direkt am Radweg. Mehrere Spielburgen, Rutschen, Klettermöglichkeiten und vieles mehr!
Fahrt mit dem Riesenrad



Nach dem Besuch auf dem Pier sind wir zu einer weiteren Attraktion von Palanga gegangen: dem Riesenrad. Seit einigen Jahren steht hier in der Nähe des Piers das 45 Meter hohe Riesenrad. Gemütlich kann man in den Gondeln nach oben schweben und den Ausblick über Palanga genießen. Palanga hat bis auf die Kirche keine hohen Gebäude und so wirkt die Stadt von oben sehr gleichförmig. Man sieht aber auch das viele Grün und hat einen idyllischen Blick auf das Meer. Drei Runden geht es mit dem Rad, bevor sich die Gondel wieder öffnet und es Zeit für den Ausstieg ist.
Der Birutė-Park in Palanga




Ein wunderschöner Landschaftspark erstreckt sich am südlichen Ortsrand von Palanga. Dieser 100 Hektar große Park wurde im Auftrag der Grafen von Tiškevičius errichtet. In der Mitte befindet sich das Schloss der Grafen, in dem heute das Bernsteinmuseum untergebracht ist. Wenn man dem Trubel der quirligen Fußgängerzone entkommen möchte und ein ruhiges und romantisches Plätzchen sucht, dann ist man im Park genau richtig. Hier gibt es geschwungene Teiche mit kleinen weißen Brücken und Schwänen, viele verschiedene Bäume und Sträucher und schön angelegte Wege.
Etwas südlich des Schlosses liegt der Birutė-Hügel. Oben auf dem Hügel steht die Kapelle zu Ehren des Hl. Georg. Aber hier gab es schon vor 2000 Jahren anscheinend eine heilige Stätte. Benannt ist der Hügel nach der Priesterin Birutė, die hier gelebt haben soll, bevor sie einen Fürsten heiraten musste. Am Fuße des Hügels gibt es außerdem eine kleine Lourdes-Grotte. Der Park ist sehr sehenswert und wir fanden die Stimmung dort sehr angenehm und entspannt.
Bernsteinmuseum Palanga

Im Schloss der Grafen Tiškevičius ist das Bernsteinmuseum. Das Schloss ist sehr gut erhalten und man kann dem Geist von vor über hundert Jahren nachspüren. Schöne Stuckaturen und Jugendstilelemente ziehen sich durch alle Räume. Bernstein spielt an der Küste von Litauen eine große Rolle. Auch heutzutage kann man hier noch gut Bernstein finden, am besten nach einem Sturm. Bernsteinstände, wo Schmuck angeboten wird, findet man in ganz Palanga. Aber wenn man wirklich etwas über Bernstein erfahren will, muss man einfach in das Museum.
Wir hatten eine Führung durch das Museum. Du kannst aber auch selbstständig hindurchgehen mit einem Audioguide. Den gibt es in deutscher Sprache und auch eine Extra-Tour für Kinder (ebenfalls in Deutsch). Das Bernsteinmuseum selbst befindet sich im 1. Stockwerk. Zuerst haben wir erfahren, wie Bernstein überhaupt entsteht. Ich dachte immer, Bernstein gibt es nur im Meer. Das stimmt nicht. Viel Bernstein ist im Meer zu finden, weil er über die Flüsse und mit den Gletschern der Eiszeit dorthin gebracht wurde. Bernstein ist nicht wirklich ein Stein, sondern Harz, meistens von Kiefern, das über Millionen von Jahren durch Druck und chemische Umwandlungsprozesse härter wird.
Immer wieder findet man im Bernstein eingeschlossene Insekten oder Reste von Blättern. Je nachdem, ob das Harz außen am Baum heruntergetropft ist oder sich innen in einem Hohlraum gesammelt hat, hat es unterschiedliche Strukturen. Bernstein ist oft klar und fast durchsichtig, er kann aber auch milchig-trüb oder dunkelbraun sein.


Wir haben im Museum gesehen, wie Bernstein schon in der Römerzeit eine beliebte Handelsware war, wie er in der Steinzeit genutzt wurde und wie heutzutage Künstler den Bernstein gestalten. Es gibt im Museum einen großen, über drei Kilogramm schweren Bernstein und kleinere, aber ebenso besondere Exemplare. Besonders beeindruckt haben mich die Steine mit den eingeschlossenen Insekten, es gibt sogar einen Bernstein mit einer Eidechse drinnen.
Im Erdgeschoss des Schlosses gibt es eine Ausstellung über die Grafen Tiškevičius mit restaurierten Räumen und historischen Möbeln. Hier kann man dem Leben der Familie nachspüren und wie das Schloss gebaut wurde. Uns hat das Bernsteinmuseum sehr gut gefallen und wir haben wirklich sehr viel Neues erfahren.
Historische Apotheke Palanga

Nach dem Besuch des Bernsteinmuseums ging es für uns zurück Richtung Zentrum. In der Vytauto gatvė gibt es ebenfalls ein wunderschönes historisches Holzhaus: Gintarinė vaistinė (= Bernstein-Apotheke). Diese Apotheke gibt es schon seit 1827 und sie ist eine der ältesten Apotheken Litauens. Der Gründer der Apotheke stellte damals den beliebten Kräuterextrakt „Trejos devynerios“ aus 27 Heilkräutern her. Wir haben einen Blick hineingeworfen. Man sieht noch wunderbar den alten Charakter des Verkaufsladens: Alte Regale und der alte Verkaufstresen werden noch genutzt. Und auch wenn dort heute eine normale Apotheke untergebracht ist – sie ist wahrscheinlich die schönste Apotheke Litauens.
Tiškevičius-Allee



Etwas weiter Richtung Fußgängerzone sind wir auf die zauberhafte Tiškevičius-Allee gestoßen. Diese Allee erstreckt sich vom Kurhaus bis zur Kęstučio gatvė. Durch ein mit Schnitzereien verziertes historisches Tor betritt man die Allee. Mit den historischen Straßenlaternen und dem Pflaster lebt das Flair der Jahrhundertwende. In der Allee sind wir dem Grafen Feliksas Tiškevičius und seiner Frau Gräfin Antanina Sofija Loncka-Tiškevičienė persönlich begegnet. Sie stehen hier als Bronzestatuen, ein wenig voneinander entfernt, als würden sie sich gerade zufällig über den Weg laufen. Zwischen ihnen verläuft am Boden ein Stahlband mit dem Motto der Familie (auf Litauisch und Latein), welches übersetzt heißt: Wähle, was du liebst!
Kirche Maria Himmelfahrt

Etwas nördlich der Fußgängerzone steht die Kirche Maria Himmelfahrt. Sie ist aus den Ziegelsteinen der Ziegelfabrik des Grafen Tiškevičius gebaut. Vor allem im Innenraum der Kirche bilden die roten Backsteinziegel einen schönen Kontrast zu den weißen Wänden. Die neugotische Kirche hat kunstvolle Altäre, die fast wie kleine Miniaturhäuser aussehen, mit kunstvoll geschnitzten Spitztürmen. Am hinteren Seiteneingang kann man auch auf den Kirchturm hinaufsteigen (kostenlos). Vom ersten Stock hat man einen schönen Blick in den gesamten Kirchenraum und von ganz oben am Kirchturm kann man einen Blick über die Stadt werfen. Der Blick ist nicht besonders bemerkenswert, da Palanga nur wenige markante Gebäude hat und auch die Umgebung sehr flach ist. Aber wir finden, dass eine Turmbesteigung immer etwas Besonderes ist.
Šventoji
Etwa zehn Kilometer nördlich von Palanga liegt der Fischerort Šventoji. Hier ist es insgesamt etwas ruhiger als in Palanga, es gibt weniger große Hotels und mehr kleine Hütten oder Bungalows, die man mieten kann. Die Fußgängerzone ist ebenfalls kleiner, man findet aber trotzdem zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés. Der richtige Ort für alle, die es etwas gemütlicher in ihrem Urlaub haben wollen. Man kann auch perfekt mit dem Rad von Palanga nach Šventoji fahren. Auf dem Küstenradweg sind es etwa 13 Kilometer.
Hafen von Šventoji und Skulptur der Fischerstöchter




In Šventoji gibt es ein paar schöne Sehenswürdigkeiten. Wir waren zuerst am Hafen. Noch ist es ein kleiner Fischerhafen, wo es ganz gemütlich zugeht. Am Strand stehen die großen verwitterten Pfähle der alten Brückenanlagen und der kleine Fluss schlängelt sich vom Hafen zum Meer. In ein paar Jahren wird sich das völlig ändern, denn der Hafen wird ausgebaut mit einer Promenade, einer großen Segelschule und Platz für größere Boote und Jachten.
Hinter dem Hafengebäude Richtung Strand steht eine sehr schöne Skulpturengruppe, die auch geschichtlich interessant ist. Die Drei Fischerstöchter stehen am Strand und winken ihren davonfahrenden Vätern. Doch die Skulpturen stammen aus Sowjetzeiten und symbolisieren die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Sie schauen Richtung Westen, Richtung Freiheit. Manchmal haben die Skulpturen auch heute noch kleine Flaggen der Länder um ihre Arme geschlungen. Der Strandabschnitt mit den idyllischen Dünen und den alten Brückenpfeilern hatte für uns eine besonders schöne Atmosphäre.
Kirche mit Aussichtsturm



Einmal um den Hafen herum kommt man ins Zentrum von Šventoji. Hier steht die große Kirche. Von außen sieht sie etwas aus wie ein Schiff. Normalerweise ist die Kirche tagsüber geöffnet und man kann reingehen und die moderne Architektur anschauen. Es ist eine extrem moderne Kirche, schau sie dir unbedingt an, wenn du die Gelegenheit hast. In der Kapelle der Kirche stammt die Bestuhlung wohl aus einem Kindo. Und auf der rechten Außenseite gibt es eine kleine Tür. Hier kann man auf den Turm steigen. Am Drehkreuz zahlt man einen Euro und dann geht es viele Stufen und Stockwerke nach oben. Innen ist es etwas merkwürdig, da es keinen Innenausbau gibt. Alle Wände sind unverputzt und man stößt auf viel ungenutzten Raum. Doch oben angekommen hat man wirklich einen sehr guten Blick auf den Ort, das Meer und die Landschaft.
Affenbrücke, Strand und Samogitischer Alka

Durch die Fußgängerzone gelangt man zum Hauptstrand. Um diesen zu erreichen, muss man über den Fluss gehen, der von einer sogenannten Affenbrücke überspannt ist. Diese Hängebrücke schaukelt beim Darübergehen, ein großer Spaß für alle kleinen und großen Kinder. Der Sandstrand ist auch hier wieder wunderschön mit feinem weißen Sand und Dünen. Wenn man von der Brücke geradeaus weitergeht, kommt man in wenigen Minuten zu einem samogitischen Alka.
Die samogitische Kultur ist eine der ältesten Kulturen im Baltikum. Alkas sind Kultstätten an Kraftplätzen, wo Rituale durchgeführt wurden. Hier sieht man hölzerne Stelen, in die Runen geschnitzt sind. Sie sind an diesem Platz rekonstruiert. Auch heute noch ist die samogitische Kultur in Litauen lebendig. Es gibt eine eigene Sprache, Bräuche und Kleidung. Hinter dem Alka führen Pfade weiter durch die Dünen bis zum Strand. Uns hat Šventoji sehr gut gefallen. Die Atmosphäre ist ruhiger und entspannter als in Palanga, und die Strände sind mindestens genauso schön.
Radtour an der Küste von Palanga zu den Kormoranen




Wir haben uns in Palanga Fahrräder ausgeliehen und sind damit an der Küste entlanggefahren. Das geht hier ausgezeichnet. Es gibt an der Küste einen sehr gut ausgebauten Radweg, der entweder geteert oder gepflastert ist und sich auch mit Kindern hervorragend eignet. So kann man die besten Strandabschnitte für sich erkunden. Desto weiter man sich vom Ort entfernt, umso ruhiger wird es natürlich. Wir haben uns von Palanga aufgemacht Richtung Süden. Unser Ziel war der See Plocis. Er liegt etwa zehn Kilometer südlich des Ortes und ist ein Naturschutzgebiet.
Der Weg führte uns überwiegend durch Pinienwälder, aber auch an offenen Landschaften vorbei. Schließlich hatten wir den See erreicht. Er ist ein Vogelparadies und es gibt einen Beobachtungsturm mit einem Fernglas. Man kann verschiedene Vögel beobachten, aber hauptsächlich leben hier Kormorane. Diese Vögel sind sehr besonders, auch wenn sie von manchen Fischern nicht gerne gesehen werden. Denn die Vögel fressen ziemlich viel Fisch. Da sie keine Zähne haben, schlucken sie den Fisch im Ganzen runter. Verdaut wird er mit der ziemlich ätzenden Magensäure. Dadurch sind auch die Hinterlassenschaften der Kormorane ätzend. Die Bäume, auf denen sie ihre Nester haben, sterben so nach und nach ab. Wir fanden es ein interessantes Ziel, denn so viele Kormorane hatten wir zuvor noch nie gesehen.
Essenstipp Palanga: Restaurant „Grás“




Inmitten der oft wunderschönen Holzhäuser von Palanga gibt es auch einige eher unschöne Bauten aus Sowjetzeiten. In einem dieser Bauten aus den 1970er Jahren gibt es das Hotel Grás, in dem sich auch ein Restaurant befindet. Auf den ersten Blick erscheint es von außen nicht besonders schön, aber im Inneren und auch auf der Terrasse sitzt man erstaunlich gut. Und das Essen ist sehr empfehlenswert. Wir hatten hier Burger, frittiertes Knoblauchbrot mit Käse und Huhn mit Prosciutto – alles sehr gut zubereitet. Gekrönt wurde unser Mittagessen mit sehr köstlichem Nachtisch: Schokotörtchen mit flüssigem Kern und Eis.
Übernachten Planga mit Kindern – Hotel Gradiali Palanga






In der ganzen Stadt findest du unzählige Hotels und Appartements. Wir haben in Palanga im Hotel Gradiali am nördlichen Ortsende übernachtet. Das Hotel Gradiali ist ein Viereinhalb-Sterne-Hotel. Der Swimmingpool- und Saunabereich ist sehr besonders in diesem Hotel. Über dem langen Schwimmbecken gibt es an der Seite eine Videoinstallation. Hier schwimmen Fische neben dir her, Schildkröten oder auch mal Haie. Neben dem Schwimmerbecken gibt es zahlreiche Whirlpools und ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal. Außerdem ein Heilwasserbecken und verschiedene Saunen. Sehr besonders gemacht und ideal, wenn das Wetter für den Strand mal nicht so mitspielt.
Übernachten kannst du in großzügigen Familienappartements. An einem Abend haben wir auch im Hotelrestaurant gegessen. Das Essen war ausgezeichnet. Wir hatten eine leckere Vorspeisenplatte zu dritt mit frittiertem Brot, Hühnersticks, frittierten Käsebällchen und knusprigen Kichererbsen. Als zweiten Gang hatten wir gebackenen Camembert, Schweinesteak und karamellisierten Ziegenkäse auf Salat. Gerade die Salate waren für das Auge wunderschön angerichtet und genauso gut hat es auch geschmeckt.
Unsere Bewertung für Palanga mit Kindern
Palanga und das gemütliche Šventoji bieten eine bunte Mischung für einen abwechslungsreichen Familienurlaub an der litauischen Ostsee. Neben den wunderschönen Stränden gibt es viele Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten. Besonders spannend fanden wir das Bernsteinmuseum. Hier haben wir wirklich viel erfahren und das Museum ist gut gestaltet. Sehr gut gefallen hat uns Šventoji mit den kleinen, besonderen Sehenswürdigkeiten wie der Affenbrücke, dem samogitischen Alka, der Skulptur der Fischerstöchter am Strand oder dem Aussichtsturm der Kirche. Radfahren entlang der Küste oder der große Birutė-Park in Palanga sorgen für entspannte Stunden. Und wer typische touristische Angebote sucht, der findet sie in der Fußgängerzone von Palanga.
Wenn du hier deinen Urlaub verbringen möchtest, findest du auf der offiziellen Webseite der Tourismusregion alle weiteren Informationen:
–> Visit Palanga
Weiterführende Tipps
Wir haben noch andere Orte und Regionen in Litauen besucht. Es war eine sehr spannende Reise mit vielen unglaublich tollen Begengungen, netten Menschen, spannender Kultur und wunderschönen Landschaften. Wenn es dich interessiert, dann lies doch einfach folgende Beiträge:
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Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Tourismusinformation Palanga entstanden. Nur so konnten wir euch diesen Beitrag hier zeigen. Unsere Meinung und Erlebnisse bleiben davon unberührt.
